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Wie im Juni 2003 in Coburg, bei der letzten Jahresversammlung des DVBS-Bezirkes Nordbayern besprochen, trafen sich die interessierten Mitglieder in Nürnberg, wo Bezirksleiterin Ria Becker 20 Teilnehmer begrüßen konnte. Gemeinsam fuhr die Gruppe mit der Straßenbahn zum Dutzendteich.
Das neue Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände befindet sich im Nordflügel der von den Nationalsozialisten für 50.000 Menschen konzipierten, unvollendet gebliebenen Kongresshalle. Im nördlichen der beiden Kopfbauten entstand nach Plänen des Grazers Architekten Günter Domenig die bauliche Hülle des Doku-Zentrums.
Er bezog mit einem deutlichen Architekturzeichen aus Stahl und Glas eine überzeugende Gegenposition zur NS-Architektur. Wie ein Pfeil bohrt sich ein 130 m langer, gläserner Gang diagonal durch das Gelände und stört nachhaltig die rechtwinklige, steinerne Machtdemonstration der Nationalsozialisten. Im Innern wird der Bruch zwischen der - das Colosseum in Rom zitierenden - Granitfassade und den im baulichem Rohzustand verbliebenen Räumen deutlich.
Der Verwaltungsleiter, Herr de Husque, begrüßte die Teilnehmer unter der Leitung von Ria Becker sehr herzlich. Er weckte das Interesse aller durch eine sehr gute Einführung in die Ausstellung. Herr de Husque erklärte, warum eigentlich die Kongresshalle gebaut wurde. Erzählte von der "Großen Straße", vom "Deutschen Stadion", der "SS-Kaserne", vom "Märzfeld", "Zeppelinstribüne" und "Zeppelinsfeld". Da wo jetzt die Anlagen stehen, war früher der Nürnberger Zoo.
Nach dieser Einführung stellte er uns Frau Roos vor. Diese macht ihr freiwilliges soziales Jahr hier im Zentrum. Frau Roos begleitete die Gruppe bis zur Schließung der Ausstellung.
Vor Beginn des Rundganges erhielt jeder Teilnehmer einen Audio-Guide. Dieses Gerät übernimmt die Funktion eines Führers und erklärt nach Eingabe einer Ziffer ein bestimmtes Projekt. Gegen 15.00 Uhr begann der Rundgang.
Im Obergeschoss befasst sich auf rund 1.300 qm die neu entwickelte Dauerausstellung "Faszination und Gewalt" mit den Ursachen, Zusammenhängen und Folgen der NS-Gewaltherrschaft. Den Schwerpunkt bilden dabei die Reichsparteitage selbst sowie das in Nürnberg von den Nationalsozialisten in Gang gesetzte Bauprogramm.
Neben der Dauerausstellung besitzt das Studienforum zentrale Bedeutung für die Arbeit des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände.
Wie komme ich zur Ausstellung?
Vom Hauptbahnhof fährt alle 10 Minuten die Straßenbahn Nr. 9 direkt zum Doku-Zentrum, ebenso die Nr. 5. Die Fahrt dauert etwa 10 Minuten.
Wann ist die Ausstellung geöffnet?
Montag bis Freitag von 9.00 bis 18.00 Uhr
Wochenende von 10.00 bis 18.00 Uhr
Auskünfte erteilt:
Frau Martina Christmeier, Telefon: 0911 / 231 8409, Mo - Mi 08.30 - 16.45 Uhr, Do 8.30 - 15.00 Uhr
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