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"Bei dem Wort "wohlverdient" sind sich wohl alle hier einig. Das Wort "Ruhestand" macht mir bei Ihrer Verabschiedung aber Schwierigkeiten. Wer Sie kennt, kann sich "Ruhen" und "Stehen" eigentlich gar nicht vorstellen. Für eine dynamische Frau, wie Sie es sind, ist "Ruhestand" der falsche Begriff. Vielleicht sollte man besser "Aktivitätenwechsel" sagen.
Sie haben sich 1984 bei der Deutschen Blindenstudienanstalt beworben und haben am 01.02.1985 hier die Stelle der Hauswirtschaftsleiterin angetreten.
Vorausgegangen war eine erste Ausbildung als Fotolaborantin, die Sie erfolgreich abgeschlossen haben, anschließend die Erziehung Ihrer vier Söhne, 1979 absolvierten Sie die Prüfung als Hauswirtschafterin, 1982 legten Sie die Prüfung als Hauswirtschaftsmeisterin ab. Von 1982 bis Januar 1985 arbeiteten Sie im Berufsbildungszentrum Marburg.
Nachdem 1986 der "Großhaushalt Deutsche Blindenstudienanstalt" vom Hessischen Kultusministerium als geeignete Ausbildungsstelle für Hauswirtschafterinnen anerkannt wurde, konnten wir Auszubildende einstellen. Sie, Frau Berghöfer, wurden im selben Jahr von HKM als Ausbilderin anerkannt.
Ihre Arbeit in der Deutschen Blindenstudienanstalt war vielfältig. Es gab eine ganze Fülle von wichtigen Ereignissen, die während Ihrer Amtszeit von Bedeutung waren: z.B. wurde die Küche saniert, die Speisenausgabe und der Speisesaal erneuert, Neu- und Umbauten und zahlreiche Instandsetzungen durchgeführt. Sie, Frau Berghöfer, haben von anderen nie mehr verlangt, als Sie sich selbst abgefordert haben. Sie haben immer selbst mit Hand angelegt. Das wissen Ihre Kolleginnen und Kollegen zu schätzen.
Ihr großes Organisationstalent, Ihre starke Persönlichkeit, die geprägt ist von einer natürlichen Autorität, Ihr konsequentes Handeln, da wo es nötig war,
Ihre Pflichterfüllung und Verlässlichkeit, Ihre Fähigkeit zuzuhören und die damit verbundene Hilfsbereitschaft, die ich auch persönlich erfahren durfte, zeichnen Sie aus."
Mit herzlichem Dank für ihre geleistete Arbeit bei der Deutschen Blindenstudienanstalt und guten Wünschen wurde Frau Berghöfer von einer großen Zahl von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, der Schülervertretung, dem Betriebsrat und der Geschäftsführung verabschiedet.
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