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SIREN-Konferenz

Die Deutsche Blindenstudienanstalt e.V. Marburg ist Partner des von der EUROPEAN COMMISSION - Justice And Home Affaires - unterstützten EU-Projektes SIREN Disabled Refugees Network - Netzwerk für behinderte Flüchtlinge. Die Projektleitung liegt bei dem "Royal National Institute for the Blind" in Großbritannien. Weiterer Projektpartner ist die "Federation des Aveugles & Handicapes Visuels de France" in Frankreich.

Der Projektgedanke erwuchs aus der Tatsache, dass es zwischen Flüchtlingsorganisationen und Behindertenorganisationen keinen Austausch gibt mit dem Ergebnis, dass die Flüchtlingsorganisationen über keinerlei Strategien oder Richtlinien über den Umgang mit behinderten Flüchtlingen verfügen.

Das Projekt hat zum Ziel, zur Integration von behinderten Flüchtlingen ein Netzwerk zwischen den beteiligten Organisationen zu initiieren, um die Zusammenarbeit zu effektivieren, um Bedürfnisse zu identifizieren, angemessen auf diese zu reagieren und einen Erfahrungsaustausch darüber zu institutionalisieren.

Das neunmonatige Projekt beinhaltet eine jeweils eintägige Konferenz in den beteiligten Staaten. Ziel der Konferenzen ist die Bestandsaufnahme der Situation und der Probleme der Versorgung von behinderten Flüchtlingen in den jeweiligen Gastländern. Darüber hinaus sollen Verabredungen über eine Zusammenarbeit im oben beschriebenen Sinne der verschiedenen an der Versorgung behinderter Flüchtlinge beteiligten Organisationen bzw. Behörden getroffen werden.

Nach den Konferenzterminen und -orten London und Paris hat die Deutsche Blindenstudienanstalt für den 8. September 2000 Vertreter von Behindertenorganisationen, Flüchtlingsorganisationen, staatlichen und kommunalen Behörden sowie Betroffene nach Marburg eingeladen.

Die Deutsche Blindenstudienanstalt arbeitet bei diesem Projekt auf nationaler Ebene eng mit der Philipps- Universität Marburg Fachbereich Sozialpädagogik - und dem Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband zusammen.

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