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Liebe Leserinnen und Leser!
199 Jahre wäre Luis Braille heute geworden. Die Blista macht ein Geburtstagsgeschenk und Hubert Hüppe schenkt uns Zahlen:
Die Blista meldet:
"Anlässlich des 199. Geburtstags des französischen Erfinders der tastbaren Blindenschrift, Louis Braille, am 4. Januar geht www.blindenschrift.net online.
Jährlich kommen etwa 80.000 Neuerscheinungen auf den deutschen Büchermarkt, aber nur einige Dutzend Titel können jährlich aufgrund der hohen Herstellungskosten in die tastbare Blindenschrift übertragen werden. Zudem ist es für blinde Leser bisher sehr mühselig und langwierig herauszufinden, ob ein Buch überhaupt in Blindenschrift zur Verfügung steht und bei welcher Bibliothek es ausgeliehen werden kann. Ein neuer Onlinekatalog der Deutschen Blindenstudienanstalt e.V. (blista) in Marburg/Lahn macht dieser sprichwörtlichen Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen ein Ende. Ab sofort kann unter www.blindenschrift.net komfortabel nach allen 40.000 im deutschsprachigen Raum verfügbaren Blindenschriftbüchern gesucht werden. Damit besteht für blinde Leser erstmals die Möglichkeit, schnell herauszufinden, ob ein bestimmtes Werk überhaupt ausleihbar ist. Für die Mitglieder der Deutschen Blinden-Bibliothek (DBB), die zur Deutschen Blindenstudienanstalt e.V. gehört, bietet der neue Onlinekatalog noch ein ganz besonderes Bonbon. Wer sein Wunschbuch gefunden hat, kann es einfach und schnell in den Bestellkorb legen und online anfordern. Dieser Service ist ebenso kostenlos wie die Mitgliedschaft in der Deutschen Blinden-Bibliothek. Der neue Katalog bietet übrigens auch die Möglichkeit, gezielt nach Büchern in Vollschrift oder der sog. Kurzschrift zu suchen, was besonders für Leseanfänger sehr hilfreich ist. Natürlich ist auch die Recherche nach bestimmten Autoren und Themenbereichen oder Erscheinungsdaten möglich.
Aber auch den über hunderttausend Menschen, die im Alter erblindet sind und keine Blindenschrift lesen können, sondern auf Hörbücher angewiesen sind, bietet der Onlinekatalog ganz neue Möglichkeiten. Auch sie können jetzt ihr Lieblingsbuch so komfortabel wie die Brailleschriftleser aus dem Bestand von über 65.000 Titeln auswählen. Sollte übrigens ein Werk nicht in der Marburger Bibliothek verfügbar sein, wird es natürlich besorgt.
Mit der neuen Internetseite will die blista als eines der europaweit wichtigsten Bildungs-, Rehabilitations- und Medienzentren aber nicht nur die Suche nach ausleihbaren und käuflichen Punktschriftbüchern erleichtern, sondern auch über die Blindenschrift allgemein informieren. So kann man sich auf www.blindenschrift.net mit einem Blindenschriftsimulator selbst einen Text erstellen, kann sich über die Herstellung von Brailleschriftbüchern informieren, bekommt Hinweise zum Erlernen der Blindenschrift und erfährt einiges zur Person von Louis Braille. [...]
Es ist schon beinahe zum Ritual geworden: Kurz nachdem der Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA) die monatlichen Arbeitslosenzahlen in Nürnberg verkündet hat, versendet Hubert Hüppe, behindertenpolitischer Sprecher der CDU-Bundestagsfraktion, eine Pressemeldung und verkündet die Entwicklung der Zahlen für den Bereich der Schwerbehinderten:
"Bereits zum vierten Mal innerhalb der letzten sechs Monate entwickelten sich die Arbeitslosenzahlen schwerbehinderter Menschen besser als die Vergleichszahlen aller Arbeitslosen.
Im vergangenen Monat sank die Zahl der arbeitslosen schwerbehinderten Menschen gegenüber November 2007 um 0,85 % auf 156.199. Die Zahl aller Arbeitslosen stieg von 3.378.651 um 0,81 % auf 3.406.371. Diesen Trend gilt es zu verstetigen. [...]"
...und damit meint Herr Hüppe natürlich nicht die Vollbeschäftigung Schwerbehinderter bei steigender Massenarbeitslosigkeit sondern bezieht sich allein auf die Entwicklung bei den Schwerbehinderten.
In diesem Sinne bis zum nächsten Mal
Ihr
Michael Herbst
DVBS Öffentlichkeitsarbeit
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