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Tanja Werling: Barrierefreies Wäsche waschen für Blinde und Sehbehinderte

Der Schorndorfer Hausgerätehersteller Bauknecht bringt eine Bedienblende für Waschmaschinen auf den Markt, die exakt auf die Bedürfnisse blinder und sehbehinderter Menschen zugeschnitten ist: Alle Angaben wie Programmwahl oder Temperatureinstellung sind in Brailleschrift geprägt und so für Blinde jederzeit bequem ablesbar. Damit ermöglicht die Innovation aus dem Hause Bauknecht die barrierefreie Bedienung der Wasch-maschine und macht so den Alltag behinderter Menschen ein Stück leichter. Die neue Waschmaschinen-Blende für Blinde ist ab sofort erhältlich. Erstmals vorge-stellt wurde sie am 14. Oktober 2004, dem "Welttag des Sehens", in Waiblingen bei Stuttgart.

Vier Waschmaschinen-Modelle aus dem Hause Bauknecht - alle in der sparsamsten Energieeffizienzklasse A und mit vielen Sonderfunktionen - können auf Wunsch mit der Bedienblende für Blinde ausgestattet werden. Steht bereits eines der vier Modelle im Haushalt, ist das Umrüsten ganz einfach möglich. Denn die blindengerechte Beschriftung ist auf einer selbsthaftenden Spezialfolie angebracht, die einfach auf die Blende aufgeklebt werden kann. Den Austausch der Blende oder das Aufkleben der Folie übernimmt auf Wunsch der Bauknecht Kundendienst. Und da die Brailleschrift auf der Folie nicht lediglich aufgespritzt, sondern geprägt ist, ist auch bei häufiger Benutzung ein Schutz vor Abnutzung der erhabenen Beschriftung gewährleistet.

Alle Funktionen und Programme sind auf der neuen Bedienblende für blinde und sehbehinderte Menschen gut erkennbar angebracht. Es bleibt jedoch nicht bei einer bloßen "Übersetzung" der herkömmlichen Beschriftung in Braille: Die barrierefreien Waschmaschinen aus dem Hause Bauknecht sind konsequent blindengerecht ausgestattet. So rastet der Bedienknopf spürbar ein und ist außerdem mit einer deutlich tastbaren Erhebung versehen, mit deren Hilfe sich jederzeit zuverlässig der momentane Stand des Programmdurchlaufs ablesen lässt. Und damit alle Informationen bequem ertastet werden können, ist die Bedienblende leicht angeschrägt.

Die Idee zur Entwicklung der speziellen Bedienblende entstand vor rund einein-halb Jahren im Bauknecht Kundendienst. Denn in ihrem täglichen Kontakt zu den Kunden sind die Mitarbeiter des Bauknecht Kundentelefons stets nah an den Wünschen und Bedürfnissen der Menschen. Auch an denen der rund 155.000 Blinden und 800.000 Sehbehinderten in Deutschland, die auf akustische oder haptische Bedienhilfen angewiesen sind und mit rasterlosen Bedienknöpfen und Display-gestützter Benutzerführung nichts anfangen können. Um den Bedürf-nissen blinder und sehbehinderter Menschen gerecht zu werden, müssen daher moderne Geräte meist mit beträchtlichem Zeit- und Kostenaufwand nachträglich umgerüstet werden.

Aus diesem aktuellen Bedarf entwickelten die Mitarbeiter der Bauknecht Service-Hotline die Idee zur nachrüstbaren Bedienblende, die auf vier aktuelle Bauknecht Waschmaschinenmodelle passt. In der Praxis wurden die Blenden bereits getestet - und für gut befunden. "Wir arbeiten bereits mit Hochdruck daran, das erfolgreiche Konzept auch für weitere Hausgeräte zu realisieren", erläutert Reinhold Boxler, Direktor des Bauknecht Kunden-dienstes.

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