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Liebe Leserinnen und Leser!
Frau von der Leyen bleibt stur und die Selbsthilfe plant weitere Aktionen. Der DVBS liefert Ihnen im Internet Lesestoff fürs Wochenende.
Der Kampf ums Blindengeld in Niedersachsen geht weiter. Mit der Verabschiedung des verhängnisvollen Haushalts wird im Dezember gerechnet. Per Rundschreiben an die Vereinsgliederungen informiert der niedersächsische Blindenverband (BVN) über die Ergebnisse eines Planungstreffens, das gestern Abend stattfand:
"Es ist 5 vor 12 für Blinde in Niedersachsen" für ganz Niedersachsen ab 05.10.04, regelmäßig an jedem Dienstag, in der Zeit von 5 vor 12, bis 13.00 Uhr (bis zur endgültigen Entscheidung über das Blindengeld im Landtag), Teilnehmer ca. 5 bis 10 blinde Menschen und mind. 2 Sehende, alle mit gelben Mützen. Aufgestellt wird ein Transparent mit einer Uhr 5 vor 12 und kurzem Text. Umgehängt werden wieder die bewährten Poster "Allein gelassen" in Großformat. [...]
Die Unterschriftensammlung umfasst inzwischen weit über 100.000 Einträge. Sie soll verstärkt weiter beworben werden vom BVN und intensivst auch in den Regionalvereinen. Das Unterschriftenformular ist im Eingangstext etwas überarbeitet worden. Es kann über www.blindengeld-muss-bleiben.de heruntergeladen und immer weiter kopiert werden. Bitte immer auch auf die Möglichkeit der Unterschrift oder eines Eintrages in diese www.Adresse hinweisen. ...
In den Vereinsgebieten könnten auch bei vielen Gelegenheiten oder in Fußgängerzonen etc. Informationsstände aufgebaut werden, die zu einem bestimmten Thema aus der Blindenselbsthilfe informieren. Gruppen aus den Vereinen können über ihre Arbeit informieren. BVN wird z. B. mit Taubblinden einen Stand organisieren und über Taubblinden und hör-/sehbehinderten-Arbeit informieren.
In den Vereinen gibt es z. B. Eltern-/Kind-Arbeit, Jugend-, Seniorenarbeit etc. Vielleicht können sich diese Gruppen darstellen.
Für den 09.11.2004 am späten Nachmittag wird eine Podiumsdiskussion im Speisesaal des Wilhelm-Marhauer-Hauses, Kühnsstr. 18, 30559 Hannover, geplant. Teilnehmer sollen sein Vertreter der Blindenselbsthilfe, der nds. Behindertenbeauftragte, Vertreter aus dem Sozialausschuss der CDU, FDP, SPD, moderiert durch einen Journalisten. Presse, Funk und Fernsehen werden eingeladen. Diese Aktion befindet sich in der ersten Planung. Nähere Einzelheiten werden rechtzeitig bekanntgegeben. ...
Geplant wird eine Aktion in Hannover am Kröpcke. 50 blinde Menschen (mit gelben Mützen), jeder ausgerüstet mit einem (1 m langen) weißen Stock werden sich dort aufstellen. An diesem weißen Stock wird in schwarzer Schrift der Name stehen. Durch ein Mikrofon wird jeder seinen Namen und einen Satz zum "blinden Schicksal" und Würde zerbrochen sagen. Dann werden die zerbrochenen Stöcke in ein riesiges schwarzes Tuch, das von vier in schwarz gewandeten Helfern gehalten wird, geworden. Anschließend wird in Form einer Demo mit den 50 Teilnehmern "die zerbrochene Würde" in der Staatskanzlei oder an einem anderen Standort abgegeben. [..."
Der Termin steht inzwischen fest: Der 27. Oktober wird es sein und um 16:00 Uhr geht’s los.
"Es gibt auch noch andere Themen außer Blindengeld." Diesem richtigen Hinweis einiger Leserinnen und Leser folgend, empfehlen wir einen Besuch auf den Internetseiten des DVBS:
Dr. Hans-Eugen Schulze, Beauftragter des DVBS-Vorstandes für Seniorenangelegenheiten und ehemals Richter am Bundesgerichtshof, hat zusammengetragen, was blinde Menschen über Selbstbestimmung am Ende des Lebens Wissen sollten. DVBS-Geschäftsführer Michael Richter, ebenfalls Jurist, beschäftigte sich näher mit den Auswirkungen der Einführung des Sozialgesetzbuches XII ab 2005auf die Versorgung Blinder und Sehbehinderter. Unlängst hielt er ein Referat zum Thema vor Mitarbeitern der "Rehabilitationseinrichtung für Sehgeschädigte" an der Deutschen Blindenstudienanstalt. Das überarbeitete Vortragsmanuskript ist im Internet ebenso verfügbar wie das
Positionspapier des DVBS zur Hochschulpolitik,das eine verbandsinterne Arbeitsgruppe um Frau Dr. Maike Gattermann-Kasper, ihres Zeichens Vorstandsbeauftragte für Hochschulangelegenheiten im DVBS, in den letzten Monaten erarbeitete. Es plädiert für barrierefreie Universitäten und nimmt Stellung zu beabsichtigten und bereits umgesetzten Reformen im Hochschulwesen. Die wirken sich längst nicht immer positiv auf die Studienbedingungen Blinder und Sehbehinderter aus.
Wer befürchtete, beim DVBS drehe sich alles nur noch ums Blindengeld, der sollte jetzt beruhigt sein. Wir sind dran - an vielen Themen.
In diesem Sinne bis zum nächsten Mal
Ihr
Michael Herbst
DVBS Öffentlichkeitsarbeit
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