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"Wir haben viel gelernt und es hat vor allem sehr viel Spaß gemacht", sagte Thorsten Büchner stellvertretend für die Schülerinnen und Schüler anläßlich der offiziellen Einweihung durch den Oberbürgermeister der Universitätsstadt Marburg Dietrich Möller.
Die Klasse 10b hatte sich im letzten Schuljahr im Erdkundeunterricht mit alternativen Energieträgern und speziell mit der Nutzung der Sonnenenergie beschäftigt. Gemeinsam mit den Ingenieuren der Firma Wagner & Co. und unter Anleitung ihres Fachlehrers Rolf Niggemeyer wurden die Sonnenkollektoren auf dem Flachdach der Sporthalle installiert. Die Anlage wurde im Rahmen eines "Energiepädagogischen Programms" zu 90 % von den Stadtwerken Marburg finanziert. Die restlichen 10 % der Kosten von insgesamt ca. 25.000 DM werden von der Carl-Strehl-Schule getragen. Insgesamt sind sieben Marburger Schulen an diesem Projekt beteiligt, unter denen ein intensiver Erfahrungsaustausch angestrebt wird.
Was ist eigentlich Photovoltaik-
Photovoltaik (PV) wird insbesondere dort eingesetzt, wo kleine Strommengen große Wirkungen erzielen sollen. In den Drittwelt- Ländern dient sie zur Entwicklungshilfe, indem auf diese Weise billig eine Energieversorgung der Einzelhaushalte möglich ist. Außerdem liegen diese Länder in Zonen mit ausdauernder Sonneneinstrahlung.
1993 wurden in der BR Deutschland durch an das Netz angeschlossene PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 6 Megawatt (MW) ca. 5 Mill. kWh Strom erzeugt und ins Netz eingespeist. Nach Untersuchungen des Wirtschaftsforschungsinstituts "Prognos" ist im Jahr 2010 die Erzeugung von 508 Mrd. kWh Strom aus PV-Anlagen in Deutschland möglich, das entspricht ca. 80 % der Bruttostromerzeugung.
Heute wird PV bereits zur Versorgung von Telefonzellen genutzt, manche Straßenlaternen werden mit PV betrieben, wiederum ein anderes Einsatzgebiet für PV ist die Energieversorgung von Niedrigenergiehäusern.
Die Photovoltaikanlage der Carl-Strehl-Schule
Die Anlage verfügt über 10 Solarmodule mit einer Gesamtfläche von ca. 10 m0;. Unter einer Neigung von 30 grad mit einer Ausrichtung nach Süden stehen die Module auf der begehbaren Dachfläche, gesichert durch einen Zaun. Diese Installation sichert die günstigste Nutzung der eingestrahlten Sonnenenergie im Jahresdurchschnitt. Der in den Modulen gewonnene Strom fließt zu einem Umwandler für Gleichstrom in Wechselstrom. Hier wird der Solarstrom in das Netz der Blista eingespeist. Dazu ist auch die Änderung der Spannung von 12 V auf 230 V erforderlich. Im Transformatorkasten befindet sich auch noch ein Prozessor mit einer Schnittstelle für die Computerprotokollierung der PV-Anlage.
Mittels einer Datenleitung von der PV-Anlage zum Foyer des Schulsekretariats werden die aktuellen Leistungsdaten der Anlage an einen Computer geleitet, so daß dort die Arbeitsdaten der Anlage abgelesen und gespeichert werden können. Die Daten dienen einerseits der Leistungsermittlung und damit der Verwertung im Unterricht, andererseits sind die Stadtwerke daran interessiert, um die Effektivität von PV zu ermitteln.
Zur Stromerzeugung:
Jedes der Module ist in der Lage, ca. 12 % der auftreffenden Sonnenstrahlung in Strom umzuwandeln. Da die Sonne etwa mit max. 10000 Watt auf die Module einstrahlen kann, erzeugt die Anlage bis zu 1,1 kW/h. Damit läßt sich ein Bildschirmlesegerät betreiben.
In Anbetracht der doch geringen Leistung der Anlage erscheint der Aufwand einer PV-Anlage als wenig effektiv, aber in erster Linie zählt bei unserer Anlage sowieso der Projektgedanke.
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