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Rudi Ullrich: "Eltern helfen Eltern" - eine Initiative der Elternvertretung der Carl-Strehl-Schule

Eltern von derzeitigen und ehemaligen Schülern der Blista stellen sich bundesweit als Gesprächspartner zur Verfügung. Ein Faltblatt, eine Seite auf der Blista-Homepage und eine Mailingliste sollen helfen, das Angebot bekannt zu machen und den Erfahrungsaustausch zu fördern. Mitte Februar wurde die Aktion "Eltern helfen Eltern" erstmals im Rahmen einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit vorgestellt. Schon nach einigen Wochen stellen wir fest, dass das Angebot von Eltern dankbar angenommen wird.

Nachfolgend ist der Text des Faltblattes, der in Kürze auch in türkischer Sprache vorliegen wird, abgedruckt. Helfen Sie mit, dass möglichst viele Eltern von diesem Angebot erfahren. Weitere Exemplare des Faltblattes erhalten Sie bei der Öffentlichkeitsarbeit der Blindenstudienanstalt, Telefon: 06421/606-235 oder unter e-Mail oea@blista.de.

"Frage: Was ist "Eltern helfen Eltern"-

Antwort: Eine Initiative der Elternvertretung der Carl-Strehl- Schule. Wir sind alle selbst Eltern eines blinden oder sehbehinderten Kindes, welches das Gymnasium der Deutschen Blindenstudienanstalt besucht oder besucht hat.

Frage: Grundschule beendet!- Was dann-

Frage: Schulwechsel! - Aber wohin-

Frage: Weichenstellung für die Zukunft! - Aber auf welchem Weg-

Frage: Integration in einem Gymnasium vor Ort- - Oder Besuch der Carl-Strehl-Schule-

Frage: Schulwissen allein genügt nicht! - Wie wird mein Kind auch selbständig im täglichen Leben-

Frage: Die Qual der Wahl! - Aber wie treffe ich als Eltern die richtige Entscheidung-

Antwort: Die richtige Entscheidung über die Zukunft Ihres Kindes müssen Sie alleine treffen.

Dass diese Entscheidungsfindung oft ein "dornenreicher Weg" ist, haben wir als betroffene Eltern selbst erfahren. Man fühlt sich alleine gelassen und ratlos.

Doch wir sind nun schon ein Stückchen weiter! - Wir haben uns zusammen mit unseren blinden und sehbehinderten Kindern für die Carl-Strehl-Schule entschieden. Seit Jahren sind wir davon überzeugt, dass dies der richtige Schritt in die Zukunft unseres Kindes war.

Gerne sind wir bereit, unsere Erfahrungen an Sie weiter zu geben. Wir können Sie gut verstehen, wenn Sie Probleme haben, Ihr Kind in ein Internat zu geben. Dass das "Loslassen" eines noch dazu behinderten Kindes für uns Eltern schmerzhaft ist, wissen wir auch.

Von uns werden Sie aber auch erfahren, wie schnell sich unsere Kinder eingelebt haben, wie sie immer selbständiger werden, wie sie Freunde finden, wie sie ihre Freizeit sinnvoll gestalten, wie sie sich z.B. zum ersten Mal alleine ein Paar Schuhe gekauft haben und noch vieles mehr. Also, scheuen Sie sich nicht, eine der unten aufgeführten Telefonnummern anzurufen. Am anderen Ende der Leitung ist auf jeden Fall jemand, der Ihnen zuhört, Ihre Ängste und Bedenken versteht, Ihre Fragen so gut er kann beantworten wird und Sie gegebenenfalls an kompetente Ansprechpartner verweist.

Name Tel-Nr. Bundesland

Monika Bentele 07528/2380 Baden-Württemberg

Horst Jachmann 09188/3387 Bayern

Christa Treis 06074/96460 Hessen

Hubert Fey 06674/8356 Hessen

Erwin Seyffarth 06042/2369 Hessen

Remmer Blechert 04941/982449 Niedersachsen

Hatice Özsahin 0203/734580 NRW (auch für türkisch sprechende Eltern)

Regine Bloch 0203/47800 NRW

Detlef Kerseboom 02453/965 NRW

Fritz Strauß 02624/3025/3399 Rheinland-Pfalz

Barbara Müller 03723/700840 Sachsen

Tragen Sie sich auch in die Mailingliste - Eltern helfen Eltern -unter www.blista.de ein!

Diese Mailingliste wendet sich an alle Eltern von blinden und sehbehinderten Kindern. Sie soll dem Erfahrungs- und Gedankenaustausch dienen. Sie ist eine Plattform für Diskussionen und zum Austausch nützlicher Tipps."

Abschließend möchte ich allen beteiligten Eltern ganz herzlich danken und glaube, dass ich damit im Namen vieler ehemaliger Blista-Schüler sprechen kann. Ich erinnere mich noch sehr gut an die Zeit, als meine Eltern und ich vor der Frage standen, wie meine schulische Laufbahn weitergehen sollte. Dies ist zwar inzwischen 30 Jahre her, aber die Fragen und Ängste, die uns damals quälten, waren die gleichen wie die, vor denen Eltern und Kinder heute stehen. Für meine Eltern und mich war es sehr wichtig, dass wir durch die Sehbehinderten-Schule in Würzburg Kontakt zu Eltern hatten, deren Kinder schon an der Blista in Marburg waren. Die Gespräche mit ihnen haben uns bei der Entscheidung sehr geholfen und viele Ängste genommen.

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