Ernst-Dietrich Lorenz, Renate Lorenz: Heiß geliebt und stets umstritten. Hundert Jahre Deutsche Blindenkurzschrift 1904 bis 2004

Auf dem XI. Blindenlehrerkongress zu Halle wurde im Jahre 1904 die deutsche Blindenkurzschrift verabschiedet. Die Veröffentlichung des Regelwerkes erfolgte dann im Jahre 1906. Anlass genug, den "Machern" von damals zu danken und die Entwicklung der Kurzschrift und ihre Bedeutung für die Blindenbildung zu würdigen. Dies geschieht im Jubiläumsjahr zwischen Verabschiedung und Veröffentlichung - genau 180 Jahre nach der Entwicklung der Brailleschrift.


1. Die Vorgeschichte

Gleich zu Beginn der modernen Blindenbildung durch Valentin Haüy im Jahre 1784 stellte sich die Frage nach einem geeigneten Schriftsystem für Blinde. Es wurde zunächst damit begonnen, in vielfältigen Varianten die Druckschrift der Sehenden zu vergrößern und sie erhaben darzustellen, so dass die Blinden sie ertasten konnten. Dabei erkannte man schnell, dass sich Punkte in einem Stacheldruck leichter ertasten ließen als im Linienrelief erstellte Texte. Auch mit aus speziellen Zeichen gebildete Schriften wurden erprobt. Hier sei exemplarisch die Moonschrift erwähnt, in der aus sechs Reliefzeichen Buchstaben zusammengesetzt wurden.

Angeregt durch die Arbeiten des französischen Offiziers Barbier, der eine von seinen Soldaten im Dunklen ertastbare Schrift aus 12 Punkten ersonnen hatte, entwickelte 1825 der als Kind erblindete 16-jährige Franzose Louis Braille (1809 - 1852), die nach ihm benannte und heute weltweit gebräuchliche Blindenschrift. In dieser Schrift werden die Zeichen aus maximal 6 Punkten gebildet, die in einem aufrecht stehenden Rechteck aus 3 Zeilen und 2 Spalten angeordnet werden. Dabei sind Anzahl und Stellung der gesetzten Punkte innerhalb der Grundform für die Bedeutung des Zeichens maßgebend. Mit den 6 Punkten der Brailleschrift lassen sich einschließlich Leerfeld 64 Zeichen bilden. Für die ersten 10 Buchstaben des Alphabets verwendete Braille nur Zeichen, die aus den oberen 4 Punkten gebildet werden und schied dabei die Zeichen aus, die weder einen der linken beiden Punkte noch einen der beiden oberen Punkte enthielten. Durch Ergänzung der Zeichen für die Buchstaben a bis j um den links unten befindlichen Punkt werden die folgenden 10 Buchstaben gebildet. In der dritten Gruppe fügt Braille die beiden unteren Punkte hinzu und in der vierten nur den rechten unteren Punkt. Die fünfte Gruppe schließlich bilden die ersten 10 Zeichen auf die unteren 4 Punkte der Grundform heruntergeschoben. Hinzu kommen noch zwei Gruppen mit den verbleibenden 13 Zeichen.

Da es wegen des im Vergleich zum Auge sehr geringen Auflösungsvermögens des Tastsinnes und mit Rücksicht auf die erforderlichen Schreibgeräte für die Brailleschrift nicht möglich war, die Akzente der französischen Sprache über die Buchstaben zu setzen, verwendete Braille für sie gesonderte Zeichen. Als Ziffern benutzte Braille die Zeichen für die Buchstaben a bis j und unterschied sie von diesen dadurch, dass vor Zahlen ein Umschaltzeichen gesetzt wurde. Es signalisiert dem Leser, dass nun Zahlen folgen. Auf Großschreibung wurde in der Regel ebenfalls verzichtet. Wo sie erforderlich war, wurde sie ebenfalls durch das Voranstellen eines Umschaltzeichens angekündigt. Das bedeutet aber, dass die Zeichen der Brailleschrift kontextabhängige Bedeutungen annehmen können.

