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Im kommenden Jahr wählen die gesetzlich Renten-, Unfall- und Krankenversicherten wieder ihre Delegierten für die Selbstverwaltungsgremien von BfA und Co. In ihnen findet der Interessenausgleich zwischen den Versicherten, den Arbeitgebern und den Versicherungsträgern statt. Über den Bundesanzeiger sind Blinde und Sehbehinderte aufgefordert, sich möglichst bis Ende des Jahres 2004 bei den Versicherern zu melden, wenn sie barrierefrei wählen möchten. Sie erhalten dann zusätzlich zu den Wahlunterlagen Schablonen und Informationskassetten. Die Kassetten der DAK, der BARMER Ersatzkasse und höchstwahrscheinlich auch der Techniker- und der Kaufmannskrankenkasse werden beim DVBS produziert. Dabei realisiert der Verein gemeinsam mit der blista und den Marburger Lahnwerkstätten "Sorglos-Pakete", die den Kassen fix und fertig zum Versand angeliefert werden. "Für die Monate Februar bis März nähern wir uns unserer Kapazitätsgrenze, denn dieses Angebot kam bei den Kunden sehr gut an", freut sich Michael Herbst, der für den DVBS die Verhandlungen führte.
Ab 2005 benötigen die Abonnenten der beiden Wissenschaftsmagazine im Audio-Format einen DAISY-Player oder zumindest eine Möglichkeit, MP3-Dateien abspielen zu können. Notfalls am Computer oder mit einem DVD-Player. Doch sonst bringt die neue Technik den Kunden nur Vorteile: "Sie können die CD behalten und sammeln, sie ist Platz sparend, man kann von Artikel zu Artikel springen, und die lästige Rücksendung der Kassetten entfällt", zählt DVBS-Mitarbeiter Willi Gerike auf. An ein DAISY-Produkt ist ab 2006 gedacht. Noch stehen dem technische Probleme bei Heimaufsprachen entgegen. Die Abonnement-Preise bleiben mit 72 bzw. 96 Euro übrigens unverändert.
Auch dieses Audio-Magazin wird ab 2005 als MP3-CD erscheinen. "Wir denken, dass insbesondere jüngere Menschen keine Probleme mit dem Abspielen dieses Mediums haben werden", sagt Michael Herbst und fügt hinzu: "Wir setzen in Zukunft verstärkt auf MP3- und DAISY-Produkte. Das haben wir unseren Mitgliedern und im Übrigen auch den Kostenträgern über Jahre hinweg versprochen. Jetzt gehen wir es an." Für das Textservice-Team ist die Audio-CD keine brauchbare Alternative: "Die Laufzeit beträgt höchstens 80 Minuten, und das ist für die Fachinformationsdienste zu wenig", erklärt Herbst.
Michael Richter, "Was bringt das neue Sozialgesetzbuch XII für Blinde und Sehbehinderte?":
Ab 2005 löst das SGB XII das Bundessozialhilfegesetz ab. Der DVBS-Geschäftsführer und Jurist versuchte anlässlich eines Referates vor Rehabilitationslehrern eine erste Antwort. Das Manuskript des Vortrages steht auf www.dvbs-online.de in der Rubrik "Aktuelles und Newsletter" zur Lektüre und zum Herunterladen bereit.
Der ehemalige Richter am Bundesgerichtshof und DVBS-Vorstandsbeauftragte für Seniorenangelegenheiten beschäftigt sich seit 1997 mit dieser Thematik. In seinem Aufsatz erläutert er detailliert, wie jene Verfügungen gestaltet sein müssen, die Selbstbestimmung am Ende des Lebens ermöglichen sollen. Dabei geht er auch auf die speziellen Erfordernisse bei Verfügungen Blinder und Sehbehinderter ein. Dieser Text findet sich auf www.dvbs-online.de als Merkblatt in der Rubrik "horus und Broschüren".
Bereits auf der Startseite von www.dvbs-online.de ist zu lesen, dass ein breites Bündnis verschiedener Behindertenverbände eine bundesweite Unterschriftenaktion gestartet hat. Überdies wurden die zwischenzeitlich 880 Abonnenten des DVBS-Newsletters "horus aktuell" für die Aktion "Fühlen Sie den Politikern auf den Zahn!" mobilisiert. Dabei geht es darum, Landespolitiker anzuschreiben und sie zu ihrer Position in Sachen Blindengeld zu befragen. Musterbriefe und eine Adressenliste sind in der Rubrik "horus und Broschüren" zu finden.
FI "Jura" Redakteur Harald Schoen und Jürgen Müller haben die erstmals 1998 erschienene Sammlung aktualisiert. Sie enthält u.a. Erfahrungsberichte aus verschiedenen juristischen Berufen, Informationen zu Hilfen und Hilfsmitteln im Rechtsreferendariat, Gesetzestexte und Skripten etc. Die Sammlung ist gegen eine Schutzgebühr von 5,00 Euro beim DVBS-Textservice erhältlich.
Harald Schoen möchte den "redaktionellen Staffelstab" gerne weitergeben. Er sucht nach angehenden Juristen, die dieses wichtige Projekt künftig betreuen. Interessenten melden sich bitte bei ihm (post@harald-schoen.de oder Telefon: 030/42.08.58.80) oder bei der DVBS-Geschäftsstelle.
Aus gesundheitlichen Gründen ist der Leiter der Bezirksgruppe, Gerhard Dilk, zurückgetreten. Ihm sei an dieser Stelle sehr herzlich für sein langjähriges Engagement für den DVBS gedankt. Seine Funktion übernimmt kommissarisch Herbert Reck, Dilks bisheriger Stellvertreter, aus Nalbach.
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