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Diese Abschiedsgrüße waren in den letzten Stunden des internationalen Jugendcamps im Juli 2001 in der Blista immer wieder zu hören, als sich die sehbehinderten und blinden Jugendlichen und ihre pädagogischen Betreuer aus Angers, Krakau und Marburg auf die Abreise vorbereiteten.
14 sehbehinderte und blinde Schüler aus Frankreich, Polen und Deutschland im Alter zwischen 16 und 19 Jahren und ihre pädagogischen Begleiter hatten sich zu Beginn der Sommerferien in der BLISTA getroffen, um zehn Tage gemeinsam im Sinne des europäischen Gedankens zu leben. Ausgerichtet wurde die Jugend- und Erwachsenenbegegnung durch die BLISTA.
Befördert durch einen pädagogischen Kongress 1998 in Krakau, bei dem Fachkräfte aus den drei Bildungsstandorten zusammen kamen, entstand die Idee zu einem europäischen Ferienprojekt für sehbehinderte und blinde Jugendliche.
Erstmals kam es jetzt in Marburg zu einer konkreten Zusammenarbeit von Schulen bzw. Förderzentren aus drei Staaten und damit zu einer multilateralen Partnerschaft. Gemeinsames Ziel aller Teilnehmer/innen war die Stärkung des interkulturellen Bewusstseins und die Förderung der Fremdsprachenkenntnisse.
Die Jugendlichen waren in der Projektwoche gemeinsam in geländenahen Häusern des Internates untergebracht. Damit war eine wesentliche Voraussetzung für die gemeinsame Kommunikation und die menschliche Annäherung der Schüler/innen gegeben. Als gemeinsame sprachliche Basis kristallisierte sich sehr schnell die Weltsprache Englisch heraus.
Das Programm für die Jugendlichen enthielt Angebote zur regionalen Geschichte und zum Leben in der Stadt Marburg. Ausflüge nach Boppard an den Rhein und nach Mainz zum ZDF bildeten die nötige Abwechslung zu den Sprach- und Computerübungen in den Räumen der BLISTA.
An den mit Braille-Zeilen und Sprachausgaben ausgestatteten Computern probierten die Jugendlichen unter Anleitung von Jürgen Rupprath Computerspiele aus, besuchten Chatrooms und verschickten E-Mails.
Ein Besuch des Sommerfestes der Universität und der Empfang im Rathaus durch Bürgermeister Vaupel rundeten dieses europäische Feriencamp in Marburg ab.
Bei der Finanzierung der Jugendbegegnung konnten die Organisatoren sich auch auf Spendenmittel der heimischen Wirtschaft sowie des Lions-Clubs Marburg stützen. Wenn die Begeisterung der Jugendlichen, das Engagement der pädagogischen Betreuer und die positiven Erfahrungen in der gemeinsamen Gestaltung einer solchen Begegnung anhalten, wird auch das nächste Treffen in Krakau 2002 ein voller Erfolg.
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