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Einen ganz besonderen Service für blinde und stark sehbehinderte Studierende bietet die Philipps-Universität an: einen Begleitservice in der Mensa! Dass dieser Service auch im jetzt beginnenden Winter- sowie im kommenden Sommersemester gesichert ist, dafür sorgt der Marburger Impfstoffhersteller Chiron Vaccines. Er hat die Kosten von 3.000 Euro übernommen, die zur Aufrechterhaltung dieses Services anfallen.
In Marburg studiert rund ein Drittel aller blinden und stark sehbehinderten Studierenden Deutschlands. Für sie ist der moderne Ablauf der Mensa mit viel Selbstbedienung und großer Auswahl ohne Hilfe nicht nutzbar. Deshalb ist in Marburg der "Mensa-Service" entstanden.
Zwischen 11.30 Uhr und 14.00 Uhr sind Studenten vor Ort in der Mensa und begleiten ihre blinden oder sehbehinderten Kommilitonen zum Essen: Sie erklären die Auswahl, tragen das Tablett und füllen die Teller.
Der Mensa-Service für Blinde und Sehbehinderte war vor einem Jahr auf Initiative des Allgemeinen Studierenden-Ausschusses (AStA) eingerichtet worden. "Mit dem Engagement von Chiron Vaccines ist der Service nun für ein Jahr gesichert. Genug Zeit, wie wir hoffen, dass wir eine mittelfristige Finanzierung auf die Beine stellen", erklärte Dr. Uwe Grebe, Geschäftsführer vom Studentenwerk Marburg.
Chiron-Geschäftsführer Dieter Schaible erläuterte, warum sich die Impfstoffsparte der ehemaligen Behringwerke hier engagiert: "Wir unterstützen bevorzugt Einrichtungen und Initiativen, die aktiv ein Problem lösen. Und wir sehen uns dabei in der Tradition des sozialen Engagements eines Emil von Behring."
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