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Vortrag, gehalten am 29. November 1997 anläßlich der Arbeitsausschußsitzung des DVBS in Bad Berleburg
Zu diesem Thema hatten Andreas Carstens für den "Arbeitskreis Multimedia" (AK MUM) und ich für den "Gemeinsamen Fachausschuß für Informationstechnik" (FIT) auf der Arbeitsausschußsitzung des DVBS in Bad Berleburg vom 28. bis 30. November 1997 Referate gehalten. Naheliegend wäre es, wenn ich als Leiter des FIT eine technische Betrachtung zum Thema Multimedia liefere. Jedoch möchte ich zum einen auf meinen Aufsatz zum Thema "Gleiche Chancen für Blinde und Sehbehinderte in der Informationsgesellschaft" und die Aktivitäten des FIT zu diesem Thema (siehe hierzu die anschließende Zusammenfassung) verweisen, zum anderen fordert das Thema zu Fragen heraus, die eher sozial- und verbandspolitischer Natur sind.
Vorweg möchte ich einige Begebenheiten aufzählen, die einen Teil der Bedingungen widerspiegeln, unter denen wir uns über die künftigen Aufgaben, Ziele und Strategien der Selbsthilfe auseinanderzusetzen haben:
- Anläßlich eines Kongresses von ca. 2000 Erziehungswissenschaftlern in Hamburg im März d. J. propagierte Prof. Stefan Aufenanger gegenüber der Hamburger Morgenpost einen "Internet-Surfunterricht schon im Grundschulalter". Der Professor sieht rosigen Zeiten entgegen, in denen fast jeder beruflich mit dem Internet zu tun haben werde.
- Auf Einladung der Softwarefirma SAP trafen sich Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Einrichtungen und Verbände zu einem Erfahrungsaustausch. Dort mußten sich Blinde und Sehbehinderte vorhalten lassen, daß sie ohne Hilfsmittel und ohne Kenntnis von Internet und Windows NT ins Berufsleben träten und es viel zu lange dauere, bis eine Arbeitsplatzausstattung beschafft sei. Auch seien die deutschen Blinden sehr verwöhnt, was die Arbeitsplatzausstattung z. B. mit Braille-Zeile anbelangt und für alles - selbst für das Schuhe zubinden - gäbe es aufwendige Schulungen ...
- Abends auf einem Seminar, als es eigentlich gemütlich werden sollte, wurde mir in Gesprächen wiederholt klargemacht, was ich selbst gern verdränge: Das Bemühen Blinder und Sehbehinderter um optimale Hilfsmittel und ihre Handhabung, wofür wir einen Großteil unserer Freizeit opfern, schafft immer mehr Frust und wird zu einer Dauerbelastung. Selbst der blinde Computerfreak (er ist von Haus aus Programmierer) muß zugeben, daß er erhebliche Zeit investiert hat, bis er soweit war, daß er nun täglich viele Stunden im World Wide Web surfen kann.
- Eine Hauptfürsorgestelle ist erst beim zweiten Anlauf davon zu überzeugen, daß Blinde und Sehbehinderte ein besonderes Seminarangebot zum Thema Rhetorik benötigen.
- Auf dem Gebiet der berufsbegleitenden Bildung leistet der DVBS für seine Mitglieder hervorragende Arbeit. Um die Finanzierbarkeit der Seminarangebote sicherstellen zu können, muß das Vereinsmanagement einen immer größeren Aufwand bei der Beantragung von immer geringer werdenden Zuschüssen betreiben.
- In mühseliger Kleinarbeit müssen heute Mitmenschen von blinden- und sehbehindertenspezifischen Maßnahmen überzeugt werden, über die man früher kaum ein Wort verlieren mußte. Hinzu kommen ganz neue Aktionsfelder: Beispielsweise müssen Entwickler von Internet- und CD-ROM-Angeboten bewogen werden, auch unsere eingeschränkten technischen Möglichkeiten bei der Informationsaufnahme zu berücksichtigen.
