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Dr. Hans-Eugen Schulze: Wie war es in den anderen Blindenschulen

Nachdem Malmanesh über Marburg berichtet hat, liegt diese Frage nahe. Dazu habe ich durch den ADW einige Berichte auflesen lassen. Hier stelle ich diejenigen über Hamburg und Ilvesheim vor:

Thorsten Schröder, die Hamburger Blindenanstalt, in: Projektgruppe für die vergessenen Opfer des NS-Regimes in Hamburg:

Geschildert wird u.a. der Versuch der Schulleitung, Kinder, die nach Anweisung der Anstaltsärztin dem Gesundheitsamt zur Einleitung eines Erbgesundheitsverfahrens hätten gemeldet werden müssen, davor zu bewahren. Wiedergegeben wird außerdem das Interview mit einer blinden Frau, die zwar erst 1933 geboren war und darum nicht sterilisiert werden konnte, aber zeitlebens unter der Vorstellung litt: "Du darfst es nicht weiterbringen, darfst nie heiraten, darfst nie Kinder haben ... In manchen schlimmen Stunden habe ich mir überlegt: Vielleicht wär"s gut gewesen, wenn die Nazis dich sterilisiert hätten. Dann hättest Du heute kein behindertes Kind ..."

Mechthild Müller beschreibt in "Die Blindenschule Ilvesheim während der Zeit des Nationalsozialismus - Erinnern, nachdenken, bewältigen", in Bernd/Born/Krause u.a.: 125 Jahre Blindenschule in Ilvesheim. Zwei ihrer drei Zeitzeugen waren die Geschwister Hartmann, über die ich allein in horus 1988, Blindenschrift S. 56 und Schwarzschrift S. 25, und gemeinsam mit Peter Brass in horus Blindenschrift 1995 S. 735 und Schwarzschrift 1996 S. 24 geschrieben habe. In Müllers Bericht habe ich die erste Würdigung des Inhalts der Zeitschrift "Blindenfreund" des heutigen "Blind - Sehbehindert" zwischen 1933 bis 1945 gefunden.

Bestellnummer: 10246, eine Kassette, 7,00 Euro.

Titel: Aufsätze zu Blindenanstalten während der NS-Zeit

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