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Uwe Boysen: Vorangestellt

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Mitglieder des DVBS,

die Veranstaltungen anlässlich der Mitgliederversammlung des DVBS im Juni dieses Jahres liegen nun schon einige Monate hinter uns. Mittlerweile hat sich der neue Vorstand konstituiert und seine Aufgaben verteilt. Viele Arbeitsfelder sind uns treu geblieben. So wird es auch in den nächsten vier Jahren gelten, die finanzielle Situation des DVBS ausgeglichen zu gestalten, unsere Arbeit nach innen und nach außen weiter zu verbessern und unsere Anliegen so schlagkräftig wie möglich zu vertreten. Ich hoffe, dass die Arbeit innerhalb unseres Vereins sich weiterhin durch eine Diskussions- und Reflexionskultur auszeichnen wird, die ich am DVBS schätze und nicht missen möchte. Es tut einfach gut, wenn mir eine Hamburger Bürgerschaftsabgeordnete einmal zu unserem Thesenpapier zur Humangenetik sagte, so klare und prägnante Einschätzungen wünsche sie sich auch von anderen Organisationen einmal.

Neben den alten Aufgaben gibt es aber auch immer wieder neue, und das macht gerade den Reiz unserer Arbeit aus. Einen Gedanken, der mir in den letzten Wochen durch den Kopf gegangen ist, möchte ich gern mit Ihnen und Euch teilen: Eine Hauptaufgabe des DVBS ist es, dabei mitzuhelfen, dass seine Mitglieder Arbeitsplätze finden, die ihren Fähigkeiten und Neigungen entsprechen. Der traditionelle Weg hierzu war und ist eine staatliche Beschäftigung mit hoher Arbeitsplatzsicherheit und guter finanzieller Absicherung. Auch wenn ich der festen Überzeugung bin, dass der Staat sich aus vielen gesellschaftlich wichtigen Bereichen nicht wird so zurückziehen können, wie es die Apologeten des totalen Marktes immer herausposaunen, so kommen wir nicht an der Tatsache vorbei, dass eine staatliche Expansion, wie wir sie in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts erlebt haben, absehbar nicht wiederkehren wird. Das fordert auch uns als Selbsthilfeorganisation. Wie stehen wir etwa zur Tätigkeit von Blinden und Sehbehinderten in sogenannten freien Berufen oder als Selbstständige- Was halten wir von blinden/sehbehinderten Unternehmerinnen und Unternehmern- Welche Erfahrungen haben unsere Mitglieder hier gemacht- Was können sie empfehlen, was erscheint weniger oder gar nicht geeignet- Wo liegen besondere Schwierigkeiten- Welche Fehler sollte man bei einem Weg in die Selbstständigkeit vermeiden-, könnte das Thema eines Fachgruppen übergreifenden Seminars sein- Denken wir doch alle vielleicht einmal gemeinsam darüber nach.

Ihr und Euer Uwe Boysen

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