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ZAV: Weniger Stellen, mehr Bewerber - ZAV veröffentlicht Arbeitsmarktbericht 2002 für Akademiker

Für Akademikerinnen und Akademiker erhielten die Dienststellen der Bundesanstalt für Arbeit von Arbeitgebern im vergangenen Jahr insgesamt 126.800 Meldungen offener Stellen - knapp 23 Prozent weniger als im Vorjahr (Rückgang in 2001: elf Prozent). Dies geht aus dem Arbeitsmarktbericht 2002 für besonders qualifizierte Fach- und Führungskräfte hervor, den die Zentralstelle für Arbeitsvermittlung (ZAV) der Bundesanstalt für Arbeit jetzt veröffentlicht hat.

Fast die Hälfte aller Stellenangebote entfiel auf Ingenieure (26,7 Prozent) und auf besonders qualifizierte kaufmännische und Verwaltungsberufe (22,2 Prozent). Es folgten Sozialarbeiter und Sozialpädagogen (12,6 Prozent) und Humanmediziner (7,1 Prozent).

In fast allen Berufsgruppen ging im Vergleich zum Vorjahr die Zahl der Stellenangebote zurück. Die Gruppe der IT-Experten war davon besonders betroffen (- 44,2 Prozent) - mit Ausnahme der Systemprogrammierer (+ 110 Prozent).

Stellenzuwächse in größeren Berufsgruppen gab es für Fachlehrer an allgemeinbildenden Schulen (+ 37,3 Prozent), Controller (+ 11,3 Prozent), Versicherungsfachleute (+ 9,3 Prozent) sowie Bank- und Sparkassenfachleute (+ 7,3 Prozent).

Die meisten Vermittlungen entfielen auf die Berufsgruppen mit dem größten Angebot an offenen Stellen: besonders qualifizierte kaufmännische und Verwaltungsberufe (21,6 Prozent); Ingenieure (21,1 Prozent), Sozialarbeiter und Sozialpädagogen (16,4 Prozent). Diese Verteilung entspricht in etwa der des Jahres 2001.

Während die Zahl aller Arbeitslosen auf dem deutschen Arbeitsmarkt um 5,3 Prozent stieg (Vorjahr: + 1,6 Prozent), wuchs die Anzahl arbeitsloser Akademiker um 23,9 Prozent. Der Anteil der arbeitslosen Akademiker an allen Arbeitslosen betrug 5,7 Prozent (Vorjahr 4,8 Prozent). Der seit 1991 beobachtete Trend eines ständigen Rückgangs dieses Anteils setzte sich 2002 nicht fort.

Gute Chancen auf eine Einstellung hatten Akademiker mit guten Examina und Fachkompetenz. Arbeitgeber setzten branchenspezifische Berufserfahrung, sichere Kenntnisse im Englischen und in gängiger Software für Bürokommunikation voraus. Sie bevorzugten Bewerberinnen und Bewerber mit breitem Fachwissen, die sie in Zeiten mit geringem Personalbestand flexibel einsetzen können.

Die sogenannten Soft Skills in den Anforderungsprofilen haben sich fest etabliert: Personalentscheider forderten von Akademikern oft Selbstmanagement-, Team-, Konflikt-, Durchsetzungs- und Kommunikationsfähigkeit.

Mit Existenzgründerseminaren unterstützten die Arbeitsämter Akademiker, die den Schritt in die Selbständigkeit wagten. Zusätzlich förderte die Bundesanstalt für Arbeit die neuen Unternehmerinnen und Unternehmer mit Überbrückungsgeld.

Den ausführlichen Jahresbericht über den Arbeitsmarkt für besonders qualifizierte Fach- und Führungskräfte erhalten Interessenten kostenlos. Bestellung bei der Zentralstelle für Arbeitsvermittlung (ZAV), Arbeitsmarkt - Informationsservice, 53107 Bonn, oder telefonisch unter 0228/7.13-12.92 sowie per E- Mail: Bonn-ZAV.ams@arbeitsamt.de. Der Bericht steht online als PDF- Dokument zur Verfügung: www.arbeitsamt.de/zav/publikationen/srvams.html.

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