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Dr. Helmut Vollert: Die Woche des Sehens in Lübeck und Itzehoe

Am 11. Oktober 2002 fand in der Universitätsaugenklinik zu Lübeck ein Tag der offenen Tür statt. Die Veranstaltung begann um 10 Uhr mit einer Reihe von Kurzvorträgen in einem Hörsaal der Universität vor etwa 70 bis 80 Zuhörern zu folgenden Themen:



Nach den einzelnen Vorträgen beantworteten die Referenten Fragen aus dem Plenum.

Anschließend bestand Gelegenheit, sich an Informationsständen in den Räumen der Augenklinik individuell näher zu informieren oder beraten zu lassen. Außer den Angeboten der Augenklinik selbst waren u.a. Optiker und Hilfsmittelfirmen sowie insbesondere auch der BSV SH durch mehrere Personen mit seinem weit gefächerten Beratungs- und Hilfsmittelangebot vertreten. Als Vertreter des DVBS hatte ich Gelegenheit, in mehreren interessanten Gesprächen auf die Möglichkeiten einer weiterführenden Blindenbildung hinzuweisen und die Angebote des Vereins vorzustellen.

Am 12. Oktober 2002 von 10 bis gegen 15 Uhr fand in der Innenstadt von Itzehoe im Fußgängerbereich eine Informationsveranstaltung statt, an der mehrere Organisationen, so auch der BSV SH und der DVBS, beteiligt waren. Die Koordination und Durchführung der Veranstaltung lag in den Händen des Itzehoer Augenarztes Dr. Jens Müller-Bergh. Bei herbstlich rauen, aber sonnigem Wetter gelang es uns, durch den Einsatz unserer sehenden Helfer mit relativ vielen Passanten, darunter in einigen Fällen auch mit Betroffenen, ins Gespräch zu kommen, sie über die Situation blinder und sehbehinderter Menschen zu informieren bzw. ihnen Informationsmaterial mitzugeben.

Bei der Kontaktaufnahme war ein Kinderquiz sehr hilfreich, das in einer Vorbesprechung angeregt und von Herrn Dr. Müller-Bergh erstellt worden war. Das Quiz bestand aus vier Fragen, die im Multiple-Choice-Verfahren zu beantworten waren und zu dem Lösungswort "Auge" führen mussten. Zur Belohnung erhielten die Teilnehmer ein Lineal, auf dessen Rückseite das Blindenschriftalphabet aufgedruckt war. Durch dieses Quiz kamen wir dann mit den Eltern ins Gespräch. Von Kindern wurde auch das Angebot der Mobilitätstrainer, Frau Käther und Herrn Wendt, angenommen, unter einer Simulationsbrille mit dem Langstock einen Parcours abzugehen.

In der nahe gelegenen Begegnungsstätte der Bezirksgruppe Steinburg des BSV SH konnten wir uns zwischendurch nicht nur aufwärmen, sondern es wurde dort auch für unser leibliches Wohl mit einer heißen, schmackhaften Suppe sowie mit Kaffee und Kuchen gesorgt. Hierfür sei an dieser Stelle, insbesondere dem Ehepaar Erdloff und seinen Helfern, noch einmal herzlich gedankt. Ein besonderer Dank gilt auch Herrn Dr. Müller-Bergh für sein großes Engagement und seinen zeitaufwändigen persönlichen Einsatz sowie - last not least - den DVBS-Mitgliedern und meiner Frau. Wir waren dort insgesamt mit fünf Personen vertreten. Es war für uns die erste Veranstaltung dieser Art, und wir haben wertvolle Erfahrungen gesammelt für eine Wiederholung oder eine ähnliche Veranstaltung im nächsten Jahr.

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