- Viele Unternehmen haben Callcenter und Dokumentationssysteme eingerichtet, in denen auch Blinde und Sehbehinderte arbeiten könnten. Gleichzeitig sind aber immer weniger Behinderte in den Betrieben zu finden. Viele von ihnen mußten dem massiven Rationalisierungsdruck und einem verstärkten Mobbing weichen.
- Vielen von uns ist das Engagement für unsere vielfältigen besonderen Interessen, das zusätzlich zur täglichen Auseinandersetzung mit der eigenen Behinderung enorme Kraft kostet, zu belastend und aussichtslos geworden.
- Vor diesem Hintergrund sieht manch eine/r in der Szene in jedem, der nicht gleich die besonderen Bedürfnisse Blinder und Sehbehinderter durchschaut, seinen persönlichen Feind, den es gilt, öffentlich an den Pranger zu stellen.
- Nicht ohne Erfolg geblieben sind unsere Aktionen zum "Tag des weißen Stockes" 1997. Auch heute noch greifen Medien unser Thema "Blinde und Sehbehinderte in der Informationsgesellschaft" auf. Wiederholt erhalten wir Anfragen, wie Internet-Seiten blindenfreundlich gestaltet werden können.
Anläßlich der CeBit in Hannover wurde noch einmal die Euphorie über die neuen Telekommunikationsmedien geschürt. Gleichzeitig treffen wir auf neue Barrieren zu Lasten der Behinderten in dieser Gesellschaft. Das Klima ist rauher geworden und die Interessenvertretung schwieriger, denn nur wer volle Töpfe verwaltet, ist auch leicht zu überzeugen, etwas abzugeben. Der Zusammenhang zwischen Abbau sozialer Kompetenzen und Ressourcen und der zunehmenden Vermarktung von Produkten und Dienstleistungen via Internet ist nicht zu übersehen. Begriffe wie Eigeninitiative, Eigenbeteiligung, Standortsicherung und Globalisierung sollen die Konzepte der Umverteilung von Volksvermögen von unten nach oben den Bürgern schmackhaft machen. Der Kampf um den Erhalt der sozialen Errungenschaften fällt zusammen mit der Auseinandersetzung um den gleichberechtigten Zugang zu den neuen Medien und der Angst um die berufliche Zukunft der Blinden und Sehbehinderten. Nicht neu ist dabei die Erkenntnis, daß die gesellschaftlichen Entwicklungen Chancen und Risiken gleichermaßen in sich bergen. Die politischen und sozialen Rahmenbedingungen, die sehr wohl zu beeinflussen sind, bestimmen die Marschrichtung. Hierfür stehen zwei Beispiele:
- Die Etablierung der Internet-Technologien in unternehmensinternen Intranets schafft eine neue Basis für die Bürokommunikation, die den Bedürfnissen Blinder und Sehbehinderter entgegenkommt. Andererseits bieten die neuen Formen der Bürokommunikation und -organisation die Voraussetzung für weitere Rationalisierungsschübe und Steigerung der Arbeitsintensität.
- Die Telearbeit in Satellitenbüros und in Heimarbeit kann Behinderten neue Beschäftigungschancen eröffnen; die Gefahr zunehmender arbeits- und sozialrechtlich ungeschützter, zeitlich begrenzter Arbeitsverhältnisse ist nicht ganz von der Hand zu weisen.
Insgesamt steigt in der Informationsgesellschaft das Angebot an Dienstleistungen. Neue Dienstleistungsberufe entstehen, die Beratung und Information mittels Computer und Telefon beinhalten. Eine Chance für die Beschäftigung von Blinden und Sehbehinderten. Nur denkt kaum ein Arbeitgeber daran, die neuen Jobs Behinderten anzubieten.
Der gesellschaftliche Wandel wird nicht nur unsere Arbeit verändern, sondern auch konkret
- die Kommunikation mittels neuer Medien,
- die Informationsaufnahme und -verarbeitung,
- das Sozialverhalten der Menschen,
- die Wahrnehmung von Zeit und Raum,
- die Arbeitsintensität und
- die Verfügbarkeit über die menschliche Arbeitskraft.
