Deutscher Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf e.V.

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Verein & Selbsthilfe

Aus der Arbeit des Fachausschusses für die Belange Sehbehinderter (FBS) 1997

von Rita Schwörer

Die beiden regulären Sitzungen des Fachausschusses fanden am 12. und 13. April in Esslingen und am 23. April in Köln statt. Die Fachausschußmitglieder waren auch auf dem DBV-Seminar für die Landesvertreter für die Belange Sehbehinderter im Februar 1997 vertreten. Außerdem organisierte und koordinierte der Fachausschuß einen Informationsstand auf dem Wiesbadener Augenärztekongress vom 20. bis 23. November 1997.

Schwerpunktthemen und Ergebnisse

Sehbehindertengeld

Vom Verwaltungsrat des Deutschen Blindenverbands (DBV) sowie vom Arbeitsausschuß des DVBS wurde eine Resolution verabschiedet, in der die Notwendigkeit der Einführung bzw. Erhaltung von Sehbehindertengeld beschrieben wird und in der sich die Verbände verpflichten, das ihnen Mögliche zu tun, dieses Ziel zu erreichen. Diese Resolution wurde vom Fachausschuß für die Belange Sehbehinderter vorbereitet.

Verbandsübergreifendes Ansprechpartnernetz für Sehbehinderte

Das Einführungsseminar als Anfangspunkt für das verbandsübergreifende Ansprechpartnernetz konnte aufgrund von mangelnder Finanzierung im Jahr 1997 nicht realisiert werden. Offen ist, ob es möglich ist, dieses 1998 zu realisieren.

Low Vision

Zum Themenbereich "Low Vision" erarbeiteten wir ein Grundlagenpapier, das in der Vereinszeitschrift veröffentlicht wurde. Weiterhin erarbeiteten die Teilnehmenden des Seminars des Deutschen Blindenverbands im Februar Forderungen zum Themenbereich "Low Vision", u. a. die Ausbildung von Low-Vision-Trainern in Deutschland, um eine Low-Vision-Beratung/Sehhilfenberatung flächendeckend sicherzustellen, sowie das Forcieren einer Ausbildung für Low-Vision-Optiker.

Zusammenarbeit mit anderen Fachausschüssen

Im Rahmen des BITE-Projektes in Hamburg, des EBSGO-Projektes der Blista in Marburg und der AG Großschrift arbeitete der FBS eng mit dem (Gemeinsamer Fachausschuß für Informationstechnik (FIT) zusammen. Die Zusammenarbeit mit dem GFUV (Gemeinsamer Fachausschuß für Umwelt und Verkehr) fand Ausdruck in den Empfehlungen zur sehbehindertengerechten Gestaltung von Kur- und Erholungsheimen, die vom FBS erarbeitet wurden. Diese wurden 1997 vom DBV verabschiedet und an die entsprechenden Adressaten weitergeleitet.

Hilfsmittelversorgung

Mit dem tatsächlichen Erscheinen des neu verfaßten Hilfsmittelkataloges der Krankenkassen ging die Festsetzung von Festbeträgen für einige Sehhilfen einher. Hierzu wurden einige Stellungnahmen von den einzelnen Verbänden geschrieben, und das Thema wurde im Fachausschuß diskutiert. Leider war es uns nicht möglich, die Belegung vergrößernder Sehhilfen mit Festbeträgen zu verhindern bzw. angemessenere Festbeträge im Bereich der Lupen zu erzielen. In Auszügen stellten wir fest, daß auch die Heil- und Hilfsmittelverordnung für Betroffene nachteilige Formulierungen enthält, die zum Teil dem Hilfsmittelkatalog widersprechen.

Der Fachausschuß für die Belange Sehbehinderter schrieb aufgrund dieser Erfahrungen einen Brief an die Vorstände der im Fachausschuß vertretenen Verbände. In diesem Brief schlugen wir den Verbänden unter anderem vor, nach Gutachtern Ausschau zu halten, die für Fachgutachten, die in kurzer Zeit erstellt werden müssen und in Zukunft notwendig sein werden, z. B. aus dem Bereich der Augenärzte und Optiker. Weiterhin schlugen wir vor, unsere Belange bei den größeren Dachorganisationen einzubringen.

Öffentlichkeitsarbeit

Der FBS bereitete den Informationsstand auf dem Wiesbadener Augenärztekongreß vor und erstellte Plakate sowie ein gemeinsames, verbandsübergreifendes Informationsblatt zum Thema Sehbehinderung. Im vergangenen Jahr waren die Kongreßteilnehmerinnen und -teilnehmer am Material der Verbände der Selbsthilfe sehr interessiert, und es entstanden viele fruchtbare Gespräche. Daher denken wir, daß es anzustreben ist, auch in Zukunft solche Informationsstände zu organisieren. Die Idee des gemeinsamen Sehbehindertenaktionstags 1998 vom BFS (Bund zur Förderung Sehbehinderter) begrüßte der FBS und forcierte seine Realisierung.

Die beiden Themen "Öffentlichkeitsarbeit für Sehbehinderte" sowie die "Sicherstellung der Qualität von und Versorgung mit Hilfsmitteln" werden auch 1998 Schwerpunktthemen der FBS-Arbeit darstellen.

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