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Keyvan Dahesch: Lokale und Kinos gegen Behinderte - Bündnis will Ende der Ausgrenzung

Für CDU-Chefin Angela Merkel ist es ein "Anschlag auf die Grundzüge dieser Republik", Union und FDP beklagen eine Bevormundung der Menschen, der Richterbund fürchtet Rechtschaos: Wegen ihres Antidiskriminierungsgesetzes haben SPD und Grüne in den vergangenen Tagen viel Kritik einstecken müssen.

Nun melden sich Betroffene zu Wort. Das Behindertenbündnis "Netzwerk Artikel 3" verlangt von der Opposition die Zustimmung zu einem weit reichenden Diskriminierungsverbot - eine Zusammenstellung von Fällen zeigt die Diskriminierung im Alltag.

"Es reicht nicht, allein die entsprechende EU-Richtlinie umzusetzen, da sie auf Behinderte nicht eingeht", sagt Netzwerksprecher Ottmar Miles-Paul in Berlin. Die CDU hatte der Regierungskoalition eine Überregulierung bei der Umsetzung des EU-Rechts vorgeworfen. Das Gesetz soll alle Arten von Benachteiligung etwa wegen Abstammung, Weltanschauung, Alter, Geschlecht, Behinderung oder sexueller Orientierung verhindern.

Der Name des Bündnisses aus 70 bundesweit tätigen Selbsthilfeverbänden bezieht sich auf Artikel 3 des Grundgesetzes: "Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden." Dass die Realität anders aussieht, zeigt eine von den Aktivisten zusammengestellte Auflistung einiger Fälle:

(Die Dokumentation der Fälle sind im Internet nachzulesen unter: www.netzwerk-artikel-3.de/zag/009.php)

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