



Suchen Sie in horus aktuell, unserem Newsletter, und horus online, unserer Vereinszeitschrift:
Seit November 1993 ist der "Stadtführer für blinde und sehbehinderte Menschen in Bremen" erhältlich.
Bereits 1989 setzten sich die in Bremen ansässigen Blindenorganisationen gemeinsam mit der Landesarbeitsgemeinschaft Hilfe für Behinderte (LAGH) zusammen, um in Anlehnung an den "Bremer Stadtführer für Behinderte" auch einen Stadtführer für blinde und sehbehinderte Menschen zu entwickeln. Schon bald stellte sich heraus, daß der Behindertenstadtführer keine Grundlage für die Erarbeitung eines Stadtführers bot, der die Belange der sehgeschädigten Personen ansprechen würde.
So planten wir, genaue Ortsbeschreibungen von wichtigen Punkten in Bremen wiederzugeben. Bei der Formulierung fiel uns auf, daß dies blinde Menschen dazu ermuntern könnte, sich selbständig und ohne Ortskenntnis auf den Weg zu machen, da wir sehr ins Detail gingen. Dies erschien uns jedoch zu gefährlich, da sich damit Betroffene in Gefahrenbereiche begeben könnten, die sie nur anhand des Stadtführers nicht hätten abschätzen können.
So informiert unsere jetzige Fassung z.B.
- über die Lage der Stadtteile Bremens,
- über Busse und Bahnen,
- über Taxientfernungen,
- über Bahnhöfe und den Flughafen,
- über Theater und Museen,
- über Beratungsstellen, Blindenorganisationen und Behörden,
- wo ein Optacon ausgeliehen werden kann,
- daß jede Bibliothek auch über eine Kassettenausleihe verfügt
- und vieles mehr.
Dem gemeinsamen Engagement der Blindenorganisationen und der LAGH ist es zu verdanken, daß die Sozialbehörde die Finanzierung der Sachkosten übernahm. Dennoch muß ein Kostenbeitrag von 10 DM für blinde und sehbehinderte Personen und von 20 DM für sehende Personen, Organisationen u.ä. erhoben werden, um die Finanzierung einer Erneuerung (vermutlich bereits in 2 - 3 Jahren) sicherzustellen.
Der "Stadtführer für blinde und sehbehinderte Menschen in Bremen" umfaßt fünf Kassetten, die gut gegliedert und mit akustischen Signaltönen versehen sind. Zu beziehen ist er in der Blinden- und Sehbehindertenberatungsstelle, Contrescarpe 3, 28203 Bremen, Tel.: 0421/326636.
Wir schicken Ihnen gerne ein Exemplar zu und hoffen gleichzeitig, daß unser Projekt in anderen Städten Nachahmung findet.
Zurück zum Inhalt von 1/1994 |horus im Überblick
Startseite
|
Kontakt
|
Impressum |
Hilfe