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Jochen Schäfer: "Die oberen Zehntausend" - Die Bibliographie der "Marburger Beiträge" umfasst nun 10.000 Datensätze

In unseren "Marburger Beiträgen" wurde schon zweimal auf statistische Ereignisse hingewiesen, wenn es darum ging, dass etwas "Abgerundetes" geschehen ist. Herr Witte berichtet in 1983 von der "tausendsten Benutzerin" in der Blista- Dokumentationsstelle (zu finden in MB 4/1983 bzw. horus 3/1983). Genau 15 Jahre danach berichtet Herr Andreas Wohnig unter dem Titel "Studier" mal mit Kassetten" (MB/horus 2/1998) über das 5000ste im "Aufsprachedienst" des DVBS aufgesprochene Hörbuch (heute sind"s schon 6000 Hörbücher).

Wiederum fünf Jahre später kann diese "5000" mit einem weiteren statistischen Großereignis nun verdoppelt werden: Seit dem Horuserfassen von H. 4/2003 des heutigen "horus" umfasst die Bibliographie dieser Zeitschrift nunmehr 10.000 Datensätze. Wie die meisten von Ihnen/Euch wohl wissen, arbeite ich seit rund neun Jahren kontinuierlich an diesem Verzeichnis. Den wenigsten ist aber vermutlich bekannt, dass ich nicht der Einzige war, der daran mitwirkte. Zwei andere, im Dokumentationsbereich tätige DVBS-Mitglieder haben während ihrer Praktika in der Blista mit der Bearbeitung angefangen. Es sind dies: Frau Lydia Steinhorst und Frau Beate von Malottki, denen ich für ihre exzellente Vorarbeit ein herzliches Dankeswort sagen möchte.

Ohne ihre Arbeit wäre diese Bibliographie nicht das geworden, was sie heute ist! Sie bearbeiteten damals die Jahrgänge 1980- 92 (ausschließlich Punktschriftausgaben). Alles Weitere wurde von mir bearbeitet, sowohl die Schwarzschriftausgaben als auch seit etwa sieben Jahren die Volltextversion von Artikeln, wobei seit der Zeit, als der "horus" auf Diskette erschien (ab 1990), alles im Volltext vorliegt, ansonsten nur solche Beiträge, die lediglich in einer Ausgabe erschienen sind. Sämtliche nur in Schwarzschrift erschienenen Beiträge sind mittels des Scanners eingelesen und per Hand nachkorrigiert worden, die nur in Punktschrift erschienenen Artikel habe ich "per Hand" abgeschrieben; diese Arbeit ist jedoch noch nicht fertig, ich bin jetzt am Ende des Jahres 1955.

Aus kleinen Anfängen wurde etwas ganz Großes. Dies kann man sowohl von den "Marburger Beiträgen" selbst, wie auch von deren Bibliographie sagen. Diese gibt es bisher nur in DOS, aber eine Internet-Umsetzung ist in Planung. Wird diese fertig gestellt sein, werde ich eine große "horus-Revue" veröffentlichen. Der nun folgende geschichtliche Rückblick über rund 85 Jahre "Beiträge" ist daher nur eine Kurzfassung.

Die "Beiträge zum Blindenbildungswesen" gab es erstmals in Form einer Schwarzschriftnummer im Jahre 1918, herausgegeben von der "Hochschulbücherei, Studienanstalt und Beratungsstelle für blinde Akademiker e.V." (Blindenstudienanstalt) unter ihrem Gründer und damaligen Direktor Prof. Dr. Alfred Bielschowsky, der zugleich Direktor der Marburger Universitäts- Augenklinik war. Über diese Nummer berichtet auch Prof. Scholler in MB 6/1971 bzw. horus 1/1972.

Dieser "Null-Nummer" folgten erst sechs Jahre später periodisch erscheinende Monatshefte in Punktschrift, denen wiederum sechs Jahre danach eine abgespeckte Schwarzschriftversion in Form von vier Heften pro Jahrgang beigegeben wurde.

