Deutscher Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf e.V.

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Verein & Selbsthilfe

Gemeinsamer Fachausschuß für allgemeine Hilfsmittel (GFaH)
Bericht 2001

Der Gemeinsame Fachausschuss für allgemeine Hilfsmittel (GFaH, Leiter: Ernst-Dietrich Lorenz, DBSV), ist mit Vertretern der Bundesverbände DBSV, DVBS, VBS und BKD besetzt. Der Ausschuss setzt sich mit den verschiedensten technischen und nicht-technischen Hilfsmitteln und Produkten auseinander, sofern sie nicht (unmittelbar) mit dem Computer zusammenhängen. Die Einforderung der Ansprüche, die Blinde und Sehbehinderte an Design, Ausstattung und Bedienbarkeit von Geräten stellen, ist eine Aufgabe, die der GFaH gegenüber Herstellern und Entwicklern wahrnimmt. Hierzu sind stetige Marktbeobachtung und die produktspezifische Formulierung der Anforderungen beständige Aufgabe. Der GFaH tagte wiederum zweimal. Neben der Begutachtung kleiner Hilfsmittel für den Alltag und von Spielen hinsichtlich ihrer Benutzbarkeit durch blinde und sehbehinderte Menschen standen folgende Schwerpunktthemen im Mittelpunkt des Interesses: Einmal die Bedienbarkeit von Handys über das einfache Telefonieren hinaus, also immer wieder die Suche nach Handys, die durch Sprachausgabe für unsereins sagen, was sie denn aus den Eingaben des Anwenders machen wollen bzw. die durch Aussprechen von Menüs die möglichen Bedienfunktionen zugänglich machen.

Zwei mögliche Lichtblicke sind:

Weiter beschäftigte den Ausschuss die Frage nach der Bedienbarkeit künftiger Haushaltsgeräte und der Unterhaltungselektronik. Es wurde ein Anforderungsprofil für DVD-Recorder erarbeitet. Experimente mit Display-Lesegeräten gelangten bisher leider nicht zu einem erfolgreichen Abschluss; damit wäre ein großer Schritt getan. Die Frage nach der Sprachsteuerung z. B. von Videorecordern beschäftigte uns ebenfalls weiter. Ein aus Sicht der GFaH-Mitglieder viel versprechendes System ist aus einem Projekt "Jugend forscht" hervorgegangen. Dabei werden vom Anwender kurze Texte in das Gerät gesprochen. Anschließend wird eine elektronische Markierung an dem Gegenstand befestigt. Führt man später das Gerät an dem Gegenstand wieder vorbei, spricht es die eigene Aufsprache wieder aus. Das Gerät soll ab Frühjahr 2002 unter dem Namen NOSCO für etwa 300 Euro beim VzFB erhältlich sein.

Steter Tropfen höhlt manchmal vielleicht doch den Stein. Nachdem jahrelang nur Abwiegelung von Seiten der Banken und Automatenindustrie zu vermelden war, war die Firma Wincor-Nixdorf an den DBSV herangetreten, weil offensichtlich doch einige Banken nach Geldautomaten mit Sprachausgabe fragten. Es ist ein Anforderungsprofil entwickelt worden, das sich auch an den praktischen Realisierungsmöglichkeiten orientiert.

Die unter Mitwirkung der EBU entwickelten Münzen lassen sich gut unterscheiden. Hinsichtlich der Scheine können endgültige Aussagen erst gemacht werden, wenn die echten Scheine da sind, denn sowohl die Farbgestaltung der Muster, als auch die Tastmöglichkeiten waren nicht wirklich prüfbar. Der GFaH setzte sich für die Fertigung wirklich auf die Größe der Euro-Münzen abgestimmter sog. Groschenboxen ein. An der endgültigen Gestaltung des von CareTec im Auftrag der EZB gefertigten Cashtestes hatte der GFaH sich beteiligt. Die Landkarten der Deutschen Blindenstudienanstalt fielen positiv auf. Sowohl das matte Kunststoffmaterial, als auch die Art der Informationsdarbietung sind gut. Mit dem "Schaufenster" (Redaktion: Regina Haar, DBSV) gibt der GFaH alle zwei Monate eine Beilage zur "Gegenwart" heraus, in der blinde und sehbehinderte Leser und Leserinnen eine Auswahl nützlicher Gebrauchsgegenstände finden.

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