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Marburg. Die zwölf sehbehinderten Achtklässler der Deutschen Blindenstudienanstalt produzierten eine Sendung für das Marburger "Radio Unerhört".
Fünf Tage lang beschäftigten sich zwölf Gymnasiasten der Marburger Carl-Strehl-Schule mit dem Thema "Radio". Betreut wurden die sehbehinderten Schüler der Klassen 8b und 8c von zwei Mitarbeiterinnen des Marburger Lokalsenders "Radio Unerhört", Corinna Adrian und Antje Schwarzmeier, sowie den Lehrerinnen Marianne Hauck-Gottschalk, Anita Reisewitz und Andrea Vorberg.
Am Montag lernten die Jugendlichen in der Schule den Umgang mit dem Aufnahmegerät kennen und interviewten sich gegenseitig. Den Dienstag verbrachten sie dann bei "Radio Unerhört", um die Moderation zu üben und die Sendung zu planen. Am Mittwoch ging es hinaus, um die Sendebeiträge vorzubereiten. Eine Vierergruppe befasste sich mit dem "Leben auf der Straße", die andere Vierergruppe recherchierte zum Thema "Neue Computerspiele". Zwei Jugendliche beschäftigten sich mit "Mobbing in der Schule", und ein Junge porträtierte eine Marburger Rock-Pop-Gruppe.
Der Donnerstag spielte sich wieder bei "Radio Unerhört" ab. In einem Redaktionstreffen wurden die Moderation vorbereitet und die Musikauswahl getroffen. Außerdem wurden die Beiträge der Carl-Strehl-Schüler bearbeitet. Am frühen Nachmittag ging dann die einstündige Sendung über den Äther. Am Freitag endete die Projektwoche mit dem gemeinsamen Anhören der Sendung und einer Sendekritik.
Ziele der Projektwoche waren das Kennenlernen journalistischer Methoden, der praktische Umgang mit technischen Geräten und ein neuer Umgang mit Sprache und Kommunikation. Außerdem ging es darum, eigene Themen zu entwickeln und in den Mittelpunkt zu stellen sowie neue Fähigkeiten zu entdecken und auszubauen.
Über ihre Radio-Erfahrungen werden die zwölf Achtklässler der Carl-Strehl-Schule in den kommenden Wochen auf "Schüler schreiben für die OP" berichten.
(Aus: Oberhessische Presse, 04.02.2000)
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