Aber schon 1924 gab es zwei Herausgeber: zum einen, wie 1918, die Blindenstudienanstalt, zum anderen den "Verein der blinden Akademiker Deutschlands e.V." (VbAD). Die Schriftleitung lag nun in den Händen des Gründers und Vorsitzenden des VbAD, Dr. Carl Strehl. In dieser Zeit erfahren wir auch, dass Prof. Dr. Bielschowsky einem Ruf an die Breslauer Universität gefolgt ist und sowohl Blista als auch Universitäts-Augenklinik unter neuer Leitung standen: Prof. Dr. Karl Stargardt lenkte nun deren Geschicke bis zu seinem Tode 1927. Als Direktor der Blista folgte ihm Dr. Carl Strehl - bis 1965. Bielschowsky, der Gründer und erste Direktor der Blista, ist aus uns bekannten Gründen lange Zeit in Vergessenheit geraten. Erst 1993 wurde in der Blista ein Konferenzraum nach ihm benannt, 2001 folgte die Umbenennung des Gebäudes der "Rehabilitationseinrichtung für Blinde und Sehbehinderte" in "Bielschowsky-Haus".

Wenn man die Geschichte der "Beiträge" verfolgt, erfährt man zugleich sehr viel über das Werden von deren herausgebenden Einrichtungen und über das Blindenwesen allgemein. Die "Beiträge" sind mit ihrem erst 1918 erschienenen ersten Heft die jüngste der damals vier, heute drei führenden Blindenfachzeitschriften. Die übrigen wurden (werden) von jeweils einer Fürsorge- bzw. Selbsthilfeorganisation herausgegeben. Die "Beiträge" werden bis heute - wie oben erwähnt - von zwei Einrichtungen (einer Fürsorge- und einer Selbsthilfeeinrichtung) herausgegeben. Sie stellten daher vor allem von ihren (periodischen) Anfängen bis zum Wechsel des Vereinsvorsitzenden 1968 ein wichtiges Bindeglied zwischen Blindenfürsorge und -selbsthilfe dar.

In den 20er Jahren gab es im Blindenwesen vor allem zwei Hauptschlagworte: Blindenwohlfahrtskongresse und Blindenrente. Der erste, 1924 stattgefundene Blindenwohlfahrtskongress wird sehr ausführlich behandelt, die beiden darauf folgenden (1927 und 1930) weniger ausführlich. Ein vierter war in Planung, wurde aber aufgrund der politischen Veränderungen nicht durchgeführt. Diese Kongresse setzten sich zusammen aus den führenden deutschen Blindenfürsorge- und - selbsthilfeorganisationen. Sie stellten eine Erweiterung der bereits seit 1873 in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen tagenden (und bis heute durchgeführten) "Blindenlehrerkongresse" dar.

In Verbindung mit der "Blindenrente" (dem Vorläufermodell unseres heutigen "Blindengeldes") muss unmittelbar Dr. Dr. Rudolf Kraemer aus Heilbronn genannt werden, über den in H. 1/2001 Dr. Christhard Schrenk eine ausführliche Biographie veröffentlicht hat. 1927 legte Kraemer einen "Entwurf zu einem Blindenrentengesetz" den führenden Behörden vor (abgedruckt in den "Beiträgen" 1927). Sieht man sich diesen Entwurf an, so merkt man, dass er sehr gut ausgearbeitet und durchdacht wurde. Aufgrund der damaligen sehr schlechten Finanzsituation in Deutschland war es unmöglich, diesen Entwurf umzusetzen.

In den 20er Jahren finden wir aber auch düstere Ausblicke auf kommende Zeiten. Beispiele: zwei Abhandlungen über das "Lex Zwickau" von Dr. Boeters zur "Sterilisierung der geistig Minderwertigen" (MB 1924, H. 4, und 1925, H. 12, wobei erstere auf empörte Reaktionen aus dem Leserkreis stieß), ein Aufsatz des damals führenden Blindenpsychologen Dr. Wilhelm Steinberg über den Schriftsteller Ernst Mann, der ähnliche Ansichten wie Boeters vertrat (MB 7/1927), außerdem Strehls jährlich erscheinende Betrachtungen zum Jahreswechsel, in diesem Fall 1928, wo er sich in H. 12 sehr erfreut über den Beitritt des bekanntesten österreichischen Blindenselbsthilfeverbandes zur "Arbeitsgemeinschaft der deutschen Blindenverbände" äußert und nun fordert, dass sämtliche deutschsprechenden Blindenverbände aus der Schweiz und der Tschechoslowakei dieser "großdeutschen" Arbeitsgemeinschaft beitreten sollten.