Diese Kontextabhängigkeit der Bedeutung der Zeichen erlaubte es dem sehr musikalischen Braille, bereits 1834 ein erstes Notenschriftsystem vorzustellen, das die Grundlage für das heutige Blindennotenschriftsystem bildet.

Die Brailleschrift gewann unter den Zöglingen des Pariser Blindeninstituts, in dem Braille lebte, schnell ihre Anhänger, wurde aber von den sehenden Blindenlehrern strikt abgelehnt, weil sie den Blinden ein Schriftsystem bescherte, das von Sehenden nicht gleich gelesen werden konnte.

Erst zwei Jahre nach Brailles frühem Tod wurde das von ihm erdachte System 1854 am Pariser Blindeninstitut als Schrift anerkannt.

Das Braillesche System drang auch in andere Länder vor, wo es zunächst ebenso abgelehnt wurde wie in seinem Ursprungsland Frankreich. 1871 führte Dr. Armitage zusammen mit fünf anderen Blinden die Brailleschrift in England ein. In Deutschland entschied man sich auf dem Blindenlehrerkongress von 1879 für die Braillesche Punktschrift. Vorher wurden in verschiedenen Ländern, so in den USA, Portugal und Deutschland Vorschläge gemacht, das System zu verändern und zu vereinfachen. Erwähnt sei hier der Versuch, den am häufigsten vorkommenden Buchstaben Zeichen aus möglichst wenigen Punkten zuzuordnen; man schrieb schließlich mit der Tafel und musste jeden Punkt einzeln stechen. Letztlich setzte sich aber das Braillesche System durch. Ein Glück, denn sonst hätten wir in jedem Sprachraum ein anderes Alphabet bekommen, was dem Erlernen von Fremdsprachen eine zusätzliche Hürde entgegengestellt hätte. Nach der Annahme des Brailleschriftsystems als Blindenschrift auf dem Blindenlehrerkongress von 1879 stellte der 1876 gegründete Verein zur Förderung der Blindenbildung nur noch Bücher in Brailleschrift her.


2. Die Kurzschrift


2.1 Allererste Versuche

Bedingt durch das geringe Auflösungsvermögen des Tastsinnes müssen Blindenschriftzeichen im Vergleich zur Schwarzschrift recht groß sein (ein Brailleschriftzeichen beansprucht ca. 0,6 Quadratzentimeter, was dazu führt, dass Texte in Brailleschrift das etwa 50fache Volumen der Schwarzschriftvorlage haben). Darüber hinaus lässt sich mit dem Finger nur sukzessiv lesen, was den Lesefluss auch geübter Punktschriftleser gegenüber der visuellen Informationsaufnahme stark verlangsamt. Deshalb sann schon Valentin Haüy danach, wie sich die Schrift verkürzen ließe. Er setzte Punkte und Striche über bzw. unter die Buchstaben, um dem Leser zu signalisieren, dass es sich bei dem gelesenen Zeichen nicht um den Buchstaben allein, sondern um eine Gruppe von Buchstaben handele. Damit war der Anfang der Entwicklung einer Kurzschrift gemacht, lange bevor das Brailleschriftsystem erfunden wurde.


2.2 Vorgeschichte und Einführung der deutschen Blindenkurzschrift

Obwohl die Brailleschrift in Deutschland noch nicht offiziell eingeführt war, entwickelte neben anderen Dr. Brund schon 1869 für seine Bedürfnisse ein Kurzschriftsystem mit Lautgruppen und Wortkürzungen. Auf dem Wiener Blindenlehrerkongress wurde dann 1882 von dem blinden Lehrer Christian Krohn aus Kiel erstmals ein Kurzschriftsystem der Öffentlichkeit vorgestellt. Eine ständige Kommission erhielt den Auftrag, dieses System zu vervollkommnen. Erst 13 Jahre später wurde 1895 auf dem Blindenlehrerkongress die deutsche Blindenkurzschrift in einer ersten Fassung verabschiedet, obwohl die Vorteile auf der Hand lagen



wurde die Kurzschrift von vielen sehenden Blindenlehrern energisch bekämpft. Als einzig ernst zu nehmender Grund für die Ablehnung der Einführung der Kurzschrift in der Schule konnte angeführt werden:



