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Am 1. April 1958 begann Fräulein Rosemarie Herrmann, heute Frau Mittelberg, eine Lehre bei der Deutschen Blindenstudienanstalt in Marburg. Ihr damaliger Dienstsitz war die Liebigstr. 11, ihre Lehrstelle das Büro von Prof. Dr. Carl Strehl. Sie durchlief die verschiedenen Abteilungen der Einrichtung, legte am 1. März 1960 die Prüfung ab und wurde dann als Schulsekretärin eingestellt.
Als Professor Dr. Strehl in den Ruhestand ging - er war ca. 50 Jahre lang Leiter der Einrichtung - trat Herr Dr. Horst Geißler die Nachfolge an. 1971 bestellte Herr Hans Heinrich Schenk, der Nachfolger von Herrn Dr. Geißler im Amt des Direktors und zugleich Schulleiter, sie als seine Sekretärin. Seither arbeitet Frau Mittelberg Am Schlag 8, seit 1978 als Sekretärin von Herrn Hertlein, seit 1991 als Direktionsassistentin und Leiterin der Geschäftsstelle der Direktion. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber auch die Schülerinnen und Schüler kennen sie als freundliche, stets zuvorkommende Mittlerin zur Leitungsebene. Ihr Urteil ist gefragt, ihr Rat immer erwünscht.
Seit vielen Jahren ist sie Redaktionsmitglied bei der Fachzeitschrift "horus - Marburger Beiträge zur Integration Blinder und Sehbehinderter", die gemeinsam mit dem DVBS herausgegebenen wird. Sie erfüllt diese Aufgabe mit Kompetenz, Sachverstand und Verantwortungsbewußtsein.
Ihre Kenntnisse im Blindenwesen, vor allem über die Historie der Deutschen Blindenstudienanstalt, sind von hohem Wert. So wissen wir vor allem von ihr, die sie 40 Jahre lang nahe an den Entscheidungsträgern der Deutschen Blindenstudienanstalt gearbeitet hat, daß das Schiff "Deutsche Blindenstudienanstalt" mehrfach durch sehr rauhe See gegangen ist, auch zu Zeiten Prof. Strehls, Dr. Geißlers und Herrn Schenks.
Frau Mittelberg hat unserer Deutschen Blindenstudienanstalt 40 Jahre die Treue gehalten. Dabei hat sie stets Kompetenz bewiesen, sich uneigennützig eingesetzt für die Belange der Blinden und Sehbehinderten, sich mit ihrer Aufgabe identifiziert und sie bis heute mit Engagement erfüllt. Dafür sprach ihr Herr Hertlein in seiner Laudatio den Dank der Einrichtung aus. Zur Feierstunde waren der Vorsitzende der Deutschen Blindenstudienanstalt, Herr Paul Marx, der stellvertretende Vorsitzende, Herr Dr. Hauck - zugleich erster Vorsitzender des DVBS -, sowie Herr Kahler als Vorsitzender des Blindenbundes in Hessen und der Schatzmeister der Deutschen Blindenstudienanstalt, Herr Kappler, anwesend. Herr Marx und Herr Dr. Hauck würdigten die Verdienste von Frau Mittelberg in kurzen Ansprachen. Die Ressortleiter der Einrichtung schlossen sich mit anerkennenden Grußworten an. Die A-cappella-Gruppe der Deutschen Blindenstudienanstalt brachte ein musikalisches Ständchen.
Frau Franz, die Vorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes in Hessen, war eigens aus Darmstadt angereist, um Frau Mittelberg die höchste Auszeichnung des Verbandes, die Goldene Ehrennadel, zu überreichen.
Über 100 Gäste waren bei der Feierstunde anwesend und bekundeten damit ihren Respekt, ihre Sympathie und ihre Anerkennung für eine verdiente und beliebte Mitarbeiterin.
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