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Liebe Leserinnen und Leser!
Es ist die Zeit der vielen kleinen Meldungen auf den DVBS-Internetseiten. Die wollen wir Ihnen nicht vorenthalten, beginnen mit der Bundespolitik und enden mit Eigenwerbung, denn es ist auch Messezeit:
Eingeweihte wissen, mit der Berufsvermittlung Schwerbehinderter liegt vieles im argen. Der Verwaltungsratsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Peter Clever, hat sich für kommenden Dienstag zum Gespräch mit DVBS-Experten in der Bundesgeschäftsstelle des Vereins angesagt. Sein Haus präsentierte gestern wieder Arbeitsmarktzahlen der erfreulicheren Sorte und wieder einmal war es Hubert Hüppe, behindertenpolitischer Sprecher der CDU-Bundestagsfraktion, der per Presseerklärung Wasser in den Wein goss: "Integration von schwerbehinderten Menschen auf dem Arbeitsmarkt verbessern - Gute Entwicklung kommt nicht bei behinderten Menschen an" titelt er allen potentiellen Anfeindungen aus Koalitionskreisen zum Trotz. Hüppe weiter:
"Die Arbeitslosenzahlen entwickeln sich allgemein positiv, die Wirtschaft läuft gut. Bei schwerbehinderten Menschen kommt die gute Konjunktur bisher aber nicht ausreichend an. So verringerte sich in den 370 von der Statistik der Bundesagentur erfassten Bezirken die Zahl schwerbehinderter Arbeitsloser im April gegenüber dem Vormonat lediglich um etwas mehr als ein Prozent. Der Gesamtbestand der Arbeitslosen nahm hingegen um mehr als drei Prozent ab. Diese unterschiedliche Entwicklung ist schon seit Monaten zu beobachten.
Für die betroffenen schwerbehinderten Menschen ist diese Situation sehr schwierig. Jetzt muss umgehend gehandelt werden. Es muss zusammen mit Vertretern der Wirtschaft und der Arbeitnehmerschaft überlegt werden, welche Maßnahmen zu ergreifen sind, um die Beschäftigungschancen zu verbessern.
Hierbei müssen auch die sinkenden Einnahmen aus der Ausgleichsabgabe thematisiert werden, denn die Integration von schwerbehinderten Arbeitslosen kann von Seiten der Integrationsämter nicht mehr in dem Umfang unterstützt werden, wie dies noch vor Jahren der Fall war."
Mit dem Schlusssatz fasst Hubert Hüppe durchaus ein heißes Eisen an, denn manch Sachbearbeiter eines Integrationsamtes ist inzwischen gehalten, Arbeitsplatzassistenzleistungen für Schwerbehinderte auf dem 1. Arbeitsmarkt herunterzufahren. Hinter vorgehaltener Hand begründet man dies natürlich mit sinkenden Einnahmen wegen der von 6 % auf 5 % herabgesetzten Pflichtbeschäftigungsquote. Man weiß aber auch von reichlich gebundenen Mitteln zur Förderung von Integrationsfirmen. Das ist zumindest insofern paradox, als damit der beruflichen Integration auf dem 2. Arbeitsmarkt der Vorzug vor der auf dem 1. gegeben wird.
Heike Herrmann ist DVBS-Mitglied und sie verdient ihre Brötchen mit personenzentrierter Beratung. Sie bietet Selbstentwicklungs- und Selbsterfahrungsseminare für Menschen mit Behinderung.
Die Marburger Sommerakademie ist inzwischen eine feste Größe im "intellektuellen Sommerloch" an der mittelhessischen Lahn. Das Kulturamt der Stadt öffnet die Seminare gerne auch für blinde und sehbehinderte Teilnehmer. Vom 15.7. bis 3.8.2008 wird z.B. eine Hörstücke-Werkstatt durchgeführt. Unterlagen hierzu gibt es auch in Blindenschrift.
Drei Thementage präsentiert der DVBS in diesem Jahr auf Deutschlands größter Hilfsmittelmesse für Blinde und Sehbehinderte am Frankfurter Rhein-Main-Flughafen. Am Mittwoch wird das Hörzeitschriftenangebot des DVBS-Textservice präsentiert. Donnerstags stellt sich die Rechtsberatung des Vereins vor und am Freitag steht das Projekt "Barrierefrei Informieren und Kommunizieren (BIK)" für Fragen rund um das Thema "barrierefreies Webdesign" zur Verfügung. Am Stand F2 im Sharetonhotel lohnt sich der Besuch schon deshalb, weil dem Messegast attraktive Angebote zum Testen erwarten. Details gibt"s später. Also bitte vormerken: Besuch auf Stand F2 bei der "Sightcity 2007 vom 9.-11.5."!
In diesem Sinne bis zum nächsten Mal
Ihr
Michael Herbst
DVBS Öffentlichkeitsarbeit
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