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Erwin Seyffarth: Sonnenschein und Wir-Gefühl - das Blista-Sommerfest 2002

Am 1. Juni richtete die Blista erstmals ein Fest aus, bei dem die Schulgemeinde und nahezu alle Mitarbeiter des Schulträgers zusammen arbeiteten und feierten.

Das ideale Wetter, die vielfältigen Mitmachangebote und gelungene Aufführungen sorgten für einen schwungvollen und abwechslungsreichen Tag, so dass die aus allen Teilen Deutschlands angereisten Eltern ihre weite Reise nicht bereuten. Der Elternbeirat hatte zu Kuchenspenden aufgerufen und so bot sich den Gästen im Speisesaal ein überreiches Angebot süßer Versuchungen dar. Daneben sorgten die Mitarbeiter/innen der Hauswirtschaft und der Bau/Technik für eine reibungslose Versorgung mit Getränken und Grillspeisen.

Der folgende Bericht nimmt, leicht abgewandelt, die schriftlich übermittelten Eindrücke des Elternvertreters Erwin Seyffarth von diesem Sommerfest auf:

Da war das naturwissenschaftliche Quiz, das logisches Denken, praktisches Handeln und das Benutzen des gesunden Menschenverstandes verlangte. Es war nicht leicht, z.B. das Gewicht einer Wurst bzw. die Länge eines Bindfadens, der um sie herum gewickelt war, zu schätzen.

Auch das Torwandschießen unter der Augenbinde erforderte Konzentration und viel Zehenspitzengefühl und fand großen Zuspruch.

"Ludi Romani" der Lateingruppe war ganz auf die antike Kultur abgestellt und wurde den Besuchern u.a. in Form von Spielen, einem Horoskop und einem Preisrätsel nähergebracht. Hier gab es, wie schon die alten Römer sagten, "Panem et Circenses", wobei das Verspeisen des selbstgebackenen römischen Brotes und der Genuss des "Musus", noch die leichtesten Übungen waren.

Im Lehrerzimmer waren auf Informationstafeln Auszüge aus Praktikumsberichten der Jahrgangsstufe 10 dargestellt. Aus den Aufzeichnungen der Schüler geht hervor, dass sie sich bei der praktischen Arbeit in den Betrieben wohl gefühlt haben und dass eine solche Arbeitswelterkundung für die weitere Ausbildung wichtig und nützlich ist.

Weitere Highlights waren das Jazz-Trio mit hervorragenden Interpretationen, die Percussion AG und die Ehrung der viermaligen Goldmedaillengewinnerin der Paralympics in Salt Lake City, Verena Bentele, durch die Stadt Marburg.

Große Resonanz beim Publikum erfuhren auch die Computerspiele für Blinde und das Dunkelcafe.

Das Spiel der Theatergruppe der Cafeteria war mit seinen feinen Untertönen und Spitzen eine gelungene Darstellung der Pauschaltouristen und des Nichtfunktionierens zwischenmenschlicher Beziehungen.

Der Chor unter der Leitung von Carmen Whitehurst bot bei seinem ersten Auftritt einen Querschnitt aus seiner Arbeit und die Theatergruppe "Nachtsicht" rundete das bunte Nachmittagsprogramm mit dem Stück "Wir warten" ab. Die Darstellung der skeptischen Haltung einer Gruppe bis hin zur Ausgrenzung eines Außenseiters und die schrittweise Integration mit Hilfe eines "außerirdischen Wesens" war mit großem Einfühlungsvermögen inszeniert und gespielt.

Allen ehrenamtlichen Helfern, Schülern, Eltern und Mitarbeitern der Blista, sei ein großes Lob ausgesprochen und ganz herzlich für ihren Einsatz und Mühe gedankt. Ein ganz besonderer Dank gilt den Familien Özsahin und Yücel. Die von ihnen zubereiteten Leckereien, ob gefüllte Weinblätter oder Süßspeisen, waren heiß begehrt.

Fazit: Das erste Sommerfest der Blista - ein wirklich gelungener Versuch. Das Glück mit dem Wetter, die starke Beteiligung der Eltern und die vielen Aktivitäten, die aus der Zusammenarbeit der Abteilungen erwuchsen, sorgten für zufriedene Gesichter; auch beim Förderverein, dem ein Erlös von ca. 1.500 Euro zufließen wird.

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