Diese Veränderungen stellen erhöhte Anforderungen an die Arbeitsfähigkeit von Blinden und Sehbehinderten insbesondere in Form von
- Flexibilität,
- Auffassungsgabe,
- Reaktions- und Konzentrationsvermögen und
- Arbeitstempo.
Die skizzierten gesellschaftlichen Veränderungen werfen u. a. folgende Fragen auf, die von uns zu klären sind:
- Welche technischen und organisatorischen Maßnahmen, und welche besonderen Qualifikationen sind erforderlich, damit Blinde und Sehbehinderte in neu entstehenden Berufen erfolgreich Fuß fassen können-
- Wie müssen die Aufgaben der Arbeitplatzassistenz beschrieben sein, damit sie den veränderten technischen Möglichkeiten der Arbeit mit den neuen Medien gerecht werden- (Treffender sollte man vielleicht von Informationsassistenz sprechen ...).
- Wie kann die Hilfsmittelentwicklung den veränderten Arbeitstechniken und den Anforderungen an den Umgang mit den neuen Medien (und einem intelligenten Medienmix) angepaßt werden-
Feststeht für mich, daß
- die Aus- und Fortbildung der Auszubildenden und Ausbilder der Entwicklung Rechnung tragen muß, daß die Bildschirmarbeit und die Anwendung unterschiedlicher Medien zur Regel werden;
- davon auszugehen ist, daß künftig viele Tätigkeiten ohne die Nutzung von Internet und die Anwendung von Computerprogrammen mit grafischen Oberflächen nicht denkbar sind;
- auf multimediale Bildungsangebote mit alternativen bzw. ergänzenden Angeboten für Blinde und Sehbehinderte reagiert werden muß;
- sich die Verbände in Kooperation mit Kostenträgern, Arbeitgebern, Gewerkschaften und Forschungseinrichtungen mit Priorität um die Integration Blinder und Sehbehinderter in neue Berufsfelder bemühen müssen.
Was den Zugang zu den neuen Medien anbelangt, so stellen sich u. a. folgende Fragen:
- Wollen wir eine öffentlich-rechtliche Grundversorgung im Internet, die auch gewährleistet, daß Behinderte ohne Barrieren ihr Recht auf umfassende Information wahrnehmen können-
- Wie können wir an der Bürgerbeteiligung in kommunalen Netzen teilhaben-
- Wie können wir Internet-Anbieter verpflichten, ihre Internet-Seiten blinden- und sehbehindertenfreundlich zu gestalten-
- Wie kann es durchgesetzt werden, daß bei der Durchführung von Forschungsprojekten (Multimedia-Pilotprojekte, Modellversuche zur Telekooperation und Telearbeit) die Belange von Blinden und Sehbehinderten berücksichtigt werden-
- Welche Regelungen können wir mit den Gewerkschaften erarbeiten, damit unsere besonderen Interessen Eingang in die künftige Gestaltung von Arbeitsbedingungen für Telekooperation und Telearbeit finden-
Wie hat nun die Blinden- und Sehbehindertenselbsthilfe bislang auf die neuen Herausforderungen reagiert-
- Der Deutsche Blindenverband (DBV) und der DVBS haben das vom Gemeinsamen Fachausschuß für Informationstechnik (FIT) diskutierte Thema "Gleiche Chancen für Blinde und Sehbehinderte in der Informationsgesellschaft" aufgegriffen. Mit einer Resolution des Verwaltungsrates des DBV und mit dem Motto des "Tages des weißen Stockes" 1997 konnte die Diskussion in den Verbänden und in den DBV-Landesorganisationen aufgenommen und das Thema der Öffentlichkeit vorgestellt werden.
- Der DVBS hat sich im Rahmen des Projekts ERBUS auch mit der Verbreitung von elektronisch erreichbaren Informationen befaßt und dies praktisch durch Einführung der elektronischen Post (E-Mail) und der Einrichtung eines eigenen Internetangebots (Homepage) umgesetzt. Der AK Internet des DVBS unterstützt diese Arbeit. Der DVBS hat darüber hinaus den Hamburger Arbeitskreis Multimedia (AK MUM) zu einem Vorstandsarbeitskreis aufgewertet.
