Deutscher Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf e.V.

Startseite |Aktuelles und Newsletter |Textservice |Rechtsberatung |Job-Service |Barrierefreies Internet

Verein & Selbsthilfe |horus & Broschüren |Stiften & spenden

DVBS Introduction, Link to PDF file (PDF, 65KB)

Newsletter

Suche

Suchen Sie in horus aktuell, unserem Newsletter, und horus online, unserer Vereinszeitschrift:

Suchbegriff:

Suchen in:


horus aktuell Nr. 35/05 vom 08. August 2005
News - DVBS-online.de

Liebe Leserinnen und Leser!


"Du kannst froh sein, dass Du noch Arbeit hast!" Diesen Satz höre ich jetzt leider immer öfter. Wie schwierig es ist, einen neuen Arbeitsplatz zu finden, muss ich gerade selbst am Beispiel meiner Frau erleben. Der DVBS möchte nicht tatenlos zusehen und bietet für arbeitssuchende Blinde und Sehbehinderte die Seminarreihe "Fit für den Job" an (horus aktuell berichtete). "Wir haben noch zehn Plätze frei", sagt Michael Richter, Geschäftsführer des DVBS. "Unenttschlossene wollen wir noch mit einem ganz besonderen Angebot ködern:

Den Abschluss der Seminarreihe sollen sogenannte Disability mentoring Days bilden. Dabei werden Gruppen von bis zu zehn Personen eingeladen, Firmen von innen kennenzulernen. Daimler-Crysler und Siemens haben schon ihr Interesse bekundet. Ein Mentor zeigt ihnen dann ausgewählte Arbeitsplätze. Hier können auch potintielle Arbeitzsmöglichkeiten ausgelotet werden. Wer Angebote aus der Seminarreihe "Fit für den Job" besucht hat, wird bei der Anmeldung bevorzugt. Grundsätzlich steht dieser Mentorentag aber allen Interessierten offen."

"Vor Gericht und auf hoher See ist man in Gottes Hand" lautet eine alte Juristenweisheit. Dies musste ein zu 50 % schwerbehinderter Mann erfahren, der sich bei der Universität hier in Marburg auf eine Stelle als Verwaltungsfachangestellter beworben hat. Die Oberhessische Presse schrieb dazu am 30. Juli:

"[...] Diese Stelle war zunächst ausgeschrieben worden, dann jedoch wurde sie über die interne Umbesetzung einer Verwaltungsangestellten vergeben, deren vorheriger Arbeitsplatz der "Operation sichere Zukunft" zum Opfer gefallen war.Der Kläger fühlte sich unter anderem deshalb diskriminiert, weil die Schwerbehindertenvertretung der Universität nicht beteiligt worden war. Seine Forderung: 30.000 Euro Schadenersatz.Regierungsdirektor Volker Drothler, Personaldezernent der Philipps-Universität, erklärte am Freitag erneut, das öffentlich ausgeschriebene Stellenbesetzungsverfahren sei gestoppt worden, als klar war, dass es eine interne Umbesetzung geben würde. Doch der Kläger blieb unter Berufung auf die Buchstaben des Sozialgesetzbuchs bei seinem Standpunkt, dass von Anfang an die Schwerbehindertenvertretung hätte involviert werden müssen.Dieser Einschätzung schloss sich letztlich auch das Gericht unter Vorsitz von Arbeitsgerichtsdirektor Hans Gottlob Rühle an, der jedoch klar machte: "Es handelt sich hier nicht um Diskriminierung, sondern allenfalls um eine Benachteiligung des Klägers." Rühle führte aus, dass das Land objektiv gesehen gar keine Möglichkeit gehabt hätte, den externen schwerbehinderten Bewerber einzustellen, weil nach der derzeitigen Rechtslage zunächst immer bereits in Diensten des Landes stehende Mitarbeiter berücksichtigt werden müssen, deren ursprüngliche Jobs dem Stellenabbau zum Opfer gefallen sind. Gleichzeitig sagte der Arbeitsgerichtsdirektor jedoch auch, dass der Universitätsverwaltung formale Fehler unterliefen - unter anderem dadurch, dass sie die Schwerbehindertenvertretung außen vor ließ. "Da wurde schlampig und gesetzeswidrig gearbeitet", meinte Rühle. Das Gericht erachtete eine Entschädigung in Höhe von 1.000 Euro als angemessen, da es sich laut Rühle nicht um eine schwerwiegende Benachteiligung gehandelt habe."

"Erfahrungen mit Hartz" ist der Titel eines Seminars, die der Bezirk Hessen-Thüringen und die Fachgruppe wirtschaft im DVBS am 10. September in Marburg durchführen. Michael Richter, Geschäftsführer des DVBS, Herr Schwarzbach, Leiter der ZAV und Mitarbeiter des KreisJobCenters Marburg-Biedenkopf haben ihre Teilnahme zugesagt. Nährere Informationen finden Sie auf unserer Internet-Seite. Anmeldungen nimmt Familie Bach unter Telefon 06421/83899 entgegen.

"Ein Herz für Thüringen" heißt es am 7. Oktober. Jochen Schäfer nimmt Slogans und Schlachtrufe für die Demo in Erfurt entgegen. Seine E-Mail-Adresse: Schuelerbibliothek@blista.de.

Das waren wieder viele Informationen. Ich verabschiede mich für drei Wochen in den Urlaub.

Herzliche Grüße aus Marburg sendet

Wilhelm Gerike
DVBS Öffentlichkeitsarbeit


Möchten Sie unseren Newsletter abonnieren?




Zurück zur Übersicht

[Startseite]  Startseite  | [Kontakt]  Kontakt  | [Impressum]  Impressum | [Hilfe]  Hilfe