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Patricia Ahrend, Burkhard Hautow: Ein gemischtes Jahr 1997 für die SSG

Das Jahr 1997 war gleichermaßen von Erfolgen und enttäuschenden Niederlagen geprägt.

Das Jahr begann für den Verein mit der Mitgliedervollversammlung. Der dort komplett neu gewählte Vorstand setzte sich wie folgt zusammen; inzwischen waren am 19.02.98 Neuwahlen:

1. Vorsitzender Burkhard Hautow, jetzt: Patricia Ahrend

2. Vorsitzende Patricia Ahrend, jetzt Lars Bosselmann

Kassenwart Andreas Althoff, wiedergewählt

Sportwart für Goalball Andreas Bethke, wiedergewählt

Sportwart für Torball Lars Bosselmann, jetzt Mario Kratzer

Sportwart für Schwimmen Carsten Werth, wiedergewählt

Sportwart für Leichtathletik Andreas Mez, jetzt Meike Lorenz.

Auf sportlicher Ebene startete das Jahr mit der Deutschen Meisterschaft im Torball. Nach 1996 qualifizierte sich auch 1997 nur die Frauenmannschaft. Die Erwartungen nach dem letztjährigen dritten Platz wurden leider nicht erfüllt. Obwohl man gegen den späteren Turniersieger Dortmund-Deusen gewann, konnte die Mannschaft mit den Spielerinnen Anja Pfaffenzeller, Christiane Möller, Barbara Rubin, Melanie Egerer, Marion Peterreins und Trainerin Corinna Fricke nicht genügend Punkte zur Qualifikation für die Finalspiele sammeln. Am Ende blieb nur der siebte Platz.

Erfolgreicher präsentierte sich die aus den routinierten Alttorballern zusammengesetzte Mannschaft, bestehend aus Andreas Bethke, Jens Hellenschmidt, Michael Kriesten und Michael Bussewitz beim internationalen Torballturnier in Frankfurt. Die Marburger holten mit 13:1 Punkten und 28:11 Toren den Turniersieg an die Lahn.

Für die aktiven Torballer begann die Saison mit dem Einladungsturnier in Zollikofen (Schweiz) Ende Mai. Dort traten von der SSG zwei gemischte Mannschaften und eine kurzfristig gebildete Frauenmannschaft an. In der Frauenmannschaft spielten die Marburgerinnen Barbara Rubin und Annelies Müller sowie eine Spielerin aus Zollikofen. Auch ohne Coach belegten die Damen in der Vorrunde den vierten Platz und qualifizierten sich somit für das Viertelfinale. In der gleichen Gruppe kam Marburg 2 nicht über den sechsten Rang hinaus und kam in die Trostrunde. Das Team mußte sich schließlich mit Platz 11 zufrieden geben. In der zweiten Gruppe erreichte Marburg 1 mit dem dritten Platz ebenfalls das Viertelfinale. In der Endabrechnung belegte Marburg 1 den siebten Platz. Die besten Karten aus Marburger Sicht hatte an diesem Wochenende das Damenteam, welches sich für das Halbfinale qualifizieren konnte. Im Spiel um die Bronze-Medaille unterlagen die Marburger Damen dem Team Blackflash Bern aus der Schweiz. Dennoch konnten sie mit dem vierten Rang sehr zufrieden sein.

Ende Juni nahmen die Torballfrauen bei einem international gut besetzten Turnier in Dortmund-Deusen teil. Obwohl sich die Spielerinnen Barbara Rubin, Christiane Möller, Patricia Ahrend, Marion Peterreins, Melanie Egerer und Trainerin Corinna Fricke gut behaupteten, waren sie über den fünften Rang sehr enttäuscht. Die Torballherren Lars Bosselmann, David Georgi, Tobias Straub, Udo Rzepka und Uwe Hahnewald erreichten beim alljährlich ausgetragenen internationalen Einladungsturnier in Kassel den vierten Platz.

Die Goalballer ließen bei ihrer Deutschen Meisterschaft vor heimischem Publikum nichts anbrennen. Über diese Veranstaltung wurde in dieser Vereinszeitschrift berichtet.

Einer Einladung nach Klathovy (Tschechische Republik) folgten sie im Juni erstmalig ohne Nationalspieler, so daß sich Michael Herbst, Burkhard Hautow und Michael Richter bewähren konnten. Leider erreichte das Team die Finalrunde nicht und mußte sich mit dem fünften Platz begnügen. Die Enttäuschung bei den Spielern war sehr groß, da die viertplazierte slowakische Mannschaft nur aufgrund des besseren Torverhältnisses in die Finalrunde einziehen konnte.

Unter Mitwirkung der Marburger Nationalspieler Andreas Bethke, Michael Kriesten und Jens Hellenschmidt erkämpfte sich die Nationalmannschaft Anfang Juli in London die Qualifikation für die EM, die im November in Stockholm stattfand. Dort erreichten sie einen enttäuschenden siebten Platz.

Die Leichtathleten der SSG feierten Ende April in der norditalienischen Metropole Mailand einen gelungenen Saisonauftakt. Maike Lorenz, Uli Striegel und Thomas Validis konnten ihre Disziplinen souverän gewinnen. Der Nachwuchssportler Andreas Mez lief zum erstenmal die 1500 m. Er konnte mit seiner Zeit von 5:50 Minuten und dem erkämpften vierten Platz zufrieden sein.