Der glühendste Verfechter der Kurzschrift unter den sehenden Blindenlehrern war der Kieler Johannes Mohr, der sich zusammen mit seinem blinden Kollegen und Freund Christian Krohn vehement dafür einsetzte, dass die Vorteile der Kurzschrift den Blinden nicht vorenthalten werden dürften. Mohr, inzwischen Direktor der Provincial-Blindenanstalt in Hannover, war es auch, der dafür kämpfte, dass die Kurzschrift in der Mittelstufe der Schule eingeführt und Bücher in Kurzschrift hergestellt wurden.

Nach einer Erprobungsphase und dem Erscheinen des Kaedingschen Häufigkeitswörterbuchs nahm man noch einige Korrekturen an der Kurzschrift vor. So wurden oft verwendete Lautgruppen durch Zeichen mit möglichst wenigen Punkten wiedergegeben und seltener vorkommenden Zeichen mehr Punkte zugeordnet. Auffälligstes Beispiel hierfür ist: Die Zeichen c (früher "em"), und (früher "en") wurden gegeneinander ausgetauscht. Die so verbesserte Kurzschrift wurde gegen hartnäckigen Widerstand auf dem Blindenlehrerkongress 1904 verabschiedet, und das zugehörige Regelwerk erschien 1906.

Mohr war es auch, der sich intensiv dafür einsetzte, dass die Bücher im so genannten Zwischenpunktdruck erstellt wurden, wenn dadurch auch gegenüber dem Zwischenzeilendruck die Lesbarkeit der Schrift mit den Augen litt. Direktor Mohr fasst gegen Ende eines längeren Beitrags seine misslichen Erfahrungen im Kampf um die Kurzschrift (veröffentlicht im Blindenfreund 10/1908 unter dem Titel "Kurzschrift und Zwischenpunktdruck") auf den Seiten 251 bis 252 zusammen:

"... Das ist unser Programm. Es steckt sich ein so hohes Ziel, hat einen so reichen Inhalt, und ist in so vorsichtiger Gedankenfolge aufgebaut, dass seine Realisierung einen sehr bedeutenden Fortschritt der Blindenbildung auf dem Gebiete der Druck- und Schriftverhältnisse darstellt. Man sollte glauben, jeder Sachkundige würde gern seine Hand dazu bieten, den Plan zur Durchführung zu bringen. Dennoch muss man das Ungeheure erleben, dass der Ständige Kongress-Ausschuss ein energisches Veto dagegen einlegt. Ist ein solches Vorgehen zu begreifen? Nein! Oder doch? Ja doch, leider! Eine geschichtliche Betrachtung lehrt nämlich, dass in der Entwicklung der Blindenschrift die Sehenden eine unheilvolle, höchst unglückliche Rolle gespielt haben.

Im Jahre 1825 machte Braille seine epochemachende Erfindung, aber erst im Jahre 1854 fand sie Eingang in das Nationalblinden-Institut in Paris. Der sehende Direktor stand ihr im Wege.

Um das Jahr 1870 brachte Dr. Armitage die Punktschrift nach England und verbesserte sie, indem er sie stenographisch ausbaute. Er fand die hartnäckigste Opposition bei den - sehenden Institutsleitern.

Schon in den achtziger Jahren habe ich an dem Beispiel Englands nachgewiesen, dass es im Interesse der deutschen Blinden läge, den Liniendruck aufzugeben und die Kurzschrift auf der Mittelstufe der Blindenschule einzuführen. Die es besser wussten, waren - die Sehenden.

Jetzt, nach Verlauf von 20 Jahren, wird mein Antrag wiederholt und da halten die Herren des Ausschusses ihn nicht einmal der Prüfung für wert. Ist"s verwunderlich? Es sind eben - Sehende, die bemüht sind, ihre historische Rolle fortzusetzen. ..."


