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Gelva Düsterhöft: Bezirksgruppentreffen Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern

Bereits zum achten Mal trafen sich die Mitglieder der Bezirksgruppen Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein zu einer gemeinsamen Wochenendveranstaltung. Turnusgemäß war Mecklenburg-Vorpommern diesmal der Ausrichter. Eingeladen wurde nach Güstrow, die historisch bedeutsame und sehr hübsche Kleinstadt im Herzen Mecklenburgs. 26 Mitglieder und ihre Begleitungen reisten am Sonnabend, dem 1. Oktober 2005, in Güstrow an. Wir hatten ein kleines gemütliches Familienhotel gemietet.



Auf der Tagesordnung standen die Aufgaben der Blindenselbsthilfe, Kultur und natürlich auch Geselligkeit. Zu allen drei Komplexen konnten wir liebe und gern gesehene Gäste einladen. Der Ehrenvorsitzende, Dr. Otto Hauck, der Vorsitzende unseres Vereins, Uwe Boysen, und der Vorsitzende des Arbeitsausschusses, Klaus Sommer, reisten von weit her an. Der Liedtext vom wunderschönen Norden hat also Recht.



Zur Vorbereitung und Organisation des Treffens in Güstrow suchten und fanden wir Hilfe und Unterstützung bei der örtlichen Kreisorganisation des Blinden- und Sehbehindertenvereins. Dies zahlte sich aus. Uns wurde eine außergewöhnlich gute Stadt- und Museumsführerin vermittelt. Sie hatte nicht nur Erfahrung bei der Gestaltung von Führungen mit Gruppen aus der Blindenselbsthilfe, sondern auch ein ausgesprochen großes und präsentes Wissen. Die Stadtführung am Samstagabend wurde so - trotz des Dauerregens - zu einem ersten Höhepunkt.



Am Sonntagvormittag ließen wir uns das Leben, die von einem großen Humanismus getragene Gedankenwelt und das kreative künstlerische Schaffen Ernst Barlachs in seinem früheren Atelierhaus erklären. Selbstverständlich durften wir alle Skulpturen abtasten.



Am Nachmittag ließen wir uns durch den Natur- und Umweltpark Güstrows, einem Kind der Expo, führen. Auf 16 Hektar Wald und Wiese kann man hier durch die Gehege der relativ frei lebenden Tiere gehen. Dies war nicht nur für uns, sondern vor allem auch für die beiden Führhunde sehr aufregend. Diejenigen von uns, die ihren Sehrest noch verwerten können, sahen Hirsche mit großen Geweihen in einem Abstand von ca. 2 bis 3 Metern. Auch hier waren wir von den anschaulichen Erklärungen unserer Führerin durch den Naturpark begeistert.



Am Abend im Hotel genossen wir dann nicht nur die jetzt auch wohlverdienten Speisen und Getränke, sondern ein sehr ansprechendes plattdeutsches Unterhaltungsprogramm des in Mecklenburg-Vorpommern allseits bekannten Klaus-Jürgen Schlettwein.



Die eigentliche Arbeit kam dann am letzten Tag, nämlich die gemeinsame Bezirksgruppenversammlung. Die Berichte der Bezirksgruppenvorsitzenden und unserer drei Gäste gaben zu regen Diskussionen Anlass. Wie auch in den vergangenen Jahren tauschten die Bezirksgruppen hier ihre Erfahrungen im Umgang mit der Politik, den Behörden und in der Zusammenarbeit mit den örtlichen Blindenvereinen aus.



Die Bezirksgruppe Mecklenburg-Vorpommern musste turnusgemäß die Neuwahl der Bezirksgruppenleitung durchführen. Nach einstimmigem Beschluss hieß es jedoch, es bleibt alles beim Alten. Die alte und neue Bezirksgruppenleitung besteht also aus Gelva Düsterhöft als Vorsitzende und Sylvia Kahl als deren Stellvertreterin.



Zum Schluss wurde der symbolische Hut an Dr. Helmut Vollert als Bezirksgruppenvorsitzenden Schleswig-Holsteins weitergegeben, damit er ihn sich für die Organisation unseres nächsten gemeinsamen Treffens in zwei Jahren aufsetzen kann. Alle Beteiligten waren sich darüber einig, dass diese gute Tradition fortgesetzt werden soll.

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