- Die Verbände sind inzwischen mit ihren Internet-Seiten durch die Verknüpfung mit inländischen und ausländischen Internet-Angeboten des Blinden- und Sehbehindertenwesens ein fester Bestandteil eines beachtlichen Netzwerks geworden, in dem wir spezielle Informationen über und für Blinde und Sehbehinderte erhalten können. Gleichfalls sollen diese Internet-Seiten musterhaft darstellen, wie Informationen blinden- und sehbehindertenfreundlich im Internet dargeboten werden können.
- Die Voraussetzungen für die Kommunikation der ehrenamtlichen Funktionärinnen und Funktionäre sowie der Mitglieder der Verbände per E-Mail sind geschaffen und erleichtern die individuelle Ausgabe in Braille, Sprachausgabe oder Großschrift und eine elektronische Archivierung durch die Nutzerinnen und Nutzer.
- Verbandsunabhängige Newsgroups von Blinden und Sehbehinderten tauschen ihre Erfahrungen aus, nehmen Stellung zu aktuellen Problemen und machen auf neue Hilfsmittel und Softwarelösungen aufmerksam. Es ist ihr besonderer Verdienst, den einen oder anderen Homepage-Designer überzeugt zu haben, sein Internet-Angebot für uns lesbarer gestaltet zu haben.
- Die Auseinandersetzung Blinder und Sehbehinderter mit den neuen Medien ist ein fester Bestandteil von Seminarangeboten der Verbände geworden. An Stammtischen, auf Veranstaltungen und in den Fachgruppen werden die Auswirkungen neuer Techniken auf unsere Arbeitsmöglichkeiten lebhaft diskutiert.
Sollte ich hier Aktivitäten vergessen haben, so soll dies insofern persönlich betroffen machen und zwar in dem Sinne, daß jemand diese Aktivitäten selbst einmal aufschreibt ...
Fazit und Folgerungen
Die betont visuelle Ausrichtung aller Aktivitäten in unserer Gesellschaft wird sich noch weiter verstärken. Die Kommunikation und die sozialen Beziehungen werden sich wesentlich wandeln, was nicht ohne Folgen gerade für unseren Personenkreis bleiben wird.
Klar ist, daß die Informationsgesellschaft jetzt von allen gesellschaftlichen Gruppen mitgestaltet werden muß! Die Selbsthilfeorganisationen haben - so meine ich - die Herausforderungen erkannt und angenommen. Wir präsentieren uns selbstbewußt im Internet, tauschen mittels E-Mail unsere Erfahrungen aus und haben Arbeitskreise eingerichtet, die Informationen sammeln, Techniken erproben und unsere Interessen - insbesondere an einem ungehinderten Zugang zu den neuen Medien - öffentlich anmelden.
Die von mir skizzierten Veränderungen im Bereich der Arbeitswelt bedeuten wohl eine der schwierigsten Herausforderungen für jeden einzelnen von uns und für unsere Interessenvertretung:
Die Anforderungen und Anstrengungen, die erforderlich sind, um das gleiche Arbeitsergebnis wie Nichtbehinderte zu erbringen, sind erheblich gestiegen und werden weiter steigen, und hier sehe ich die Hauptaufgabe der Blinden- und Sehbehindertenselbsthilfe. Es scheint so, als wenn wir dem steigenden Visualisierungsgrad der Informationen ohnmächtig gegenüberstehen. Das verständliche Beharren auf DOS-Lösungen und das Hoffen auf blindenfreundliche Lösungen aus dem Hause Microsoft werden uns nicht weiterbringen. Hier sind Initiative und Phantasie gefragt.
Mit einigen allgemeinen Anregungen zur künftigen Verbandspolitik möchte ich nun zum Schluß meiner Ausführungen kommen:
Der wachsende Stellenwert von Qualität und Kundenorientierung in unserer Dienstleistungsgesellschaft fordert auch von den Selbsthilfeorganisationen ein Höchstmaß an Professionalität. Dies bedeutet:
- eine bessere Bündelung der Verbandsaktivitäten und
- eine arbeitsteilige Schwerpunktbildung sind erforderlich;
- eine Parallelität von Aktivitäten und eine Nichtbeteiligung an zukunftsorientierten Projekten, die auch die Interessen von Blinden und Sehbehinderten in der Multimediagesellschaft berühren, darf es nicht mehr geben;
- die Kommunikation innerhalb der Verbände und untereinander muß verbessert werden (hierzu können auch die neuen Medien einen entscheidenden Beitrag leisten).
