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Die hessische Vertretung nutzte bei der deutschen Meisterschaft im
Goalball den Heimvorteil und sicherte sich ungeschlagen den Titel.
Die Mannschaften aus den neuen Bundesländern blieben
hinter den Erwartungen zurück.
Das Turnier in Marburg war die erste deutsche Meisterschaft im Goalball, bisher wurden nur
im Torball Titelkämpfe ausgetragen. Im Gegensatz zum Torball ist beim Goalball das Spielfeld größer und der Ball schwerer. Insgesamt ergeben
sich im Spiel mehr Variationsmöglichkeiten.
Obwohl international nahezu ausschließlich Goalball gespielt wird, gibt es in den
alten Bundesländern nur eine Handvoll Goalballspieler. Dennoch stellt Deutschland den amtierenden Weltmeister.
Insgesamt
neun Mannschaften aus sieben Landesverbänden beteiligten sich an der Meisterschaft. Bayern und Sachsen stellten jeweils zwei Teams.
Die heimische Mannschaft, der ausschließlich Spieler der SSG Blista Marburg angehören, war schon vor Turnierbeginn leicht
favorisiert. Immerhin finden sich mit den Marburgern Jens Hellenschmidt, Volker Dein und Andreas Bethke drei Spieler aus der
Weltmeistermannschaft in ihren Reihen. Komplettiert wurde das hessische Team durch Michael Bussewitz von der SSG Blista Marburg und
Michael Becker, der das Goalballspielen ebenfalls bei der SSG Blista Marburg erlernt hat, inzwischen aber für Frankfurt spielt.
Doch auch das Team Bayern II und die Vertretung Niedersachsens machten sich berechtigte Hoffnungen auf den Titel. Ebenfalls hoch
eingeschätzt wurden die Mannschaften aus den neuen Bundesländern, in denen ausschließlich Goalball gespielt wird. Immerhin gehören einige
Spieler der Mannschaft Sachsen II zum neuformierten Nationalkader.
Von Anfang an setzte die hessische Mannschaft die
Akzente. Souverän wurden die ersten Spiele, teilweise zweistellig, gewonnen. Auch die stark eingeschätzten Mannschaften aus den neuen
Bundesländern konnten den Hessen nichts entgegensetzen.
Die Entscheidung über die Meisterschaft fiel jedoch in den
beiden letzten Spielen gegen Niedersachsen und Bayern II. Die Niedersachsen hatten nach einem Unentschieden ihre weiteren Spiele
gewonnen und konnten den verlustpunktfreien Hessen im direkten Vergleich den Titel streitig machen. Die Bayern hatten zwar keine Chance
mehr auf den Titel, aber der zweite Platz war noch möglich.
Die Hessen hatten sich während des sehr langen Wettkampfes
ihre Kräfte gut eingeteilt. Deshalb konnten sie die Vertretung aus Niedersachsen von Anfang an unter Druck setzen und letztlich auch verdient
mit 10:2 gewinnen. Auch im abschließenden Prestigeduell gegen Bayern II behielten die Hessen mit 7:5 ihre weiße Weste.
Mit 16:0 Punkten und beeindruckenden 86:12 Treffern gewann Hessen die Meisterschaft vor Niedersachsen und den drittplazierten
Bayern. Als bestes Team aus den neuen Bundesländern kam Sachsen I auf den vierten Platz.
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