2.3 Die Entwicklung seit 1904

Nach ihrer Annahme 1904 und der Veröffentlichung des zugehörigen Regelwerkes 1906 erfreute sich die Kurzschrift immer größeren Zuspruchs insbesondere unter den blinden Anwendern wegen


Da, abgesehen von Kinderbüchern, Lehrbüchern für die Unterstufe und spezieller Lehrwerke, nahezu die gesamte deutschsprachige Literatur und Zeitschriften in Kurzschrift hergestellt werden, ist sie praktisch die Normalschrift der Blinden geworden.

1925 legte Dr. Carl Strehl die erste systematische Darstellung der Kurzschrift vor. In diesem Werk sind auch die Regeln, die zum Gebrauch der Kürzungen, insbesondere im Bereich der zahlreichen Wortzusammensetzungen der deutschen Sprache aufgestellt wurden, enthalten.

Beginnend 1917 sind immer wieder Ansätze unternommen worden, die Kurzschrift zu überarbeiten, und zwar mit unterschiedlichen, z. T. gegenläufigen Zielen. So sollten einerseits weitere Kürzungen eingeführt bzw. Kürzungen in ihrer Bedeutung geändert, andererseits aber die Kurzschrift vereinfacht werden. Überliefert sind insbesondere Ansätze um die Jahre 1917, 1925, 1940, 1951. Aber alle diese Versuche blieben stecken, weil sich die Kurzschrift als Ganzes bewährt hatte und der Änderungsbedarf nicht hinreichend begründet werden konnte.

Die 1904 verabschiedete deutsche Blindenkurzschrift behielt ihre Gültigkeit bis 1971. In den Jahren 1966 bis 1971 wurde von der Arbeitsgemeinschaft der Kurzschriftkommissionen der deutschsprachigen Länder (Bundesrepublik Deutschland, Deutsche Demokratische Republik, Österreich, Schweiz) - den um Vertreter von Blindenschriftdruckereien und EDV-Fachleuten erweiterten Nachfolgekommissionen der ständigen Kurzschriftkommission der Blindenlehrer - eine Reform der deutschen Blindenkurzschrift erarbeitet.

Dabei wurden im Wesentlichen folgende Änderungen beschlossen:



Dass diese Reform zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht werden konnte, war nicht zuletzt dem Umstand zu verdanken, dass der verdienstvolle Begründer der Übertragung von Texten in die deutsche Blindenkurzschrift mit elektronischen Rechenanlagen, Herr Prof. Dr. Helmut Werner, auf eine Systematisierung der Kürzungsregeln dringen musste, um sicherstellen zu können, dass die maschinell erzeugten Kurzschrifttexte eine weitgehend den Regeln entsprechende Qualität erreichten. Dabei musste streng darauf geachtet werden, dass Menschen, die nur die reformierte Kurzschrift erlernt haben, die älteren Druckerzeugnisse problemlos nutzen können. Nach einer Erprobungsphase und größeren Erfahrungen mit der automatischen Textumwandlung in die Kurzschrift wurde diese Reform 1984 durch kleinere Ergänzungen abgerundet.

Im Zuge der Mitte der neunziger Jahre beschlossenen Rechtschreibreform wurde eine erneute Anpassung des Kürzungsbestandes an die Veränderung in der deutschen Schriftsprache nötig. Nach der Überwindung der deutschen Teilung konstituierte sich 1996 die Brailleschriftkommission der deutschsprachigen Länder, der Blindenpädagogen, Punktschriftleser, EDV-Fachleute und Druckereivertreter aus Deutschland, Österreich und der Schweiz angehören. Neben der Anpassung der Kurzschrift an die neue deutsche Rechtschreibung wurden die Kürzungsregeln vereinfacht und eine Technik zur Abbildung der 256 Zeichen der 8-Punkt-Computer-Brailleschrift auf die 64 Zeichen der 6-Punkt-Brailleschrift (vgl. Abschnitt 3) in das 6-Punkt- Basissystem eingefügt. Ende 1998 erschien die von der Brailleschriftkommission deutschsprachiger Länder neu herausgegebene Systematik für Voll- und Kurzschrift unter dem Titel "Das System der deutschen Blindenschrift".


