horus

Startseite > horus & Broschüren > 4/2002

horus & Broschüren

Suche

Suchen Sie in horus aktuell, unserem Newsletter, und horus online, unserer Vereinszeitschrift:

Suchbegriff:

Suchen in:


Aus der Braille-Druckerei: Lesenswerte Bücher: Heimgesetz. In der Neufassung vom 5. November 2001 - BGBl. I S. 2970. KR., Preis: 14,30 E, 1 Hbd., 48 S., Bestellnr.: 4182

Mieterrechte und Mieterpflichten.





Verwendete Abkürzungen:



Umfangsangaben:

Bd./Bde. = Band/Bände

Hbd. = Halbband

Schriftart:

K.98 = Kurzschrift für alte Rechtschreibung gemäß den Wiener Beschlüssen von 1998

KR. = Kurzschrift für neue Rechtschreibung 1998 gemäß den Wiener Beschlüssen von 1998

Ihre Bestellung richten Sie bitte an:

Deutsche Blindenstudienanstalt e.V., Postfach 1160, 35001 Marburg. Telefon: 06421/9867-417 (rund um die Uhr), FAX: 06421/9867-461 E- Mail: Braille-Druckerei@blista.de

Es gelten unsere Geschäftsbedingungen. Stand: 26.06.2002



BRAILLE-DRUCKEREI



In der Braille-Druckerei werden Punktschriftbücher und Zeitschriften gedruckt und herausgegeben. Dadurch werden Blinden und Sehbehinderten Informationen im privaten, öffentlichen und schulischen Bereich zugänglich gemacht.

Das Programm erstreckt sich von Kinderbüchern über Belletristik und wissenschaftliche Bücher bis zu literarischen Werken. Die Schwerpunktarbeit der Braille-Druckerei liegt bei anspruchsvoller Literatur.

In der Abteilung sind hochqualifizierte sehende, sehbehinderte und blinde Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, die für ihre Tätigkeiten neueste Computertechniken nutzen.

Zur Braille-Druckerei gehören "Taktile Medien" und ein "Individueller Punktschrift-Service (IPS)".



Wie werden Punktschriftbücher hergestellt-



Punktschrift (Brailleschrift) ist eine 1825 von Louis Braille entwickelte spezielle Schrift für Blinde und Sehbehinderte. Sie wird in starkes Papier geprägt und besteht aus erhabenen, tastbaren Punkten. Die Buchstaben und Zeichen werden durch Kombinationen von bis zu 6 (bzw. 8) Punkten gebildet, wobei ein festes Formenraster zu beachten ist. Nur durch die Brailleschrift ist es blinden Menschen möglich, geschriebenen Text ohne besondere technische Ausstattung und ohne fremde Hilfe zu lesen.

Bei der Übertragung von Schulbüchern müssen besondere fachdidaktische Überlegungen mit einbezogen werden. Daher erfolgt hierbei eine sehr enge Zusammenarbeit zwischen der Braille- Druckerei und Lehrkräften der Carl-Strehl-Schule.

Die Schwarzschriftvorlagen werden mittels Scanner eingelesen oder, wenn das nicht möglich ist, per Hand geschrieben. Falls der Vorlagentext auf Datenträger vorhanden ist, entfällt das Einscannen.

Schulbücher für die Fachbereiche Musik, Naturwissenschaften und Fremdsprachen werden direkt in Blindenschrift eingegeben, da hier die Übersetzungsmöglichkeiten durch EDV-Programme z.Z. noch nicht gegeben sind.

Der nunmehr auf Datenträger vorliegende Schwarzschrifttext wird korrigiert und bearbeitet, es werden z.B. Steuerzeichen u.ä. eingefügt, damit ein übersichtlicher Punktschrifttext entstehen kann. Mit Hilfe spezieller EDV-Programme wird die Schwarzschriftdatei in Blindenschrift übersetzt und zum Korrekturlesen ausgedruckt.

Dabei wird der Punktschrifttext mit der Schwarzschriftvorlage verglichen, auf blindengerechte Darstellung und Übersichtlichkeit geprüft und entsprechend korrigiert.

Die gespeicherten Texte werden entweder über einen Blindenschriftschnelldrucker auf Endlospapier ausgedruckt oder mit einer automatischen Punziermaschine auf Zinkplatte übertragen und über Tiegeldruck- bzw. Rotationsdruckverfahren vervielfältigt.

In unterschiedlicher Art gebunden, stehen sie zum Verkauf zur Verfügung. Ein Teil der Blindenschriftwerke ist auch auf Diskette erhältlich.