Schon 1931 und 1932 ließ Strehl in den "Beiträgen" (bezeichnenderweise nur in Punktschrift) Artikel drucken, die sich mit der Diskriminierung Behinderter nach nationalsozialistischen Vorstellungen beschäftigen. Anfang 1933 kam es dann zur "Gleichschaltung" auch im Blindenwesen. Wenn man die "Beiträge" dieser zwölf Jahre betrachtet, kann man aus heutiger Sicht oft nur mit dem Kopf schütteln. In vorauseilendem Gehorsam wurden sämtliche jüdischen Mitglieder des VbAD sowie der Blista ausgeschlossen, darunter auch Bielschowsky, der bis 1934 Ehrenvorsitzender beider Einrichtungen war, wegen seiner Abstammung die Universität Breslau verlassen musste und sich in den USA niederließ. Ebenfalls 1934 wurde der "Verein der deutschredenden Blinden" aufgelöst, der damals als einer der ältesten und führenden Selbsthilfeverbände galt, jedoch nicht ins NS-System passte. Über diesen Verein, der sich nach 1945 nicht neu gründen konnte, schrieb 1935 Dr. Mittelsten Scheid in den "Beiträgen".

Besonders düster aber wirken manche "Beiträge" aus der Zeit des 2. Weltkrieges. 1941, als Hitler sich auf dem Höhepunkt seiner militärischen Erfolge sah, wurde dies besonders deutlich. Zu Beginn des Jahres forderte Strehl in seinem Neujahrsgruß, den "Urfeind England niederzuzwingen" (H. 1 - nur in Punktschrift). Solchen und ähnlichen Hasstiraden schloss sich der damals sehr populäre blinde Dichter Bruno Lehmann an, indem er zwei Artikel darüber schrieb: "Die englische Gleichgewichtspolitik und die Verewigung der Kriege" (H. 3 in Punktschrift, H. 1 in Schwarzschrift), wo er England für die Fortsetzung des Krieges verantwortlich macht, sowie "Britische Frömmigkeit und Weltherrschaft" (H. 7 - nur in Punktschrift), wo er geschichtlich nachweisen will, dass England eine große Gefahr darstelle. Im Oktober 1941, als Hitlers Größenwahn absolut keine Grenzen mehr kannte, und Deutschland sich im Krieg mit Russland befand, brachte Lehmann einen Artikel über "Das Gesicht des jüdischen Weltimperialismus und Bolschewismus" (H. 10 - nur in Punktschrift). Trotz dieser düsteren Zeiten muss man sich an manchen Stellen jedoch auch im positiven Sinne wundern, wenn man beispielsweise bedenkt, dass es ermöglicht wurde, dass "Das deutsche Blindenrecht" von Dr. Kraemer, das offiziell verboten war, in den "Beiträgen" abgedruckt werden konnte.

Ab 1943 gab es in Punktschrift keine Monatshefte mehr, sondern es wurde die Erscheinungsweise eingeführt, wie sie uns noch heute vertraut ist: zweimonatlich. Dies konnte zuerst nur bis 1944 so durchgeführt werden, danach gab es nur noch ein Punktschriftheft 1945 - bevor alles zusammenbrach.

1945 änderte sich alles. Deutschland war in Besatzungszonen aufgeteilt, und die "Stunde null" machte auch vor dem Blindenwesen nicht Halt. Die bis dahin bestandenen Fürsorge- und Selbsthilfeverbände wurden entweder aufgelöst oder existierten, wie die Marburger Einrichtungen, unter anderen Bedingungen weiter. Auf Anweisung der Alliierten wurde der Name des Vereins in "Verein der blinden Geistesarbeiter e.V." (VbG) umbenannt. Die Blindenstudienanstalt galt vor allem mit ihrer Aufbauschule als "nachkriegswichtig", um die aus dem Krieg heimgekehrten jungen Blinden auszubilden (so wie nach dem 1. Weltkrieg).

Die "Beiträge" begannen erst wieder 1949 mit zwei Heften. Sie waren in Westdeutschland die erste Blindenfachzeitschrift nach dem Krieg, wohingegen in Ostdeutschland bereits 1947 eine neue Zeitschrift unter dem Titel "Die Gegenwart" ins Leben gerufen wurde, u.a. von Max Schöffler, dem ersten Nachkriegsdirektor der Deutschen Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig.

