Deutscher Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf e.V.

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Verein & Selbsthilfe

Fachausschuß für Informations- und Telekommunikationssysteme (FIT)
Bericht 2000

Regie:

DBSV

Mitglieder:

Karsten Warnke (DVBS, Ausschussleiter)
Konrad Gerull (PRDV)
Richard Heuer (ISCB)
Erhard Hoffmann (BKD)
Ulrich Kalina (VBS)
Werner Krauße (DBSV)
Heinz Pinell (DVBS)
Johannes Sprich (DBSV)

Bericht

Der FIT tagte dreimal im Millenniumsjahr und konnte hierbei einen wichtigen Themenkomplex weitgehend abschließen. Das Schwerpunktthema der vergangenen Jahr war "Multimedia und Netze". Die grafisch orientierte, multimediale Entwicklung der EDV-Technik, der Siegeszug von Internet und E-Mail im privaten wie beruflichen Bereich stellte den Ausschuss vor die Aufgabe, die Bedingungen zu benennen und zu fordern, die für den Zugang Blinder und Sehbehinderter zur IT-Welt des 21. Jahrhundert notwendig sind. Der FIT ist sich einig, dass es keine Sonderlösungen für Blinde und Sehbehinderte geben darf, sondern dass diese insbesondere im Hinblick auf den Erhalt von Arbeitsplätzen im Bürobereich durch die geeigneten Hilfsmittel in die Lage versetzt werden müssen, die Windowsprogramme und den heutigen PC-Standard zu bedienen. Diese Überlegungen führten den FIT zu einer Trilogie der Anforderungen an die technische Zugänglichkeit:

Mit diesen drei Papieren sind die unverzichtbaren technischen Voraussetzungen für die Zugänglichkeit zu Multimedia und Netzten benannt. Für den Zugang ist jedoch noch eine fachgerechte und sachkundige Bedienung durch den Anwender erforderlich. Barrierefreie GUIs und Internetseiten plus leistungsstarke Screenreader können ihren Zweck nicht erfüllen, wenn keine auseichend intensive und gute Schulung stattgefunden hat. Der FIT widmete sich daher auf seiner dritten Sitzung im Oktober im Rahmen eines ersten Expertengesprächs dem Thema "Qualität von Schulung". Ziel ist die Erarbeitung von Merkmalen und Anforderungen, die eine EDV-Schulung erfüllen muss, um Blinde und Sehbehinderte in die Lage zu versetzten, die Screenreader sachgemäß nutzen und eigenständig und zeitgemäß am PC arbeiten zu können.

Darüber hinaus erschien 2000 die Broschüre "Fit im Beruf", in welcher der FIT präzise und verständlich beschreibt, wie Blinde und Sehbehinderte am PC arbeiten, welche Hilfsmittel es gibt, wie sie arbeiten und welche Förderungsmöglichkeiten bestehen. Die Broschüre richtet sich nicht nur an Arbeitgeber und Schwerbehindertenvertrauensleute, sondern auch an die breite Öffentlichkeit. Viele wissen nicht, dass und wie Blinde und Sehbehinderte an einem modernen EDV-Arbeitsplatz arbeiten können; "Fit im Beruf" informiert und nennt Ansprechpartner für weiterführende Informationen. Die Broschüre ist kostenlos beim DBSV-Referat für Öffentlichkeitsarbeit in Berlin erhältlich.

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