3. Aktuelle Situation


Computerbraille und Kurzschrift


Seit Ende der achtziger Jahre des 20. Jahrhunderts haben blinde Menschen immer stärker die Möglichkeit genutzt, sich die Braillezeilentechnik und die Softwaremöglichkeiten nutzbar zu machen und arbeiten im Beruf und in der Freizeit viel mit dem Computer. Das gilt auch für den Unterricht in der Blindenschule, besonders aber im Bereich der integrierten Beschulung blinder und sehbehinderter Kinder.

Bei der Arbeit am Rechner wird in der Regel die federführend vom Erstautor entwickelte 8-Punkt-Computerbrailleschrift verwendet, wie sie in DIN 32982 bzw. ISO TR 11548 Teil 2 niedergelegt ist. Dies ist bei der Programmierung und vielen anderen Tätigkeiten am Rechner auch unumgänglich, weil hier eine Zeichen-für-Zeichen-Wiedergabe benötigt wird. Allerdings bieten die meisten Bildschirmausleseprogramme heute auch den Komfort, die Texte auf der Braillezeile in Kurzschrift übertragen anzuzeigen. Somit ist die Möglichkeit gegeben, insbesondere bei der Textverarbeitung in der Kombination Sprachausgabe mit Kurzschrift auf der Braillezeile zu arbeiten.

Computerbraille und Kurzschrift sind nicht, wie oft fälschlich behauptet, Konkurrenten, sondern ergänzen sich durch ihre unterschiedlichen Einsatzgebiete:



Das heißt aber, dass die Kurzschrift überall da, wo sie sich bewährt hat, die Normalschrift der blinden Menschen bleiben wird, weil sie als 6-Punktschrift leichter und schneller zu lesen und zu schreiben ist, als die 8-Punkt- Computerbrailleschrift. Insbesondere beschert sie uns in Buch- oder Heftform auch völlige Unabhängigkeit von aller Technik.

Kurzschriftdruckerzeugnisse können überallhin mitgenommen werden. Ein Vorteil, den sicher niemand missen möchte. Ebenso wenig wie Sehende wollen die Blinden auf das Arbeiten mit dem Computer reduziert werden. Die Chance auf ein erfolgreiches Berufsleben werden blinde Menschen künftig nur haben, wenn sie sowohl die Computerbrailleschrift, als auch die Kurzschrift sicher beherrschen. Die Blindenpädagoginnen und -pädagogen stehen somit in der Verantwortung, ihre Schülerinnen und Schüler so auf Beruf und Freizeit vorzubereiten, dass sie auch die Kurzschrift sicher schreiben und flüssig lesen können, damit nicht Herr Direktor Mohr (s. o.) auch heute noch Recht hat!


4. Würdigung

Die Pioniere der Kurzschrift haben für die blinden Anwender mit der Entwicklung und Einführung der deutschen Blindenkurzschrift ein System geschaffen, das sich mit den zwischenzeitlich gemachten Ergänzungen tausendfach bewährt hat. Die Kurzschrift erleichtert es den Anwendern, auch umfangreiche Texte besser bearbeiten zu können. Durch die schnellere Lesbarkeit wird ein flüssiges Ablesen ermöglicht, eine Fertigkeit, die ohne die Kurzschrift mit den Fingern nur wenige erreichen könnten.

Es gilt also all denen zu danken, die sich in den letzten 135 Jahren um die Entwicklung und Einführung der Kurzschrift und ihres weiteren Ausbaues in zäher, oft ehrenamtlicher Arbeit verdient gemacht haben. Diese überwiegend blinden Fachleute haben einen wesentlichen Beitrag zur Selbstständigkeit blinder Menschen geleistet, dessen Bedeutung auch für die Zukunft nicht hoch genug eingeschätzt werden kann.


Literaturhinweise

Aus Platzgründen können hier nur wenige ausgewählte Beiträge genannt werden. Weitere Auskünfte erteilt das bibliografische Zentrum der Deutschen Blinden-Bibliothek in der Deutschen Blindenstudienanstalt.


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