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Die Bezirksgruppe Nordbayern des DVBS traf sich am 2. Oktober 2004 zu ihrer Jahresversammlung. Sieben Mitglieder mit ihren Begleitungen fanden sich um 10.00 Uhr im Beratungs- und Begegnungszentrum Nürnberg des Bayer. Blinden- und Sehbehindertenbundes ein, wo sie von Ria Becker, der Bezirksleiterin, begrüßt wurden.
Nach einer kurzen Vorstellung der Teilnehmer folgte ein Referat zu dem Thema "Betrügereien an der Haus- und Wohnungstür". Hierzu sprach Herr Kübrich von der kriminalpolizeilichen Präventions- und Beratungsstelle Nürnberg. Neben allgemeinen Tipps zur Verhütung von Diebstählen und Einbrüchen in Haus und Wohnung ging der Referent, der selbst jahrelang mit einem blinden Kollegen zusammenarbeitete, immer wieder auf unsere besondere Situation ein. Herr Kübrich, dessen Ausführungen großes Interesse fanden, wies im Weiteren darauf hin, dass beispielsweise die Überprüfung von Türen und Fenstern in Wohnanlagen auf Wunsch durch die Kripo jederzeit kostenlos erfolgen kann. Darüber hinaus wurden Verhaltensmaßnahmen zur Abwehr von Belästigungen und Übergriffen empfohlen. Auf die Fragen Einzelner aus unserer Runde ging der Kripobeamte bereitwillig ein.
Nach der Mittagspause nahm der neu gewählte Vorsitzende des DVBS, Uwe Boysen, an der Versammlung teil und berichtete aus erster Hand, wobei er ausführlich zum Erhalt des Blindengeldes nach der Demonstration vom 11. September in Hannover Stellung nahm. Nach Uwe Boysens Auffassung befindet sich das Blindenwesen Deutschlands derzeit in einer seiner schwersten Krisen. Dabei sei gerade zum gegenwärtigen Zeitpunkt in besonderem Maße die Kooperation der Selbsthilfeverbände DVBS und DBSV gefordert. So habe sich in jüngster Zeit diese Zusammenarbeit bestens bewährt, als für unseren Personenkreis die Freifahrtregelung zur Diskussion stand. Nach seiner Meinung gebe die Entwicklung in Sachen Blindengeld in Niedersachsen Anlass zur größten Besorgnis, und es müssten deshalb alle Anstrengungen unternommen werden, damit diese Leistung auch in Zukunft einkommens- und vermögensunabhängig gewährt werde.
Daran anschließend informierte Uwe Boysen über die Mitgliederversammlung im Mai und das Ergebnis der damit verbundenen Vorstandswahl. Dr. Otto Hauck hatte bekanntlich nach 25 Jahren nicht mehr als Vorsitzender kandidiert. Uwe Boysen zollte seinem Vorgänger im Amt Respekt sowie Anerkennung und wies darauf hin, dass Dr. Hauck auch künftig im Haushaltsausschuss und anderen Gremien des DVBS noch tätig sein wird.
Es folgte dann der Tätigkeitsbericht der Bezirksleiterin für das zurückliegende Jahr und eine kurze Vorschau für 2005. Für eine künftige Bezirksversammlung wurde ein Besuch des Rundfunkmuseums in Fürth vorgeschlagen.
Ria Becker sprach allen Teilnehmern ihren Dank verbunden mit einem guten Nachhauseweg aus und schloss gegen 15.30 Uhr das Bezirkstreffen.
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