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Liebe Leserinnen und Leser!
DVBS-Geschäftsführer Dr. Michael Richter avanciert zum Medienstar. Gestern stand das Telefon den ganzen Tag nicht still. Sogar Johannes B. Kerner zeigt sich interessiert.
Den Grund für das Presseecho entnehmen wir aus einer Meldung der KNA:
"Blinde Lehramtsstudentin erkämpft sich Referendariat vor Gericht
München (KNA) Eine blinde Lehramtsstudentin hat sich vor dem Münchner Verwaltungsgericht das Recht auf ein Referendariat erstritten. Das Gericht gab am Mittwoch ihrer Klage gegen den Freistaat statt, der die 31-Jährige nicht zur Ausbildung als Gymnasiallehrerin zulassen wollte. Die Richter sahen dadurch das Grundrecht auf freie Berufswahl beeinträchtigt. Die seit Geburt blinde Frau hat das erste Staatsexamen abgeschlossen und muss nun zum nächstmöglichen Termin ins Referendariat aufgenommen werden.
(Aktenzeichen M 5K 07.1658)
Ein Sprecher des Kultusministeriums erklärte auf Anfrage, das Urteil werde nun geprüft. Gegen die Entscheidung können Rechtsmittel eingelegt werden. Hauptargument der Anwälte der Staatsregierung war der enorme Korrekturbedarf in den Fächern Französisch und Deutsch. Der Anwalt der Klägerin, Michael Richter, sagte, dies sei ein rein technisches Problem, das sich mit Hilfe eines Assistenten lösen lasse.
Richter, der auch Geschäftsführer des Deutschen Vereins der Blinden und Sehbehinderten (DVBS) ist, sagte, seit 1973 habe es einen derartigen Rechtsstreit nicht mehr gegeben. In Deutschland gebe es mindestens 20 bis 30 blinde Lehrer an Regelschulen.
Die SPD im Bayerischen Landtag verlangte von Kultusminister Siegfried Schneider (CSU) Auskunft darüber, wieviele Lehrkräfte mit Behinderung im Freistaat beschäftigt seien und wie mit Bewerbungen von Menschen mit Behinderungen verfahren werde. Es sei nicht vorstellbar, dass es angesichts des Lehrermangels in Bayern keine geeignete Stelle für die junge Frau gebe."
"Seit 1997 setzt sich das Europäische Behindertenforum (EDF) für die Rechte
der 50 Millionen behinderten Menschen in der Europäischen Union ein.
Obwohl bereits bedeutsame Schritte im Hinblick auf die Nichtdiskriminierung
der behinderten Menschen gemacht wurden, stehen viele Probleme weiterhin
offen, wie z. B. die Gleichbehandlung in Beruf und Beschäftigung, der Zugang
zu Bildung und Information, Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln, sowie
Standards, um zugängliche Produkte und Dienstleistungen zu gewährleisten.
Im Jahre 2007, Europäisches Jahr der Chancengleichheit für alle, startet das
EDF eine Kampagne von einer Million Unterschriften, mit dem Ziel, eine
stärkere und effektivere europäische Gesetzgebung für Behinderte
durchzusetzen. Die Europäische Blindenunion (EBU) unterstützt tatkräftig
diese Kampagne und beabsichtigt, alle Blinden und Sehbehinderten, sowie ihre
Familien und Freunde in Europa zu mobilisieren, um gemeinsam dieser
Herausforderung gerecht zu werden.
Die Unterschriftenaktion läuft bis zum 30. September 2007. Die
Unterschriften werden am 4. Oktober 2007 dem Präsidenten Der Europäischen
Kommission, dem Präsidenten des Europäischen Parlaments und der
portugiesischen Präsidentschaft übergeben.
Wir zählen auf Sie, damit diese Kampagne ein voller Erfolg wird. Lassen Sie
uns gemeinsam handeln, um bessere Lebensbedingungen für alle behinderten
Menschen in der Europäischen Union zu schaffen.
Unterschreiben Sie online auf
www.1million4disability.eu"
Herzlichen Dank an die beste Ehefrau von allen, die mir diese Meldung zuschickte.
Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen will bis 2010 eine neue
Kontakt- und Beratungsstelle unterstützen. Sie soll als
Informationsbörse unter dem Motto "Wirtschaftsfaktor Alter -
Unternehmen gewinnen" Wirtschaft, Wissenschaft, Verbraucher- und
Seniorenorganisationen an einen Tisch bringen. Ziel der Beratungsstelle sei die Entwicklung von Produkten die für Senioren gut zu handhaben seien. Als Beispiele wurden gut bedienbare Telefone und Geräte der Unterhaltungselektronik genannt. Dieser Initiative gilt unser großes Lob, denn schließlich können auch wir von den neuen Entwicklungen profitieren.
Das soll es für heute gewesen sein.
Ich wünsche Ihnen und Euch eine gute Zeit und verbleibe
mit lieben Grüßen
Wilhelm Gerike
DVBS Öffentlichkeitsarbeit
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