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Wie jedes Jahr im Mai hatten die Mitglieder der Fachgruppe "Ausbildung" auch diesmal wieder die Gelegenheit, sich vom 4. bis 6. am altbekannten Tagungsort in Wetzlar über neue Entwicklungen und Themen auszutauschen. Viel zu wenige nutzten diese Gelegenheit. Sie können hier erfahren, was ihnen entgangen ist. Und sollte Ihr Thema nicht dabei gewesen sein, melden Sie sich gleich beim Leitungsteam der Fachgruppe oder kommen Sie zum nächsten Seminar, um Ihre Vorschläge zu diskutieren und mit Ihren Erfahrungen zum Gelingen beizutragen!
Für alle Studienanfängerinnen und -anfänger hat Monika Jauch von der Universität Regensburg in erstaunlich lebendiger und anschaulicher Weise die Möglichkeiten und Tücken der Studienfinanzierung aufgeschlüsselt, ein Thema, über das man gar nicht früh und genau genug Bescheid wissen kann.
Erstmals in diesem Rahmen haben wir das Thema "Kontakte zwischen blinden und sehenden Menschen" zur Diskussion gestellt. Es brachte ein wesentlich größeres Echo hervor, als es das Leitungsteam erwartet hatte. Für einige war es wichtig, über negative Erfahrungen endlich offen sprechen zu können, andere konnten Tipps weitergeben und berichten, warum die Kontaktaufnahme für sie weitgehend problemlos verläuft. Einige der Tipps waren beispielsweise, neuen Bekannten gleich zu sagen, dass sie sich beim nächsten Treffen zuerst zu erkennen geben müssen und sich nochmals mit Namen vorstellen sollten. Auch haben viele gute Erfahrungen damit gemacht, über ein Hobby Freundschaften zu schließen, das es ermöglicht, einen kleinen Kreis von Leuten immer wieder zu treffen.
Im Block "Auslandsaufenthalte" informierte Alexander Dörrbecker in allen Einzelheiten über die Vorbereitung und Durchführung eines Studienjahres in den USA, von der Bewerbung um ein Fullbright- Stipendium bis zur Lebenssituation an einer Campus-Uni.
Mirien Plarre, einen Monat zuvor aus Portugal zurückgekehrt, schilderte ihre noch frischen Erlebnisse während eines Semesters in diesem kleinen EU-Land, über das es bisher sehr wenig Erfahrungsberichte behinderter Austauschstudierender gibt. Sie hob unter anderem den Aspekt "Auslandsaufenthalt mit Führhund" hervor.
Für Berufseinsteigerinnen und -einsteiger, die Alteingesessenen wissen es, ist Reiner Schwarzbach von der ZAV in Bonn immer wieder ein willkommener Gast mit interessanten Neuigkeiten. Diesmal konnte er uns u.a. mitteilen, dass die ZAV ab Sommer 2001 plant, EU-weit Stellen zu vermitteln.
Gleichgültig wie bunt und spannend die Tagesordnung auch sein mag, mit das Spannendste an diesem Seminar ist nach wie vor das Zusammentreffen der Teilnehmenden in den Pausen und an den geselligen Abenden, denn dort sammelt man ganz nebenbei wertvolle Tipps zu Arbeitsweisen, Hilfsmitteln, Reisemöglichkeiten etc.; man trifft vielleicht zufällig jemanden, der/die auf demselben Gebiet tätig ist oder kommt gemeinsam auf neue Aspekte, auf die es sich beim nächsten Seminar näher einzugehen lohnt. Solche neuen Ideen waren in diesem Jahr die Teilnahme behinderter Menschen am kulturellen Leben, Erfahrungsberichte von Berufseinsteigerinnen und -einsteigern sowie der Umgang mit Mobbing.
Wir danken dem Bundesministerium für Bildung und Forschung für die finanzielle Unterstützung der Tagung.
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