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Die derzeitige Versorgungssituation für Senioren mit altersbedingten Sehbeeinträchtigungen ist stark verbesserungswürdig, so das Fazit der Autorin. Wahren-Krüger hat unter anderem zwanzig problemzentrierte Interviews mit Betroffenen geführt und ist ihren eigenen Worten nach zu erschütternden Ergebnissen gekommen. Sie hat festgestellt, dass die Versorgung umso schlechter ist, desto älter und gebrechlicher Menschen sind und je fremdbestimmter ihre Lebensführung ist. Es wird also Zeit für seriöse Hilfestellungen.
Zumal unter Glaukom, Diabetes bedingten Augenschädigungen oder anderen, im Englischen als "low vision" bezeichneten Sehbehinderungen, schon aus demographischen Gründen immer mehr Menschen leiden werden. Wie sieht die spezifische Bedürfnislage der Betroffenen aus? Welches Versorgungssystem besteht derzeit im Kontext von Low Vision und Vision Rehabilitation? Wie bewältigen ältere und alte Menschen die Situation und wie sieht der Unterstützungsbedarf aus?
Die Autorin plädiert dafür, sehgeschädigte Senioren vor allem im Hinblick auf die optimalen Nutzung oder den Erhalt ihres Sehvermögens zu beraten. Auch psychosoziale Aspekte müssten künftig stärker berücksichtigt werden. Und sie entwickelt ein Modell, nach dem endlich der Mensch mit altersbedingten Sehbeeinträchtigungen im Mittelpunkt steht: Selbsthilfegruppen, Orthoptisten, Ärzte, Pädagogen, Augenoptiker, Reha-Lehrer und Kostenträger arbeiten zusammen, um ein ausbalanciertes Rehabilitations-Service-Angebot für sehgeschädigte Menschen zu bieten. Eine Utopie? Hoffentlich bald mehr als dies.
Die Diplomarbeit wurde ohne Anhang auf 8 Hörkassetten gelesen (Best. Nr. 6112; ^= 56,-; ermäßigt ^= 32,00).
Beide Bücher sind zu den üblichen Bedingungen erhältlich beim
DVBS-Aufsprachedienst, Frauenbergstraße 8, 35039 Marburg; Telefon: 06421/948.88-22, E-Mail: adw@dvbs-online.de
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