Deutscher Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf e.V.

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Verein & Selbsthilfe

Gemeinsamer Fachausschuß für allgemeine Hilfsmittel (GFaH)
Bericht 1999

Regie:

DBSV

Mitglieder:

Ernst-Dietrich Lorenz (DVBS, Ausschußleiter)
Jürgen Beer (DBSV)
Wolfgang Bleck (BKD)
Jacqueline Boy (VBS)
Regina Haar (DBSV)
Klaus Jürgen Schwede (DVBS)
Annegret Walter (DBSV)

Bericht

Der GFaH trat 1999 in nahezu neuer Besetzung und mit neuer Leitung zusammen. Auf der "konstituierenden" Sitzung am 19./20. Februar 1999 befaßte man sich daher auch mit Grundsatz- und Organisationsfragen. Die Ausschußmitglieder sind sich einig, daß es prinzipiell unrealistisch ist, von der Industrie Sondermodelle für Blinde und Sehbehinderte zu fordern. Wegen der geringen Stückzahl wären diese wirtschaftlich uninteressant und nicht bezahlbar. Stattdessen muß angestrebt werden, blinden- und sehbehinderengerechte Gestaltung wie Sprachausgabe und kontrastreiche Gestaltung in die Serienproduktion einfließen zu lassen. Hierbei muß mit dem Kundenkreis älterer Menschen argumentiert werden, die ähnliche Bedürfnisse haben (leichte Bedienbarkeit, übersichtliche Gestaltung etc.) wie Blinde und Sehbehinderte. Die Erfahrung hat jedoch gezeigt, daß es ein mühsamer und oft ergebnisloser Weg ist, den Kontakt zu den Entwicklungsabteilungen größerer Hersteller zu suchen und aufrechtzuerhalten. Positiv ist jedoch, daß Werbung und Industrie inzwischen die Senioren als kaufkräftige Zielgruppe entdeckt hat.

Positiv könnte auch der Trend zur Entwicklung immer kleinerer Handies sein. Dies könnte letztlich dazu führen, daß für ein Display kein Platz mehr ist und die Ausgabe nur über Sprache erfolgen würde. Dies wäre für Blinde und Sehbehinderte ideal; aber andererseits geht der Trend dahin, auch Interneit-Seiten über das Handy-Display lesbar machen zu wollen.

Auch 1999 gab der GFaH wieder das "Schaufenster" als Beilage zur Gegenwart heraus (Redaktion: Regina Haar), das Ergebnisse der Ausschußarbeit publik machen soll.

Schwerpunktthemen der Ausschußtätigkeit waren:

Ein wichtiges Projekt, das den Arbeitsschwerpunkt bestimmen wird, die Erstellung von Richtlinien zur blinden- und sehbehindertengerechten Gestaltung von elektronischen Gebrauchsgegenständen. Diese wird sich (zunächst) an Sony richten, deren Firmenvertreter auf der Audiodeskriptions-Veranstaltung "Anders sehen" in Mainz aussagte, man wäre bereit, etwas für Blinde und Sehbehinderte zu produzieren, wenn man wüßte, wie dies aussehen muß. Die Richtlinien wurden im Rundlaufverfahren abgestimmt. Der überarbeitet Entwurf ist auch an den Fachausschuß für die Belange Sehbehinderter geschickt worden, damit dieser ggf. die Anliegen sehbehinderter ergänzen kann. Die Richtlinien werden zum Jahresbeginn 2000 vorliegen.

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