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Kunstwerke aus dem alten Ägypten - Eine Ausstellung zum Tasten und Sehen
In 20 Exponaten informiert diese Ausstellung über die Kunst einer der interessantesten Kulturen des Altertums - die des "Alten Ägypten". Gezeigt werden Replikate von Kunstwerken, deren Originale sonst nur in den großen Museen der Welt zu besichtigen sind. Die Ausstellung wird gemeinsam von den Museen Wilnsdorf, dem Blindenbund in Hessen, der Deutschen Blindenstudienanstalt und dem Deutschen Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf veranstaltet und möchte Blinde und Sehende gleichermaßen ansprechen.
Claus S. Kowallik, Museen Wilnsdorf, der für Konzeption, Didaktik und Katalog-Text verantwortlich zeichnet und die Realisierung mit großem Engagement vorantreibt, beschreibt die Bedeutung der "Alten Ägypter" wie folgt:
"... Geschaffen in einer Zeit, als in unseren Breiten gerade die Steinzeit zu Ende ging, erreichten diese Arbeiten nicht nur ästhetische Höhen, sondern sind auch technische Wunder, denn sie wurden mit einfachsten Werkzeugen gefertigt - von Menschen eines Volkes, das nicht einmal den Begriff "Künstler" kannte - nicht einmal ein Schriftzeichen dafür hatte.
Erfinder des Kalenders mit 365 Tagen, der Uhr, der Schrift und Mathematik, Erbauer der ersten Steinhochhäuser der Welt - der Pyramiden, einer Medizin, die schon Gehirn-, Nasen- und Wirbelsäulenoperationen beherrschte, die Zuckerkrankheit schon erkannte und therapierte - die alten Ägypter haben die Menschheit aus ihrer Kindheit herausgeführt ..."
Ort: Deutsche Blindenstudienanstalt, RES, Biegenstraße 22, 1. Stock
Öffnungszeiten: vom 9. bis 27. Juni 1997
Montag bis Freitag von 14.00 bis 18.00 Uhr
Gruppen können die Ausstellung nach vorheriger Vereinbarung auch vormittags und am Wochenende besuchen.
Anmeldung: Tel.-Nr. 06421/606-173
Zur Einstimmung haben wir für Sie eine Kassette zusammengestellt, die Sie mit geschichtlichen und kulturellen Aspekten Ägyptens vertraut macht. Diese Kassette ist ab Mai 1997 gegen eine Schutzgebühr von 10,- DM bei der Deutschen Blindenstudienanstalt, Abteilung Vertrieb, Postfach 1160, 35001 Marburg, Tel. 06421/606-417, zu bestellen oder beim Hilfsmittelverkauf der RES, Biegenstr. 22, 1. Stock, erhältlich. Der Katalog wird zur Eröffnung der Ausstellung vorliegen.
(aus: Blista-NEWS März 1997)
Weiterführende Literatur in Punktschrift und auf Kassette
Ceram, C. W.: Götter, Gräber und Gelehrte. Roman der Archäologie. Marburg: Deutsche Blindenstudienanstalt 1952, Bestell-Nr. 1514, Kurzschrift, Preisgr. II, 5 Bde, DM 189,-
Wer von uns macht sich Gedanken darüber, woher unser Wissen über das Griechenland Homers, über das Zweistromland der Bibel, über Babylonien und Assyrien, über Ägypten und über die alten Reiche in Mittelamerika stammt- In diesem Buch erarbeiten wir uns dieses Wissen und werden gleichzeitig unterhalten.
Fischer, Norbert: Die Pharaonen im Neuen Reich. 18. bis 20. Dynastie (1552 bis 1070 v. Chr.). Marburg: Deutsche Blindenstudienanstalt 1994. Bestell-Nr. 3783, rk., Preisgruppe I, 1 Hbd, DM 22,90.
Hier werden in Kurzform die Pharaonen im sogenannten "Neuen Reich", das über 500 Jahre dauerte, vorgestellt. In dieser Zeit erreicht Ägypten seine größte Ausdehnung, baut Königin Hatschepsut ihren berühmten Terrassentempel, regiert der Ketzerpharao Echnaton mit seiner Gemahlin Nofretete, lassen Ramses II. und Tut-ench-Amun prächtige Bauten errichten. Das Buch erhebt nicht den Anspruch einer vollständigen wissenschaftlichen Abhandlung. Für Leser, die ihre Kenntnisse vertiefen wollen, hat der Autor eine Literaturliste beigefügt.
Friedell, Egon: Kulturgeschichte Ägyptens und des Alten Orients. Leben und Legende der vorchristlichen Seele. Vorhanden in Marburg, Deutsche Blinden-Bibliothek - EKB -, 9 handschriftl. Bde.
Krassa, Peter/Habeck, Reinhard: Das Licht der Pharaonen. Hochtechnologie und elektrischer Strom im alten Ägypten. München: Herbig 1992. Vorhanden in Marburg, Deutsche Blinden-Bibliothek - DBH - 7 Kass., Nr. 7810, Sprecherin: Christine Klimas.
Autoren, ein Journalist und ein Vermessungstechniker, der sich mit grenzwissenschaftlichen Phänomenen beschäftigt, interpretieren alte ägyptische Hieroglyphentexte zeitgemäß und kommen dabei zu der Überzeugung, daß Priester des Pharaonenreiches über sensationelle Hochtechnologie verfügten.
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