Die Hessisch-Thüringischen Meisterschaften der Leichtathletik wurden sehr kurzfristig um drei Wochen nach vorne verlegt, so daß den Athletinnen und Athleten nur sehr wenig Zeit für die Vorbereitung blieb. Thomas Validis lief über die 100 m 12,42 s. Aufgrund der kurzen Pausen zwischen den Wettkämpfen konnte er mit der Weite von 43,44 m im Speerwurf durchaus zufrieden sein. Im Diskuswerfen schleuderte er die Scheibe auf zufriedenstellende 29,52 m. Andreas Mez lief in der Mittagshitze die 800 m in 2:46.0 Min. David Maksymiuk glänzte mit seinen Leistungen. Über 100 m startete der erst 15jährige bei den Männern und belegte in einer Zeit von 15,06 s den dritten Platz. Dies bedeutete für den Youngster eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr um mehr als eine Sekunde. Im Weitsprung verbesserte er seine Marke aus dem Vorjahr mit 3,60 m gleich im ersten Versuch um 30 cm. Im vorletzten Durchgang sprang er sogar auf 3,91 m. Diese persönliche Bestleistung reichte klar zum Sieg. Fünf Titel gingen an die erfolgreichen Sportler der SSG. Bereits eine Woche vor diesen Meisterschaften konnte Thomas Validis bei einem Sportfest anläßlich der "Bahneröffnung" in Obertshausen die für die EM notwendige Qualifikationsnorm im Speerwurf erreichen.

Auch von der internationalen deutschen Meisterschaft im Schwimmen, die Ende Mai in Braunschweig stattfand, kehrten die sehbehinderten und blinden Sportler/innen der SSG mit vier Medaillen zurück. Hierüber wurde bereits in dieser Zeitschrift berichtet.

Im Rahmen der Nachwuchsarbeit veranstalteten wir Ende Mai ein Sportfest mit dem Titel "Sportfun" für die Mittelstufenschüler/innen der CSS. Diese Veranstaltung sollte ihnen das Sportangebot der SSG näher bringen. Die Veranstaltung konnte nur aufgrund der guten Zusammenarbeit mit der CSS, dem Heim, der Schülervertretung, dem Marburger Schwimmverein, dem Hochschulzentrum für Sport der Philipps-Universität und der Stadt Marburg durchgeführt werden. Der Zehnkämpfer Martin Otte übernahm nicht nur die Schirmherrschaft für diese Veranstaltung, sondern auch das gemeinsame Aufwärmprogramm.

Jede Gruppe hatte nun acht Stationen zu absolvieren, die von SSG-Aktiven betreut wurden. Die Vielfalt der zu erfüllenden Aufgaben spiegelte das breite Sportangebot der SSG wider. Das zu bewältigende Sportangebot der Leichtathleten umfaßte beispielsweise eine Pendelstaffel, Ziel-tief-Weitsprung und Zielweitwurf. Alle Beteiligten waren mit Freude und Ehrgeiz dabei. Nur als im Freibad Kleingeräte wie Bälle oder Schwimmbretter im Wasser von einer Seite des Beckens auf die andere transportiert werden sollten, zögerten viele aufgrund der relativ niedrigen Außentemperaturen.

Anschließend ehrte der Leiter des Sportamtes der Stadt Marburg, Herr Auffarth, Achim Bayer für seine siebenjährige Vorstandsarbeit in der SSG mit dem Silbernen Teller der Stadt Marburg und Frau Zink für ihre 18jährige engagierte Trainertätigkeit - insbesondere im Bereich des Nachwuchses. Zum Schluß holte der Leiter des Kreissportamtes, Herr Schmidt, im Auftrag des Landrates die Sportlerehrung des Landkreises nach. Geehrt wurden die SSG-Sportler Susanne Aatz, Andreas Bethke, Michael Bussewitz, Burkhard Hautow, Michael Herbst, Michael Kriesten, Maike Lorenz, David Maksymiuk, Christiane Möller, Anja Pfaffenzeller, Marion Peterreins, Barbara Rubin, Uli Striegel und Thomas Validis für ihre im Jahr 1996 erzielten Erfolge. Den Abschluß des Festes bildete eine Fete.

Am 15.11.1997 fand das von der SSG ausgerichtete "9. Internationale Torballturnier" statt. An der Veranstaltung nahmen zehn Herren- und sechs Damenmannschaften teil. Die Schirmherrschaft für diese Veranstaltung übernahmen Dietrich Möller, Oberbürgermeister der Stadt Marburg, sowie der mehrfache Basketballnationalspieler und bei alba Berlin spielende Henning Harnisch. Die Marburger Damen Patricia Ahrend, Christiane Möller, Anja Pfaffenzeller, Melanie Egerer, Marion Peterreins, Annelies Müller und Trainerin Corinna Fricke belegten den fünften Platz. Marburg 1 erreichte das Halbfinale. Im Spiel um Platz drei unterlagen Lars Bosselmann, Uwe Hahnewald, Thomas Horn und Neuzugang Mario Kratzer nur knapp der Mannschaft aus Frankfurt. Marburg 2 erreichte mit den Spielern David Georgi, Udo Rzepka und Tobias Straub den siebten Platz.

Im Namen aller Mitglieder der SSG möchten wir Achim Bayer und Barbara Zink für ihr langjähriges Engagement danken.

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