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Alle drei Jahre findet der Deutsche Seniorentag statt, ein Kongress aller in der BAGSO (Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen) zusammengeschlossenen Seniorenverbände und -organisationen. Veranstaltungsort in diesem Jahr ist vom 16. bis 18. Mai 2006 die Stadt Köln. Wie schon auf den früheren Seniorentagen, so werden sich die blinden und sehbehinderten älteren Menschen auch in diesem Jahr aktiv an der Gestaltung des Seniorentages beteiligen.
Das Motto des diesjährigen Seniorentages lautet: "Alter als Chance". In sieben ganztägigen Foren wird am zweiten Tag der Veranstaltung, Mittwoch den 17. Mai, dieses Motto aus verschiedenen Perspektiven hinterfragt. Im Forum C, das wir Blinden und Sehbehinderten neben den Organisationen SPD 60 plus und Senioren Union der CDU maßgeblich mitgestaltet haben, wird das Thema "Alter als Chance in einem verlässlichen Sozialstaat" diskutiert. In vier Blöcken zu je 90 Minuten Dauer werden namhafte Wissenschaftler, u. a. Prof. Gronemeyer (Autor von "Kampf der Generationen") und Prof. Kruse vom Deutschen Zentrum für Alternsforschung, grundsätzliche Fragen und Probleme eines verlässlichen Sozialstaates aus kulturhistorischer, soziologischer und verfassungsrechtlicher Perspektive ebenso wie den Anspruch und die Verantwortung des Einzelnen gegenüber der Gemeinschaft wie der Gemeinschaft bzw. des Staates gegenüber seinen Bürgern auf dem Hintergrund des demographischen und sozialen Wandels unserer Gesellschaft erörtern.
Im abschließenden vierten Block wird der Schwerpunkt auf die Frage nach einem Nachteilsausgleich für Menschen mit Behinderungen gelegt. Adolf Bauer, Präsident des SoVD (Sozialverband Deutschland e. V.), wird der Frage nach einem Nachteilsausgleich als Voraussetzung für eine gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am Leben der Gesellschaft nachgehen. Prof. Bühler von der Universität Dortmund und Leiter des Bereichs "Forschungsinstitut Technologie-Behindertenhilfe" (FTP) der evangelischen Stiftung Volmarstein wird sich - teilweise im Gespräch mit Betroffenen - mit dem Thema "Barrierefreiheit als Schlüssel für eine gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am Leben der Gesellschaft" auseinandersetzen.
Neben den sieben Foren finden am 16. und 18. Mai etwa 40 Workshops statt, in denen die verschiedenen Seniorenorganisationen Schwerpunkte aus ihrer Arbeit vorstellen. So werden der DBSV und der DVBS am 16. Mai in einem Workshop die spezifischen Probleme älterer blinder und sehbehinderter Menschen in ambulanter und stationärer Pflege zur Diskussion stellen. Ein Vertreter des Kuratoriums Deutsche Altershilfe sowie eine Mitarbeiterin des Ernst-Christoffel-Hauses in Nümbrecht werden dabei Stellung beziehen. Schließlich werden wir an einem Info-Stand auf der gleichzeitig stattfindenden SenNova auf die Bedarfe und Bedürfnisse älterer blinder und sehbehinderter Menschen aufmerksam machen. Unterstützt werden wir dabei von Mitgliedern des Kölner Blinden- und Sehbehindertenvereins. Erwähnt sei noch, dass Herr Dr. Schulze im Rahmen des Forum F ein Ganzkörpertraining für Blinde vorstellen wird.
Über die besonderen Veranstaltungen der Blinden und Sehbehinderten hinaus lohnt sich ein Besuch des 8. Deutschen Seniorentages. Interessenten finden das gesamte Programm auf der Homepage der BAGSO www.bagso.de oder können das Programm in Schwarzschrift in den Geschäftsstellen des DVBS bzw. des DBSV anfordern.
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