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Vorab für alle Punktschriftleser dieses: Das von der Punktschriftkommission nunmehr festgelegte Zeichen für den Euro ist der Punkt 4 mit dem nachfolgenden Buchstaben e; man schreibt also beispielsweise: e 7,25. Entsprechend wird der Cent durch Punkt 4 mit dem nachfolgenden Buchstaben c dargestellt, also beispielsweise c 72.
So, nun zu meinem eigentlichen Anliegen, dem Cashtest. Ich bin wahrlich kein Hilfsmittelmuffel, doch werde ich den jetzt allerorts angepriesenen Cashtest für das neue Hartgeld und die Euroscheine nie kaufen oder verwenden. Da sehe ich mich im Einkaufsladen an der Kasse stehen, hinter mir eine Schlange von anderen Kunden. Ich zücke meine Geldbörse, suche zunächst den Cashtest, klappe ihn auf, nehme eine Banknote, schiebe sie im rechten Winkel in den Tester, schließe das Gerät, falte den herausstehenden Schein nach der richtigen Seite um und lese auf der Oberseite der Schablone den Wert des Scheines ab. Verzeihung! Das war nicht der richtige Geldschein. Ich wiederhole das Verfahren, während die Warteschlange neben mir zu murren beginnt. Mit Sicherheit sagt dann der nächste Kunde oder die Kassiererin: "Darf ich Ihnen helfen."
Nun, diese Peinlichkeit kann zunächst dadurch behoben werden, dass man sich einer Scheintasche mit wenigstens zwei, möglicherweise auch drei Fächern und vorsortierten Scheinen bedient. Damit habe ich schon jetzt in der alten D-Mark-Zeit schon beste Erfahrungen gemacht. In meiner Drei-Schein-Tasche wird es ab 1. Januar 2002 wie folgt aussehen: Ich lasse mir von meinem Geldinstitut grundsätzlich nur 5- und 20-Euroscheine geben. Fach 1 bekommt die 5er-Noten ungefaltet, dahinter stecke ich einmal gefaltet die 10er- Noten, die ich als Wechselgeld vielleicht auf einen 20er erhalte. Fach 2 ist für die ungefalteten 20er vorbehalten. Sollte ich einmal auch einige 100er bei mir tragen, so stecken diese in Fach 3. Ein zurücklaufender 50er kommt gefaltet in Fach 2 hinter die 20er. Ich glaube kaum, dass ich normalerweise auch 200er- oder 500er-Noten bei mir trage. Aber dafür finde ich dann auch noch eine Lösung. Wichtig bleibt in jedem Fall das vorsortierte Geld.
Bevor ich nun von einem sehr einfachen und praktisch zu handhabenden Tester, den ich mir selbst angefertigt habe, berichte, hier die Maße der neuen Euro-Scheine:
5 Euro = 12 mal 6,2 cm
10 Euro = 12,7 mal 6,7 cm
20 Euro = 13,3 mal 7,2 cm
50 Euro = 14 mal 7,7 cm
100 Euro = 14,7 mal 8,2 cm
200 Euro = 15,3 mal 8,2 cm
500 Euro = 16 mal 8,2 cm
Wie Sie sehen, haben die drei höchsten Noten dieselbe Breite. Hier nun mein kleiner Teststreifen, den ich mir aus einer starken Folie mittels einer Fotoschere zugeschnitten habe. Größe: 3 mal 7,7 cm. Er ist also genau so lang wie der 50er breit ist. Den Schein einfach drauflegen, Randabschluss ermitteln, und der 50er ist identifiziert. Als einzige Kennzeichnung besitzt mein Streifen eine Punktlinie, bestehend aus dreimal dem Buchstaben c oder dreimal Doppelpunkt oder dreimal Trennungsstrich, also etwa so
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Diese Kennzeichnung verläuft quer über den Streifen im Abstand von 6,7 cm zu einer Schmalkante. Wer bisher mitgedacht hat, weiß: Hier endet beim Auflegen eines Geldscheins, ausgehend von der unteren Schmalkante, der 10er. Der Rest ist einfach: Was unter dem Strich endet, muss ein 5er sein, was zwischen Strich und oberer Schmalkante endet, entpuppt sich als 20er. Ragt der Schein über die obere Schmalseite hinaus, so handelt es sich um einen der drei großen Scheine, des 100ers, des 200ers oder des 500ers. Mit wenig Übung kann man die verschiedenen Überstände einwandfrei ermitteln. Wer sich dennoch unsicher ist, falte diesen übergroßen Schein und lege ihn auf die halbe Länge der Note, also nicht auf die Breite. Der 100er entspricht dann in etwa dem 20er und der 200er in etwa dem 50er. Sollte sich bei dieser Faltmessung ein Überstand zeigen, so haben Sie mit Sicherheit einen 500er, die größte Euronote, in der Hand. Das alles sagt mir dieser primitive Folienstreifen mit der Größe von 3 mal 7.7 cm, der immer griffbereit in meiner Scheintasche stecken wird. Wer nicht die geeigneten Möglichkeiten zur Herstellung dieses Teststreifens hat, sollte sich nach dem aufgezeigten Schema ohne Scheu sehender Hilfe bedienen. Ich denke bei der Vorstellung dieses Streifens besonders auch an Späterblindete, die die Punktschrift nicht mehr gelernt haben und die mit dem Cashtest daher nicht zurecht kommen. Immerhin sind dies rund 70 %, die oberhalb von 60 Lebensjahren ihr Augenlicht verlieren.
Die Erkennung des Hartgelds der neuen Währung ist relativ problemlos. Ich habe vor einigen Wochen Musterstücke in der Hand gehabt. Die Dicke der Münzen, die gute Prägung und vor allem die Gestaltung der Münzränder helfen sehr rasch bei der Erkennung des Hartgelds. Aber auch hier rate ich zu einer sinnvollen Vorsortierung in der Geldbörse. Leider gibt es für die Münzen noch keine geeignete Münzbox wie zu D-Mark-Zeiten. Was von den Hilfsmittelverlagen in dieser Richtung angeboten wird, sind schwere, sperrige Behälter, die jede Jacken- oder Hosentasche, auch jede Damenhandtasche ausbeulen. Hier sollten sich unsere Hilfsmittelhersteller für eine sinnvolle und Platz sparende Steckbox stark machen. Es würden ohne weiteres - wie bisher - sechs Fächer ausreichen, wobei man die 1- und 2-Cent-Münzen ohne weiteres in einem Nebenfach der Scheintasche deponieren könnte.
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