Anika Trebbin: Bundesverdienstkreuz für Franz-Josef Hanke

Für sein unermüdliches Engagement für die Würde und Rechte besonders der Schwächeren wurde Franz-Josef Hanke am 8. September 2005 mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt. Im Historischen Saal des Rathauses kamen Oberbürgermeister Egon Vaupel, Bürgermeister Dr. Franz Kahle, Oberbürgermeister a. D. Möller und der hessische Justizminister Christean Wagner zusammen, um Herrn Hanke "danke" zu sagen.



Vaupel würdigte die Zeit, die Herr Hanke beruflich und in seiner Freizeit für die Gesellschaft geopfert hatte. Als Blinder hat er dabei neben der Suche nach seinem eigenen Lebensweg auch zahlreichen anderen Menschen bei ihren weiteren Schritten geholfen. Der gebürtige Bonner gründete 1986 das "fjh-Jounalisten Büro" in Marburg. Seither arbeitet er freiberuflich für Tageszeitungen, Zeitschriften und den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Der Oberbürgermeister hob in seiner Rede hervor, dass Hanke "als einer der wenigen freiberuflichen Journalisten klassische Themen der Bürgerrechte mit besonderem Augenmerk für die Rechte von behinderten Menschen durch kontinuierliche Pressearbeit kritisch begleitet".



Neben seinem Beruf hat Hanke auch zahlreiche ehrenamtliche Tätigkeiten wahrgenommen. So trat er 1981 der Bürgerrechtsorganisation "Humanistische Union" bei, deren Vorsitzender des Ortsverbandes Marburg er sechs Jahre später wurde. Auch für "Bündnis90/Die Grünen" und den Verkehrsclub Deutschland sowie die "Omnibusfreunde Marburg" war er jahrelang tätig. Und schließlich fehlte er auch nicht in der Deutschen Journalisten Union (DJU), dem Deutschen Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf (DVBS) und dem Verein "Behinderte in Gesellschaft und Beruf". Engagiert hat er sich auch in der "Aktion Mensch" und bei der IG Medien.



Franz-Josef Hanke betonte, am wichtigsten sei ihm, als Vorbild zu dienen und Werte zu vermitteln. Marburg, so betonte Hanke, habe eine Reihe von Persönlichkeiten beherbergt, die es seiner Meinung nach noch zu würdigen gilt. Er zählte hierbei unter anderem Martin Luther, Philipp Melanchthon und Hedwig Jahnow auf. Er bedankte sich bei den anwesenden Amtsträgern der Stadt und sagte, er sei stolz, in einer Stadt wie Marburg zu leben.

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