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Keyvan Dahesch: Beauftragte der Regierung will Barrieren für Behinderte abbauen

Hautnah kennt die neue Behindertenbeauftragte der Bundesregierung Barrieren und Probleme im Leben behinderter Menschen: "Einer meiner Zwillingssöhne war seit der Geburt körperlich schwer behindert und verunglückte mit 25 Jahren als Rollstuhlfahrer tödlich", erzählt Karin Evers-Meyer (SPD). Nach der offiziellen Amtsübernahme will die 56-Jährige dazu beitragen, das Leben behinderter Menschen in Deutschland einfacher zu machen.

Als ehrenamtliche Landrätin im Landkreis Friesland hat Evers- Meyer erlebt, woran es bei den Rechtsvorschriften für behinderte Menschen hapert. Nun will sie für Abhilfe sorgen und helfen, entsprechende Koalitionsvereinbarungen rasch zu konkretisieren. Mit einer Änderung der Pflegeversicherung will sie dem Wunsch pflegebedürftiger Menschen Rechnung tragen, in den eigenen vier Wänden zu bleiben und Hilfskräfte selbst auszuwählen.

Evers-Meyer möchte die Union dazu bringen, im Antidiskriminierungsgesetz neben den Punkten Geschlecht, Rasse und Herkunft auch die Behinderung aufzunehmen. "Dann werden Menschen nicht länger wegen ihrer Behinderung aus Restaurants verwiesen oder als Vertragspartner von Banken, Versicherungen, Reiseveranstaltern und Hausbesitzern abgelehnt", sagt sie.

Evers-Meyers Vorgänger, Karl Hermann Haack (SPD), will nach sieben Jahren im Amt den behinderten Menschen weiter verbunden bleiben. Als Präsident des Deutschen Behinderten-Sportverbandes will er intensiv für den Behindertensport werben. Für seine Nachfolgerin will Haack durch seine Verbindungen als Parlamentarier eine Art Türöffner sein. Sorgen Behinderter, sie könnten möglicherweise weniger intensiv an Gesetzgebungsvorhaben beteiligt sein, sucht Haack zu zerstreuen: "Die Bundesregierung hat eine sensible und kompetente Frau zu meiner Nachfolgerin berufen."

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