In den "Beiträgen" 1949 finden wir einen sehr langen Bericht über den Kongress von Sachbearbeitern des Blindenwesens in Oxford/England, wo auch - wie selbstverständlich - Direktor Carl Strehl als "ganz gewöhnlicher deutscher Delegierter" zugegen war; wollte er doch noch einige Jahre zuvor gerade dieses Land "niederzwingen" lassen. Natürlich war davon keine Rede mehr in Westdeutschland, doch "Die Gegenwart" veröffentlichte in H. 9-10/1949 einen Artikel von Schöffler, in dem er genau darauf eingeht (Punktschrift: S. 63-66, Schwarzschrift: S. 212-214). Der Grund dafür war die handschriftliche Übertragung des Buches "Hier spricht Hans Fritzsche" durch die Blindenstudienanstalt. Fritzsche war einer der Nazi-Ideologen, der vor allem im Rundfunk für die Verbreitung dieser Ideologie sorgte und nun im Gefängnis sein Tagebuch niederschrieb (mehr zu dem Schöffler-Artikel auf Anfrage).

1949 ist auch das Jahr, in dem zum ersten Mal nach dem Krieg über eine allgemeine Blindenrente ("Blindengeld") nachgedacht wurde. Es wurde dann in den 50er Jahren in den einzelnen Ländern der BRD nach und nach eingeführt. Gerade in der heutigen Zeit müssen wir ja sehr um den Erhalt dieser Leistungen kämpfen. Wenn man aber bedenkt, dass andere Behindertengruppen einen solchen Nachteilsausgleich nie bekommen haben, und vor allem, mit welchen Argumenten die damaligen Blinden sich diese Leistungen erstritten, kann man nur erstaunt sein. Der im letzten Heft der "Beiträge" 1949 abgedruckte Artikel von Dr. Gottwald "Eine allgemeine Blindenrente in Deutschland" legt Zeugnis davon ab.

Ab 1950 erschienen die "Beiträge" wieder sechsmal im Jahr in Punktschrift, ab 1954 folgten zweimal pro Jahr erscheinende Schwarzschriftausgaben. Die 50er Jahre sind ein Jahrzehnt großer Veränderungen in Marburg: 23.02.1954 Gründung der "Deutschen Blinden-Hörbücherei gGmbH", 1955 erneute Änderung des Vereinsnamens in "Verein der blinden Geistesarbeiter Deutschlands e.V." (VbGD), 1958 Einweihung der Carl-Strehl- Schule, um nur drei Stichworte zu nennen.

In den 60er und 70er Jahren lesen wir viel über wesentliche personelle Veränderungen in VbGD und Blista. 1965 schied Strehl als Blista-Direktor aus, ihm folgte (bis 1971) Dr. Horst Geißler. 1968 gab Strehl auch das Amt des VbGD- Vorsitzenden an Privatdozent Dr. Heinrich Scholler ab, der bis 1979 die Vereinsgeschicke nachhaltig beeinflusste. 1969, in seinem ersten Jahr als Vorsitzender, erhielt die Schwarzschriftausgabe der "Beiträge" ihren heutigen Obertitel "horus", der genau 30 Jahre später für alle Ausgaben gelten sollte.

Mit dem Tod von Strehl 1971 geriet vor allem der VbGD in eine Krise, weil man sich nun überlegen musste, wie es weiter gehen sollte. In den "Beiträgen" dieser Jahre finden wir viel von diesen Überlegungen. Sie reichten von Auflösung des Vereins über Angliederung an den "Deutschen Blindenverband" (DBV) bis zu dem, was sich letztendlich durchgesetzt hat, und worauf der Autor, Dr. Otto Hauck, noch immer mit Freude verweist: "Neue Schwerpunkte in der Arbeit des VbGD" (MB 1971, H. 4, nur in Punktschrift - bisher noch nicht übertragen). Es wird hier die Gründung von Berufsfachgruppen vorgeschlagen sowie den Bezirksgruppen mehr Mitspracherecht im Gegensatz zu früher zugesprochen. Es dauerte zwar einige Jahre, bis sich diese Vorschläge durchsetzten, aber im Laufe der 70er Jahre entstand die Vereinsform, wie wir sie heute kennen.

1971 war auch das Jahr, in dem die Blista einen neuen Direktor bekam: Hans-Heinrich Schenk stand bis zu seinem Tode 1978 an deren Spitze, bevor Jürgen Hertlein dieses Amt übernahm.

