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Heinrich Vollers: Verbesserte Arbeitsmöglichkeiten für blinde und sehbehinderte Studierende

Die Niedersächsische Landesbibliothek hat im Rahmen des Ausbaus der elektronischen Informationsmittel einen Arbeitsraum für blinde und sehbehinderte Studierende eingerichtet. Das Vorhaben ist aus Sondermitteln finanziert worden, die das MWK bereitgestellt hat.

Der Fachbereich Rechtswissenschaften bietet seit Jahren Hilfen für blinde Studierende an und fördert insbesondere durch Vorlesedienste den Zugang zur Fachliteratur. Die neue Einrichtung im 3. Obergeschoß des Bibliotheksgebäudes des Conti-Campus erweitert die Informationsmöglichkeiten und verbessert die Arbeitsbedingungen erheblich.

Mit der im Dezember 1998 installierten Konfiguration von Hard- und Software ist es möglich,

- gedruckte Materialien über Scanner elektronisch zu erfassen

- die eingescannten Texte akustisch wiederzugeben oder in Brailleschrift auszudrucken oder auf Diskette zu speichern

- die Texte auf der Basis von Windows 95 weiterzuverarbeiten.

Für sehbehinderte Benutzerinnen und Benutzer steht ein 23-Zoll- Bildschirm zur Verfügung, auf dem elektronisch gespeicherte Texte in Großformaten dargestellt werden können. Ein Lesegerät erfaßt gedruckte Texte mit einer Kamera und gibt sie bis zu 36- fach vergrößert auf dem PC-Bildschirm wieder.

Einige für die Nutzung durch Blinde und Sehbehinderte besonders aufgearbeitete CD-ROM-Ausgaben von juristischen Standardwerken wurden auf den Rechner aufgespielt.

Es ist geplant, den Arbeitsplatz an das Netzwerk anzuschließen und damit den Zugriff auf die Online- Bibliothekskataloge, das CD-ROM-Netz der Landesbibliothek und das Internet zu eröffnen.

Zwei Mitarbeiterinnen der Fachbereichsbibliothek Rechtswissenschaften beraten die Benutzerinnen und Benutzer beim Gebrauch der neuen Einrichtung, die in Zukunft blinden und sehbehinderten Studierenden aller Fachgebiete zur Verfügung stehen soll.

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