Welche Werke sind erhältlich?



Nähere Informationen zu den in Punktschrift erhältlichen Büchern können sie dem speziellen Schulbuchverzeichnis (in Schwarzschrift oder auf Diskette), dem Verlagsverzeichnis, unserer Zeitschriftenliste in Schwarzschrift sowie unseren diversen Veröffentlichungen in Zeitschriften des Blinden- und Sehbehindertenwesens entnehmen.



TAKTILE MEDIEN



In der Abteilung Taktile Medien werden taktile Abbildungen und Modelle hergestellt. Diese Abbildungen ermöglichen es Blinden und Sehbehinderten, z.B. Landkarten oder Stadtpläne zu lesen.

Die Methode der Reliefgestaltung stützt sich auf wissenschaftliche Untersuchungen, Veröffentlichungen in Organen des Blindenwesens sowie auf die Empfehlungen des "Ersten Europäischen Symposiums über Blindenstadtpläne". Die Herstellung der Abbildungen erfolgt in sehr enger Zusammenarbeit mit Lehrkräften der Carl-Strehl- Schule und der Rehabilitationseinrichtung für Sehgeschädigte (RES) der Deutschen Blindenstudienanstalt.

Das Programm der Taktilen Medien besteht aus Darstellungen zu Schulbüchern für die Fächer Geographie, Physik/Chemie, Biologie, Geschichte usw., daneben aus Stadtplänen und dem Bau taktiler Modelle, z.B. des Marburger Reliefglobus.

Ein Schwerpunkt der Arbeit besteht darin, die Produkte nicht nur tastbar, sondern auch für Sehbehinderte optisch (farbig) zu gestalten.

Eine Dokumentation, die Ihnen einen Überblick über unsere Karten und Abbildungen gibt, erhalten Sie gegen eine Schutzgebühr.



INDIVIDUELLER PUNKTSCHRIFT-SERVICE



Der "IPS-Dienst" (Individueller Punktschrift-Service) ermöglicht die rasche Versorgung mit Punktschrift durch den Einsatz moderner technischer Geräte (Scanner, PC usw.).

Der IPS-Dienst ist in der Lage, auch umfangreichere Schriftstücke zur individuellen Nutzung bereitzustellen. Die Texte dürfen allerdings aus Copyright-Gründen nicht weitergegeben werden:

Der Auftraggeber muss sich zum ausschließlich eigenen Gebrauch des übertragenen Schriftgutes verpflichten.

Die durch Scanner optisch erfasste Schrift wird auf Datenträger abgespeichert und nach Vorbereitung durch EDV-Programme in Blindenschrift übertragen. Die Ausgabe der gespeicherten Blindenschrift (Voll- oder Kurzschrift) erfolgt über einen zweiseitig prägenden Blindenschriftschnelldrucker auf Endlospapier. Ausgeliefert werden gelochte und geschnittene Blätter, die dann nach eigenen Vorstellungen abgelegt werden können. Auf Wunsch werden auch Ringordner mitgeliefert, in welche der Ausdruck schon eingelegt ist.

Möglich ist auch die Textausgabe als reine ASCII-Datei auf Diskette (Betriebssystem MS-DOS). Disketten sind in 51/4- und 31/2- Zoll-Formaten lieferbar.

Es muss ausdrücklich darauf hingewiesen werden, dass die Technik des Scanners Grenzen setzt. Was tatsächlich machbar ist, kann in jedem Fall erst anhand des zu übertragenden Originals entschieden werden. Am besten eignet sich durchgängiger "glatter" Text mit kontraststarken, konturscharfen Buchstaben. Kopien sind nur bedingt zum automatischen Einlesen brauchbar. Bei Büchern muss die Schwarzschriftvorlage aus technischen Gründen auseinandergeschnitten werden.

Schreiben Sie oder rufen Sie uns an. Wir können Ihnen sicher weiterhelfen.

Deutsche Blindenstudienanstalt, Postfach 1160, 35001 Marburg/Lahn; Telefon: 06421/606-0, Telefax: 06421/606-229, E-Mail: info@blista.de

Braille-Druckerei

Industriestr. 11, 35041 Marburg/Lahn; Telefon: 06421/9867-459, Telefax: 06421/9867-461, E-Mail: Braille-Druckerei@blista.de

Zurück zum Inhalt von 4/2002 |horus im Überblick

[Startseite]  Startseite  | [Kontakt]  Kontakt  | [Impressum]  Impressum | [Hilfe]  Hilfe