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Herr Neubert wurde am 7. Mai 1924 in Bremen geboren. Die Kriegsjahre haben sicherlich seinen Lebensweg entscheidend geprägt. Gerade 21 Jahre alt geworden ging er nach der Kapitulation konsequent einen Weg, den er zeitlebens nicht mehr verließ. Das Motto dieses Weges lautete: Sich für benachteiligte Menschen einsetzen.
Als Inspektorenanwärter war er von Anfang an im Sozialbereich tätig. Er organisierte schon bald nach Kriegsende Fahrten für Jugendliche und Kinder an die Nordsee, kümmerte sich persönlich um die Unterbringung und die Quartiere, tat Geldquellen auf, um dieses Anliegen zu fördern.
Kurt Neubert machte im Sozialbereich Karriere und war Ende der 60er Jahre Oberregierungsrat beim Senator für Jugend und Soziales in Bremen. Im Jahr 1970 siedelte die Familie Neubert nach Kassel über. Bis zu seinem Ruhestand im Jahre 1989 verbrachte er damit fast die Hälfte seiner beruflichen Tätigkeit in Hessen und war am Ende Leitender Verwaltungsdirektor des Dezernats Hauptfürsorgestelle im Landeswohlfahrtsverband.
Einen halbwegs sachgemäßen Überblick über sein vielfältiges Wirken erhält man erst, wenn man die vielen Funktionen in diversen Verbänden und Einrichtungen aufzuzählen beginnt, die er außerdem innehatte. So war er lange Jahre Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft der Hauptfürsorgestellen, er war Vorsitzender des beratenden Ausschusses für Kriegsbeschädigten- und Kriegshinterbliebenenversorgung beim Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung, er war zweiter Landesvorsitzender und Vorsitzender des sozialpolitischen Ausschusses des Reichsbundes, Landesverband Hessen, und vieles mehr.
Vom 20. Oktober 1990 bis zu seinem Tod war er Vorsitzender der Deutschen Blindenstudienanstalt - Bildungs- und Hilfsmittelzentrum für Blinde und Sehbehinderte e.V. - in Marburg. Wir verlieren in dem Verstorbenen eine Persönlichkeit, die durch seine fachlichen Qualitäten und große Erfahrung stets mit fundiertem Rat zur Lösung unserer Aufgaben beigetragen hat. Sein Wirken für die Institution war geprägt von hohem Verantwortungsbewußtsein und umfassender Kompetenz.
In Dank und Wertschätzung wird die Deutsche Blindenstudienanstalt Herrn Neubert ein ehrendes Andenken bewahren.
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