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Liebe Leserinnen und Leser!
Zunächst in eigener Sache:
horus aktuell 25/2005 hat offenbar einige Abonnenten per E-Mail nicht erreicht. nicht. Schade, aber immerhin kann er im Internet nachgelesen werden. Jetzt ist zu hoffen, das diese Nachricht die Betroffenen auch wirklich erreicht...
Gut, wenn man engagierte Mitglieder hat. Den folgenden Newsletter verdanken wir Jochen Schäfer:
Das ist der Titel einer Internetseite, die am 1. Juni von der "Thüringer Herzbewegung" ins Leben gerufen wurde. Dahinter verbergen sich Aktivisten des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Thüringen, die mit ihrer Aktion gegen die geplante Streichung des Landesblindengeldes öffentlichkeitswirksam vorgehen wollen. Auf der Website www.herz-fuer-abgeordnete.de finden sich zum einen viele Informationen zur Gründung und den Aktivitäten der "Herzbewegung" sowie über Möglichkeiten, den Thüringer Abgeordneten "ein Herz zu spenden", damit sie den geplanten Schritt der Streichung der blindheitsbedingten Nachteilsausgleiche noch einmal überdenken, bevor er in die Tat umgesetzt werden soll. Eine der dort aufgeführten Möglichkeiten besteht darin, E-Cards mit Herzmotiven zu verschicken, wovon bereits viele Gebrauch gemacht haben, wie eine Übersicht zeigt. Damit auch Blinde und Restsehende sich möglichst gut orientieren können, informiert ein Soundfile genauestens über den Inhalt der Seite und auch über die Möglichkeiten, selbst E-Cards zu verschicken, wobei die einzelnen Herzmotive ebenfalls genau beschrieben werden. Auch wir möchten unsere LeserInnen "herzlich" einladen, auf die Website zu gehen, um die Thüringer Aktivitäten zu unterstützen, schließlich geht es auch hier um "Alles oder Nichts".
Nach neuesten Informationen von Peter Och, dem Vorsitzenden des Landesblindenverbandes, der vor einigen Tagen im Thüringer Landtag eine Anhörung hatte, wird das Landesblindengeld nun wohl nicht wie geplant im Juni abgeschafft; offenbar zeigen die Aktionen erste Wirkung, und der eine oder andere Abgeordnete hat sich bereits "ein Herz" gefasst.
Im Internet gibt es seit einiger Zeit sogenannte "Weblogs" (Logbücher im Netz), in denen Privatpersonen mit Politikern über bestimmte Themen diskutieren können. Seit kurzem ist auch ein Blog-Forum von Frau von der Leyen vertreten. Jens Bertrams, Vorsitzender des "Arbeitskreises Barrierefreies Internet" (AKBI) stellte es am vergangenen Sonntag in einer Sendung im Marburger Lokalradio kurz vor:
"[...] "Frau von der Leyen gibt täglich eine kurze Stellungnahme in eigenen Worten zu politischen Themen auf einer Webseite des FOCUS http://blog.focus.msn.de/vonderleyen , und man kann mit ihr diskutieren, indem man Kommentare dazu schreibt, die dann von ihr beantwortet werden. Wer eine eigene Webseite hat, kann diese Diskussion mit den entsprechenden technischen Möglichkeiten dort positionieren. Die Weblog-Diskussionen haben allgemein ein sehr hohes Niveau. Leider kann man dort nicht mit eigenen Themen kommen, sondern man muss auf das reagieren, was Frau Ministerin von der Leyen schreibt. Wenn man aber rhetorisch gut ist, kann man mit Sicherheit zu fast jedem Thema einen Umweg zum Thema Blindengeld schlagen. [...]"
In diesem Sinne bis zum nächsten Mal
Ihr
Michael Herbst
DVBS Öffentlichkeitsarbeit
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