1977 erhielt der VbGD mit Wolfgang Angermann den ersten Geschäftsführer, der sich besonders durch seine zahlreichen Kontakte zu anderen Einrichtungen des Blindenwesens im In- und Ausland auszeichnete. Zwei Jahre später gab Prof. Dr. Scholler das Amt des Vorsitzenden ab. Am 12.05.1979 wurde der noch heute amtierende Dr. Hauck zu seinem Nachfolger gewählt. In diesen Jahren ist auch eine Veränderung des Umfangs der Schwarzschriftausgaben der "Beiträge" zu verzeichnen, der 1978 auf drei Hefte pro Jahr erhöht wurde (ab 1981 waren es vier Hefte, und seitdem bestehen auch die Punktschriftausgaben jeweils aus zwei Teilen).

Nach den erwähnten personellen Veränderungen hat sich in den 80er Jahren kaum etwas geändert, sieht man einmal von der längst überfälligen und erst 1984 verwirklichten Änderung des Vereinsnamens in "DVBS" ab (da er noch heute gilt, reicht an dieser Stelle die Abkürzung).

1990, als Deutschland sich im Umbruch befand, begannen die Vorarbeiten an der horus-Bibliographie, die zwei Jahre später fortgesetzt wurden. Ende 1994 wurde diese Arbeit weiter betrieben bis zum heutigen Tag, und "die oberen Zehntausend" sind erreicht. Doch während dieser rund neun Jahre ist auch wieder einiges geschehen. Andreas Bethke ist seit 1995 DVBS- Geschäftsführer, und die "Marburger Beiträge" sind ab 1999 zum "horus" geworden, der ab 2000 in Punkt- und Schwarzschrift sechs Hefte umfasst.


Was sagt das "horuskop" für die Zukunft voraus


Zweimal habe ich in diesem Jahr den Antrag auf Aufnahme in die horus-Redaktion gestellt - vergeblich! Schade irgendwie, denn ich denke, nach so intensiver Arbeit mit dem "horus" hätte ich sicherlich einiges zu seiner inhaltlichen Gestaltung beitragen können. Daher am Schluss dieses Beitrages einige Vorschläge:

Das "Vorangestellt" des Herrn Boysen, mit dem jede Ausgabe eingeleitet wird, sollte nach meiner Meinung entweder verändert oder ganz gestrichen werden. Warum- Zum einen erinnert es sehr an die Einleitungen von Dr. Nicolai in der "Gegenwart", die ähnlich geschrieben sind, was mir zu kopiert erscheint, zum anderen geben die "Vorangestellte" inhaltlich nicht allzu viel her und enden meist mit demselben Satz "Denken wir doch einmal gemeinsam darüber nach"; das wirkt etwas langweilig (und das denke nicht nur ich so). Deshalb: Wenn es unbedingt sein muss, sollte man das "Vorangestellt" unter ein bestimmtes Motto stellen, das als Überschrift "vorangestellt" wird. Dies würde es lebendiger erscheinen lassen. Aber geht es nicht sogar ganz ohne- Oder vielleicht zum Anfang und Schluss eines Jahres je eins- (das gab"s früher auch schon).

Lobend möchte ich hervorheben, dass man in den letzten rund zwei Jahren versucht, die "Beiträge" mehr als früher mit Leben zu erfüllen, und dies liegt bestimmt an dem neuen Referenten für Öffentlichkeitsarbeit. Aber es wäre sicher noch besser, wenn man auch ab und zu mehr Kritik zulassen würde, wie es Frau Wehr im ersten Heft 2002 anregt.

Ganz zuletzt nun eine Hit-Liste der in den "Beiträgen" am häufigsten auftauchenden Autoren (Stand: September 2003, Stand der Übertragungen: Ende 1955): Der Spitzenautor ist natürlich - wie könnte es anders sein - Strehl mit 578 (davon erscheint er zweimal nur in der Schwarzschriftausgabe), ihm folgt Karl Britz mit 166 (davon dreimal nur in Schwarzschrift), auf Platz drei steht Dr. Schulze mit 146 und auf Platz 4 Scholler mit 116 (davon einmal nur in Schwarzschrift).

Bei Rückfragen bezüglich der "Beiträge" wenden Sie sich/wendet Euch bitte entweder an den DVBS oder die Blista- Dokumentationsstelle im Marbacher Weg 18 in Marburg, oder an: Jochen Schäfer, E-Mail (dienstlich): Schuelerbibliothek@blista.de.

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