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Beim diesjährigen BLISTA-Teller, einem Torballturnier, das am 13. Februar 1999 in Marburg stattfand, feierten die Sportler der SSG einen unerwarteten Erfolg. Die erste Mannschaft um Trainer Klaus Krahl und die Spieler David Georgi, Thomas Horn, Mario Kratzer, Benedikt Schult und Lars Bosselmann holte sich den begehrten Pokal zum ersten Mal nach fünfjähriger Durststrecke. Auch der dritte Platz des zweiten Teams von Eberhard Borchert mit den Spielern Uwe Hahnewald, Udo Rzepka, Andreas Bethke, Andre Wollenschläger und Christian Ohrens war eine positive Überraschung. Neben den beiden Männerteams war auch eine Damenmannschaft der SSG am Start. Insgesamt nahmen neun Mannschaften am Turnier teil. Darunter waren mit Magdeburg und Langenhagen erstmals zwei Mannschaften, die nicht aus Hessen kamen. Dagegen waren die Mannschaften aus Frankfurt, Kassel, Darmstadt und Offenbach ständige Gäste, wenn es um den BLISTA-Teller ging. Gespielt wurde nach dem Modus jeder gegen jeden mit anschließendem Halbfinale.
Die beiden Herrenteams erwischten einen ausgezeichneten Start in das Turnier. Während die Mannen um Klaus Krahl gegen Kassel mit 3 : 1 die Oberhand behielten, blieben die Schützlinge von Eberhard Borchert gegen Langenhagen mit weißer Weste und siegten mit 2 : 0. Die Damenmannschaft erlebte dagegen keinen Auftakt nach Maß, sie unterlagen Offenbach mit 4 : 7. In ihrem zweiten Spiel sorgten sie jedoch für eine faustdicke Überraschung, als die Mannschaft von Spielertrainerin Corinna Fricke beim 2 : 2 der zweiten Mannschaft der SSG einen Punkt abtrotzte. Obwohl dies der einzige Punktgewinn der Marburger Damen um Corinna Fricke, Anja Pfaffenzeller, Christiane Möler, Lana Martin und Zwetlana Müllern blieb, zeigten sie im gesamten Turnier ansteigende Form.
Im weiteren Turnierverlauf taten sich die Schützlinge von Klaus Krahl schwer. Nach Niederlagen gegen Frankfurt und Darmstadt und dem Sieg gegen die Damen, kam es zum Aufeinandertreffen der beiden Marburger Herrenteams. Dieses Duell verlor die Mannschaft Marburg I nach einer 2 : 0 Führung noch mit 2 : 3. Damit stand die Mannschaft in den verbleibenden Spielen unter Zugzwang, wenn sie noch eine Chance auf das Halbfinale haben wollte. Die Sieger des Marburger Duells lagen dagegen auf Halbfinalkurs.
Erst in den letzten drei Spielen der Vorrunde zeigten die Spieler von Marburg I, was sie zu leisten imstande sind. Gegen Magdeburg, Langenhagen und Offenbach wurden drei souveräne Siege herausgespielt. Dank dieses Schlußspurts belegte die erste Mannschaft der SSG nach der Vorrunde den dritten Platz. Auch die zweite Mannschaft machte es bis zum letzten Vorrundenspiel spannend. Dort trafen sie auf Kassel, ein direkter Konkurrent im Kampf um die Halbfinalplätze. Doch die Marburger behielten die Nerven und gewannen das Spiel mit 2 : 0. Als vierter zogen auch sie ins Halbfinale ein. Dort kam es zu den Paarungen: Frankfurt gegen Marburg II und Darmstadt gegen Marburg I.
Im ersten Halbfinale bot der Turnierfavorit aus Frankfurt eine überzeugende Leistung und zog mit einem 5 : 2-Sieg ins Finale ein. Die erste Mannschaft der SSG nahm den Schwung der letzten Vorrundenspiele in ihr Halbfinalspiel gegen Darmstadt mit. Schließlich besiegten sie die Südhessen mit 3 : 1.
Das kleine Finale zwischen Darmstadt und Marburg II war bis Mitte der zweiten Halbzeit eine offene Angelegenheit. Doch die Marburger konnten in der entscheidenden Phase einen Zahn zulegen und sicherten sich mit 5 : 3 den dritten Platz. Im Finale zwischen Frankfurt und Marburg I war beim Halbzeitstand von 2 : 2 noch alles offen. In der zweiten Hälfte konnten sich die Marburger noch einmal steigern. Schließlich behielten sie mit 5:2 die Oberhand und sicherten sich somit den Titel.
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