Der DVBS hat hierfür die idealen Organisationsstrukturen. In unseren Fach- und Bezirksgruppen und in den verbandsübergreifenden Fachausschüssen lassen sich interessenbezogen und aus berufsspezifischer Sicht alle Facetten der Informationsgesellschaft beleuchten und die bereits erkennbaren Entwicklungstendenzen und Handlungserfordernisse ableiten. In einer Art Zukunftswerkstatt, in der Visionen und Handlungsstrategien entwickelt werden könnten, kann dann schließlich ein Gesamtkonzept entstehen, das hilft, Blinde und Sehbehinderte in der Informationsgesellschaft nicht zu informationsarmen Bürgern werden zu lassen.
Die Themen sind genannt, wir müssen sie jetzt offensiv aufgreifen!
Aktivitäten des "Gemeinsamen Fachausschusses für Informationstechnik"
Der FIT hat als erster gemeinsamer Fachausschuß das Thema Multimedia aufgegriffen. Der neue Schwerpunkt seiner Arbeit heißt "Multimedia und Netze". In diesem Zusammenhang befaßt sich der FIT mit folgenden Themen:
- Telearbeit
- Internetzugang für Blinde und Sehbehinderte
- Blinden- und sehbehindertengerechte Gestaltung des T-Online-Decoders
- Gestaltung von CD-ROM-Oberflächen
- DeTeMedien: Telefon- bzw. Faxbuch für Deutschland (der DBV hat ein Schreiben des FIT an DeTeMedien weitergeleitet)
- Mulitmedia-CD-ROM des Deutschen Bundestages (eine FIT-Empfehlung wird erarbeitet)
- Computer-Vernetzung in Betrieb und Verwaltung
- Blinden- und Sehbehindertenhilfsmittel und Netzwerke (ein Empfehlungsentwurf an die Verbände liegt vor)
- Intranet (das Netzwerk mit der Internettechnologie)
- Dokumentenmanagement und Work-flow-Systeme
- Vorschlag für eine universelle Infrarotschnittstelle zur Bedienung von Automaten, Haushaltsgeräten und Terminals im öffentlich zugänglichen Raum (ein FIT-Empfehlungsentwurf ist im DBV-Vorstand angenommen worden)
- Die Bewilligungspraxis bei Lesesprechgeräten durch die Krankenkassen wird Thema einer weiteren FIT-Empfehlung an die Verbände sein.
Der FIT wird sich im Rahmen seines Schwerpunktthemas "Multimedia und Netze" konsequent mit der Neuausrichtung der technischen Hilfsmittel auf die Integration von Blinden und Sehbehinderten in neuen Berufsfeldern befassen, wie z. B. mit Tätigkeiten
- in Dokumentenmanagementsystemen
- im Internet / Intranet
- in Callcentern
- im Telefonmarketing
- im Informationsmanagement.
Um eine breite Diskussion in den Verbänden und Institutionen des Blinden- und Sehbehindertenwesens auszulösen, denkt der FIT daran, dieses Thema auf einer Fachtagung behandeln zu lassen.
Noch bevor die Verbände offiziell ein Kommunikationsangebot im Internet anbieten konnten, hatte der FIT seinen Informationsaustausch via Internet aufgenommen. Eine geschlossene Mailinglist verteilt die Post an alle FIT-Mitglieder. Inzwischen werden auch die Informationen zwischen dem FIT und den Verbänden fast ausschließlich als E-Mails versandt. Der FIT will im kommenden Jahr eine Selbstdarstellung sowie seine aktuelle Arbeit auch in der Homepage von DBV und DVBS öffentlich präsentieren.
Anmerkung: Der Autor ist Leiter des "Gemeinsamen Fachausschusses für Informationstechnik".
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