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Ferienspaß und Computer-Know-how für blinde und sehbehinderte Kinder und Jugendliche: - Ein besonderes Angebot der blista vom 3. bis 8. April 2004 -

Die Nutzung des Computers als alltägliches Hilfsmittel in der Schule und im Privatbereich hat auch für blinde und sehbehinderte Kinder und Jugendliche eine zunehmend wachsende Bedeutung. Der PC ist dabei nicht nur vor dem Hintergrund beruflicher Perspektiven ein unverzichtbares Hilfsmittel, auch im privaten Bereich bieten sich im Vergleich zu früheren Jahren ungeahnte Möglichkeiten der Informationsbeschaffung und Kommunikation. Was sehende Kinder und Jugendliche durch Erfahrungsaustausch untereinander lernen und ausprobieren können, ist für blinde und sehbehinderte noch längst nicht so selbstverständlich. Der Erwerb eines Computers im Fachhandel oder aus dem Supermarkt ist zwar heutzutage üblich, aber keine geeignete Möglichkeit, wenn man auf spezielle Ausgabemedien wie z.B. eine Braillezeile, eine Sprachausgabe oder spezielle Großschriftprogramme angewiesen ist.

Besitzt man ihn dann nach langer Zeit des Beantragens und Verhandelns mit dem hoffentlich gefundenen Kostenträger, kann es auch nicht gleich losgehen, weil neben den technischen Aspekten (Installationen und Kompatibilität mit den speziellen Hilfsmitteln) und den speziellen Arbeitstechniken eine besondere Einweisung und Schulung erforderlich ist. Meistens beschränken sich Schulungen im Privatbereich auf das Notwendigste der Bedienung auf einfachstem Niveau. Dabei haben blinde und sehbehinderte Jugendliche aber die gleichen Interessen wie Sehende, sie möchten mit dem PC Spiele spielen und im Internet surfen.

Aber woher kommen das notwendige Wissen und die erforderlichen Fähigkeiten-

Unser Computercamp möchte einen Teil dazu beitragen, diese Lücke zu schließen. Wir möchten im Verlauf des Computercamps den Teilnehmern die Kenntnisse vermitteln, die die Jugendlichen brauchen, um nachher zu Hause ihren PC sinnvoll zu nutzen.

Die notwendigen Bereiche sollen kurz mit ihren technischen Hintergründen erläutert werden, aber die Praxis und die "Lust am Tun" werden im Vordergrund stehen. Wenn der eine oder andere Teilnehmer in einzelnen Bereichen im Umgang mit dem PC besondere Probleme hat, werden wir versuchen, dies mit einer intensiveren Betreuung aufzufangen. Der Unterricht am PC wird von zwei erfahrenen EDV-Lehrern durchgeführt.



Teilnehmerkreis:



8 - 10 blinde und sehbehinderte Jugendliche (von 12 - 18 Jahren), Schüler aus Blinden- und Sehbehindertenschulen sowie aus Regelschulen. Die Mindesteilnehmerzahl beträgt 6 Schüler.


Teilnahmevoraussetzungen:



Die Teilnehmer sollten zu Hause oder in der Schule einen PC- Arbeitsplatz haben. Denn das Erlernte soll auch später täglich angewendet werden. Sonst ist es schnell vergessen.



Inhalte des Computercamps:



Bitte erwarten Sie nicht, dass dieses Camp eine reguläre Computerschulung ersetzen kann. Dafür ist die Zeit viel zu knapp. Da bereits Erfahrungen im Umgang mit dem PC vorliegen sollten, wollen wir den Teilnehmern noch Tipps, Tricks und Strategien zu bekannten und auch neuen Programmen zeigen. Dazu gibt es einiges an Hintergrundwissen.

Mit Internet und E-Mails werden wir uns auch beschäftigen. Und was wäre ein Computercamp ohne Computerspiele-


Freizeitprogramm:



Neben der "Arbeit" mit dem PC soll aber auch die Freizeit nicht zu kurz kommen. Sportliche und kulturelle Aktivitäten stehen täglich auf dem Programm. Marburg bietet hier viele Möglichkeiten.


Unterbringung und Verpflegung:



Die Teilnehmer des Computercamps wohnen in einer Wohngruppe der blista und werden dort betreut und verpflegt. Die Unterbringung erfolgt in Ein- und Zweibettzimmern.


Teilnehmerbeitrag:



Bei unserem Angebot handelt es sich um ein von Trägern, Stiftungen und Verbänden unterstütztes Projekt. Dadurch konnten wir Ihren Eigenbeitrag auf 295,00 E beschränken.


Anmeldung:



Sollten Sie Interesse an unserem Computercamp haben, so bitten wir Sie, Ihre Anmeldung bis zum 15. Januar 2004 an folgende Anschrift zu senden:

Deutsche Blindenstudienanstalt e.V., Fortbildungsbüro, Am Schlag 8, 35037 Marburg.

Wenn Sie oder Ihre Kinder unsicher sind - keine Scheu - rufen Sie uns an!


Ihre Ansprechpartner:



Deutsche Blindenstudienanstalt e.V., Fortbildungsbüro, Tel.: 06421/60.60 oder E-Mail: info@blista.de

Klaus-Jürgen Schwede, Tel.: 06421/606-197 oder E-Mail: Schwede@Blista.de.

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