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Das Sportjahr 1996 der SSG Blista Marburg begann mit einem Fehlstart. In der Rückrunde der Hessenmeisterschaften im Torball verloren die Männer den dritten Platz, den sie nach der Hinrunde inne hatten. Die Mannschaft, die aus David Georgi, Lars Bosselmann, Thomas Horn, Udo Rzepka und Trainer Stefan Rudnick bestand, wurde in der Endabrechnung enttäuschender fünfter. Die 2. Marburger Mannschaft belegte erwartungsgemäß den 6. Platz. Somit fuhrt nicht einmal eine Marburger Mannschaft zur Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften. Dies hatte es seit mehr als 10 Jahre nicht mehr gegeben. Besser hingegen machten es die Torballfrauen. In Ihrer Hessenmeisterschaft setzen sie sich gegen die beiden Gegner in einer Doppelrunde mit vier Siegen souverän durch und Qualifizierten sich somit für die Deutschen Meisterschaften in Saarbrücken. Da die Trainerin Corinna Fricke während dieser Meisterschaft ihre Examensprüfungen absolvierte, wurde das Team von Eberhart Borchert und Achim Bayer betreut. Als Maßgabe wurde dem Team ein Platz im Mittelfeld an die Hand gegeben. Zwar fing das Turnier für die Marburgerinnen nicht ganz glücklich an (4:7 gegen Stuttgart, 2:1 gegen Offenbach und 3:5 gegen Dortmund-Deusen) aber im vierten Spiel gegen Altmeister Nürnberg wuchs die Mannschaft über sich hinaus und gewann mit 4:2. Diese Tendenz setzte sich bis zu letzten Vorrundenspiel (Siege gegen München, Bremen, Dortmund), das gegen Langenhagen verloren wurde, fort. Somit erreichte die Mannschaft völlig überraschend als Vorrunden dritte das Halbfinale. Hier unterlagen die Marburgerinnen erneut Stuttgart. Im Spiel um Platz drei setzten sich dann Susanne Aatz, Anja Pfaffenzeller, Barbara Rubin, Marion Peterreins und Kristiane Möller gegen Dortmund-Deusen mit 5:3 durch und holten völlig überraschend Bronze.
Bei den Deutschen Meisterschaften der Goalballer wurde das Ergebnis noch besser. Die Mannschaft bestand aus den Nationalspielern Andreas Bethke, Michael Bussewitz und Michael Kriesten, sowie aus Burkhart Hautow und Michael Herbst. Dieses Team, das von Trainer Thomas Bärz betreut wurde, gewann in der Vorrunde souverän die Spiele gegen Bremen, Berlin, Dortmund-Gelsenkirchen und München. In der Zwischenrunde gewannen die Marburger auch die Spiele gegen die besten drei der anderen Gruppe (Leipzig, Königs Wusterhausen und Bonn) klar. Somit zog das Team als beste Mannschaft ins Halbfinale ein. Hier wurde es aber zu einer Zitterpatie gegen Bremen. Nach der Regulären Spielzeit und auch nach der Verlängerung stand es jeweils 1:1. Im Penaltyschießen, worin die Marburger beim Euro-Cup im letzten Jahr Erfahrungen sammeln durften, setzten sie sich diesmal aber durch. Nach schwierigem Start setzte sich die Mannschaft im Finale gegen Bonn dann doch noch mit 4:2 durch und verteidigten damit ihren Titel aus dem Vorjahr.
Auch der Start der Leichtathleten in die neue Saison lief erstaunlich erfolgreich. Bei einem Einladungsturnier in Mailand zeigte sich Sebastian Veit (B1) schon recht gut in Form. Er Stieß die Kugel auf 6,49 m (4. Platz) und lief die 100 m in 14,6 s. Trotz seiner Verletzung zeigte auch Ulrich Striegel (B3) schon gute Ergebnisse. Er stieß die Kugel auf 8,50 m und sprang 5,91 m weit. Beide Ergebnisse bedeuteten den 1. Platz. Achim Bayer lief ohne Training nach dreijähriger Wettkampfpause die 100 m noch in 12,7 s. Hier mußte er sich seinem Vereinskammeraden Thomas Validis (12,0 s) und einem Lokalmattadoren (11,7 s) geschlagen geben. Thomas Validis wurde im Weitsprung 2. und gewann souverän das Diskuswerfen mit 29,30 m. Der herrausragendste Athlet war Marco Sraier (B2), der in allen seinen drei Disziplinen neue persönliche Bestleistungen aufstellte. Über die 100 m lief er 13,3 s und belegte damit den 3. Platz. Im Weitsprung sprang er nach 2 ungültigen Versuchen 4.66 und zum Abschluß lief er über die 1500 m 5:26,8 Min. Die hier aufgeführten Leistungen und Ergebnisse lassen hoffen, daß auch dieses Jahr wieder sehr erfolgreich für die SSG Blista Marburg verlaufen wird.
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