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Zwei Frauen mit Behinderungen aus Nordrhein-Westfalen sind am Dienstag in Berlin von Bundespräsident Horst Köhler mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. Die ohne Hände und Arme geborene Bochumer Juristin Prof. Theresia Degener erbringe trotz ihrer schweren Behinderung international hoch geschätzte Leistungen, sagte Köhler. Degener lehrt an der evangelischen Fachhochschule Rheinland-Westfalen in Bochum Staats-, Verwaltungs- und Organisationsrecht.
Die Auszeichnung ging auch an die 35 Jahre alte, durch eine Netzhauterkrankung als Kind erblindete Tibetologin Sabriye Tenberken aus Bonn. Nach ihrem Studium entwickelte sie eine Blindenschrift für Tibet und gründete mit ihrem Lebensgefährten Paul Kronenberg in dem Hochland eine Blindenschule. Der Bundespräsident bezeichnete die Leistungen von Sabriye Tenberken als Beispiel wirksamer Hilfe.
Degener ist contergangeschädigt und schreibt mit ihren Füßen, "die auch meine Hände sind", wie die 44-jährige Westfälin sagt. Nach ihrem Abitur studierte sie in Frankfurt und Berkeley Jura. Mit dem Master of Laws in den USA und einer Doktorarbeit über die ambulante Pflege schloss sie das Studium ab. Degener setzt sich in zahlreichen Gremien und Organisationen für die Rechte behinderter Menschen ein. "Ich bin armlos, aber nicht harmlos", scherzt sie gerne. Sie ist verheiratet und hat zwei Söhne.
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