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In den letzten 50 Jahren hat sich die Lichtbelastung unserer Augen erheblich verstärkt. Die wesentlichen Ursachen sind:
Diese Faktoren erhöhen vor allem das Risiko zweier Augenerkrankungen durch Langzeitlichtschäden mit einer Vorlaufzeit von ca. 20 Jahren:
Die hochenergetische, unsichtbare UV-Strahlung wird im Grenzbereich zu Violett (bis 400 mm) von der Augenlinse aufgenommen. Sie trägt zur Trübung der Linse bei.
Der violette und blaue Anteil im weißen (Sonnen)Licht ist noch so energiereich, dass er die dafür empfindlichen Sehzellen hundertmal leichter zerstört als die für Rot empfindlichen Zellen. Besonders bei geringerer Dichte des sogenannten "Gelben Fleckes" im Auge, der die blaue Strahlung dämpft, liegt hier eine der Ursachen für die AMD. Bei dieser erlischt allmählich das zentrale (z. B. zum Lesen nötige) Sehen. Heute sind bereits fast 20% der 65jährigen, 30% der 75jährigen und 35% der 85jährigen von dieser chronischen Erkrankung betroffen, d.h. für die Bundesrepublik z. Zt. 2 Millionen, für 2020 werden 6 Millionen erwartet. Erhöhtes AMD-Risiko besteht bei: AMD in der Familie / Frauen / hellem Haar / heller schwer bräunender Haut / blau (grauen) Augen (durch eine blaue Regenbogenhaut dringt an einem Tag soviel Licht wie durch eine braune nach 100 Tagen) / Rauchen / Erkrankung der Herzkranzgefäße.
Da die Augenlinse beim Altern vergilbt, schützt sie zusätzlich vor dem aggressiven Blaulichtanteil. Dieser Schutz fällt nach einer Staroperation weg, da die bisherigen Kunstlinsen die Blaustrahlung voll auf die Netzhaut durchlassen und so das AMD-Risiko steigt. Die neuen gelblichen Kunstlinsen mit der Lichtdurchlässigkeit eines 50jährigen sind daher vorzuziehen (siehe Internetadresse am Schluss).
Vorbeugender, gezielter Lichtschutz ist also von größter Bedeutung. Daher hat bereits 1994 die SUVA (Schweizer Versicherung für Arbeiter und Angestellte) eine medizinische Empfehlung für die Durchlässigkeit des Sonnenlichtes entwickeln lassen:
Entscheidend sind "100% UV-400" und "Blau ca. 95" zum Schutz von Augenlinse und Netzhaut. In Europa erreicht "100% UV-Schutz" nach EU-Norm 1863 nur bis 380 nm, Blauschutz ist nicht vorgesehen. Vergleichen Sie damit die Werte Ihrer Sonnenbrille, die manche Optiker und Augenärzte messen können.
Graue oder bläuliche Gläser sowie solche, die an Licht abdunkeln, erfüllen diese Anforderungen nicht. Die gewünschten Werte sind beim bloßen Durchschauen nicht zu erkennen und eine Beratung ist nur selten korrekt. Daher wurden aus einer großen Zahl geprüfter Brillen und Gläser die folgenden ausgewählt (kein Anspruch auf Vollständigkeit). Siehe www.klinikum-karlsruhe.de/kliniken/augen/makulahuenig.pdf. Nur diese können voll empfohlen werden. Solche Gläser sind auch im Gebirge und am Meer, zumal in südlichen Ländern, sehr geeignet. Sie bringen neben der Verminderung von Langzeitschäden des Auges nur Vorteile:
www.klinikum-karlsruhe.de/kliniken/augen/makulahuenig.pdf
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